
Inhaltsverzeichnis
Bevölkerungsentwicklung und
Familien
Haushaltsgrößen als
Näherungswerte für das reproduktive Verhalten
25- bis 29-jährige Frauen
30- bis 34-jährige Frauen
35- bis 39-jährige Frauen
Zusammenfassung
Bedingungen der
Reproduktion
Die Datenbasis
Die Geburtenhäufigkeit im Kohortenvergleich
20- bis 30-jährige
Frauen
30- bis 45-jährige Frauen
Partnerschaftseinflüsse
Die Geburt zweiter Kinder
Die Geburt dritter Kinder
Zusammenfassung und
Diskussion
Der Vorteil des
Familiensurvey 2000 gegenüber der amtlichen Statistik
"Der
Familiensurvey gibt anders als der Mikrozensus erstens Angaben
über alle Kinder wieder, im Fachterminus: über die biologische,
nicht nur über die eheliche Fertilität, und darüber hinaus hat
dieser Survey, verglichen mit anderen, eine außerordentlich
breite Altersspanne von unter 20 bis über 50 Jahren."
(S.28)
Die
Fruchtbarkeit der in den 60er Jahren geborenen Frauen ist höher
als die amtliche Statistik dies erwarten lässt
"Bei
den vor 1960 geborenen Frauen lag die Kinderlosigkeit bei
ungefähr 16 Prozent, bei den jüngeren, den zwischen 1950 und
1959 Geborenen, ein bisschen darüber. Die Kohorte der in den
60er Jahren Geborenen aber bekam noch bis über 35 Jahre hinaus
häufiger erste Kinder, »überholte« dabei die älteren Frauen und
hatte schließlich eine geringere Kinderlosigkeit (14 Prozent).
Die Geburtenrate dieser Kohorte blieb auch in der zweiten Hälfte
der fertilen Phase, Jahre nach dem Median, sehr hoch, während
sie bei den früheren Kohorten bald (...) abflachte." (S.32f.)
Das
Defizit der deutschen Bevölkerungsstatistik
"Die endgültige
Kinderlosigkeit wird in der laufenden Bevölkerungsfortschreibung
bislang nicht ausgewiesen. Sie zu ermitteln wird dadurch
erschwert, dass amtlicherseits die eheliche Parität der Geburten
festgehalten wird, d.h. die Ordnungsnummer des Kindes in der
bestehenden Ehe."
(S.33)
Der
Anteil der kinderlosen Frauen in den jüngeren
Frauenjahrgängen liegt deutlich niedriger als es die deutsche
Bevölkerungsstatistik erwarten lässt
"Während
die Kinderlosigkeit der älteren Frauen des Familiensurveys also
mit den genannten Berechnungen übereinstimmt, zeichnen sich die
jüngeren Kohorten der Stichprobe durch eine deutlich unter den
Erwartungen liegende Kinderlosigkeit aus."
(S.33)
Konsequenzen der Befunde für demografische Prognosen
"Besonderes
Interesse verdienen die Ergebnisse des Familiensurveys zur
Geburt erster Kinder, indem sie deutlich machen, dass es zur
Beschreibung der Geburtenhäufigkeit nicht ausreichen würde, nur
die Perioden-Fertilität und den Median zu messen, sondern dass
Erhöhungen des durchschnittlichen Erstgebäraltes, Verringerungen
des Tempos also, durchaus einhergehen können mit einem
gleichbleibenden Quantum. Bongaarts und Feeney haben darauf
jüngst hingewiesen und eine breite Diskussion eröffnet, ob bzw.
dass die Kohortenfertilität gerade zuzeiten rapider Erhöhungen
des Medians deutlich über der Periodenfertilität liegen könne.
(...). Daran entzündeten sich auch Erwartungen einer schließlich
wieder höheren Geburtenhäufigkeit heutiger Frauenjahrgänge (Lesthaeghe
2001)." (S.33)
Paarbildung und Reproduktion
"Der
Stichprobe zufolge haben die in den 60er Jahren, den Zeiten des
Baby-Booms geborenen Frauen eine höhere Kohortenfertilität als
die später, aber auch als die früher geborenen Frauen. Die
Ereignisanalyse zum Survey zeigte, dass der Rückgang des Tempos
der Erstgeburten vor allem durch spätere Partnerschaftsbildung
bewirkt wird, weniger durch die Kohortenzugehörigkeit." (S.40)