[ Bevölkerungsforschung ] [ News ] [ Suche ] [ Homepage ]

 
       
   

Manfred Bretz: Die Treffsicherheit von Bevölkerungsvorausberechnungen

 
       
     
       
     
       
   

Manfred Bretz in seiner eigenen Schreibe

 
     
       
   

Zur Treffsicherheit von Bevölkerungsvorausberechnungen (2001),
In: Wirtschaft und Statistik, Heft 11, November

 
   
 
 

Inhaltsverzeichnis

Vorbemerkung

1 Vergleich der prognostizierten Verläufe mit den tatsächlichen Verläufen

1.1 In eigener Regie durchgeführte Rechnung mit Basisjahr 1951
1.2 In eigener Regie durchgeführte Rechnung mit Basisjahr 1962
1.3 Dritte koordinierte Bevölkerungsvorausberechnung mit Basisjahr 1969
1.4 Auftragsrechnung für das Bundesministerium des Innern mit Basisjahr 1978 (Deutsche) bzw. 1979 (Ausländer)
1.5 Auftragsrechnung für das Bundesministerium des Innern mit Basisjahr 1984
1.6 Achte koordinierte Bevölkerungsvorausberechnung mit Basisjahr 1992

2 Der Altenquotient in Vorausberechnung und Realität

3 Schlussbemerkung

Zitat:

Fehleinschätzungen bei Bevölkerungsvorausberechnungen aufgrund von Trendwenden

"Die Analyse zeigt, dass insbesondere Trendwenden, wie zum Beispiel der drastische Geburtenrückgang seit Mitte der 1960er Jahre, und die aus verschiedenen Anlässen erfolgten Zuwanderungsschübe nicht bzw. nicht in vollem Ausmaß vorhersehbar waren und es daher zu entsprechenden Fehleinschätzungen kam. Auch der stetige Anstieg der Lebenserwartung wurde häufig nicht in seinem tatsächlichen Ausmaß in den Annahmen berücksichtigt." (S.906)

 
 
 
       
     
       
   

Bevölkerungsvorausberechnungen: Statistische Grundlagen und Probleme (1986),
In: Wirtschaft und Statistik, Heft 4, April

 
   
 
 

Inhaltsverzeichnis

Einführung

1 Statistische Grundlagen

1.1 Ausgangsbasis
1.2 Komponenten der Bevölkerungsentwicklung
1.3 Bestimmungsfaktoren für die Entwicklung der Komponenten zur Bevölkerungsentwicklung

1.3.1 Geburten
1.3.2 Sterbefälle
1.3.3 Wanderungen

1.4 Datenlage

1.4.1 Ausgangsbevölkerung
1.4.2 Geburten
1.4.3 Sterbefälle
1.4.4 Wanderungen

2 Vorausberechnungsmethoden

2.1 Geburtsjahrgangsweise Fortschreibung versus Mikrosimulation
2.2 Perioden- versus Kohortenansatz

3 Zur "Treffsicherheit" von Vorausberechnungen

(1) Deutsche Bevölkerung
(2) Ausländische Bevölkerung

4 Zusammenfassung

Zitate:

Der Babyboom der 1960er Jahre als Ergebnis von Tempoeffekten

"Ein Vergleich der für einzelne Geburtsjahrgänge ermittelten Fruchtbarkeitsziffern zeigt zum Beispiel, daß es mehrfach »Verschiebungen« gegeben hat. So erklärt sich beispielsweise der »Babyboom«der sechziger Jahre zum Teil daraus, daß sich das Alter, in dem die meisten Kinder geboren werden, merklich zu den jüngeren Altersjahren hin verschoben hat. Später kommt es wieder zu einer Verlagerung des »Geburtengipfels« in höhere Altersjahre.
Eliminiert man die durch »Vorziehen« bzw. »Hinausschieben« von Geburten bedingten Änderungen der Geburtenzahlen, so schwächt sich insbesondere der »Babyboom« der sechziger Jahre ab und es wird deutlich, daß sich der schon im letzten Jahrzehnt des vergangenen Jahrhunderts einsetzende Trend des Geburtenrückgangs weiter fortgesetzt hat." (S.236)

Verzerrung der Geburtenrate durch Tempoeffekte

"die Zusammengefaßte Geburtenziffer (weist) kurzfristig einen zu hohen Wert (auf)(...), wenn bestimmte Generationen ihre Kinderwünsche früher realisieren als vorausgegangene Geburtsjahrgänge. Umgekehrt wird bei einer Verzögerung des Familienbildungsprozesses, das heißt beim »Hinausschieben« von Geburten, zeitweilig eine zu niedrige Fruchtbarkeit ausgewiesen." (S.243)

Die Treffsicherheit von Bevölkerungsvorausberechnungen

"Die »Treffsicherheit« von Bevölkerungsvorausberechnungen hängt wesentlich von der Kontinuität ab, in der sich die zugrund liegenden Komponenten entwickeln. Da der Verlauf der Komponente »Wanderungen« in der Vergangenheit die stärksten Ausschläge aufwies, kam es hier zu relativ großen Abweichungen. Mit der Fortsetzung des säkularen Trends der Geburtenentwicklung ab Mitte der sechziger Jahre, der in seinem Ausmaß nicht vorhersehbar war, insbesondere, als sich der langjährige Geburtenüberschuß ab 1972 in einen Sterbeüberschuß umkehrte, entstand eine weitere, relativ große Fehlerquelle. Auch der überdurchschnittliche Rückgang der Sterblichkeit in den siebziger Jahren kam unerwartet." (S.255)

Defizit der Bevölkerungsstatistik

"Ein (...) Nachteil ist darin zu sehen, daß aus der Geburtenstatistik nicht hervorgeht, wie viele Kinder eine Frau bisher zur Welt gebracht hat (eine entsprechende Aussage kann nur auf die jeweilige Ehe bezogen werden). Diese Informationslücke wird mit der zunehmenden Scheidungs- und Wiederverheiratungshäufigkeit immer kritischer." (S.260)

 
 
 
       
     
   

weiterführende Links

 
     
   
 
   

Bitte beachten Sie:
single-generation.de ist nicht verantwortlich für die Inhalte externer Internetseiten

 
   
 
     
   
 
   
© 2002-2005
Bernd Kittlaus
webmaster@single-generation.de Erstellt: 28. März 2005
Update: 05. April 2005
Counter Zugriffe seit
dem 03.Juni 2002