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Debatte um die "Generation Golf"

 
   

Ästhetische Stilbildung als generationsstiftendes Ereignis

 
       
     
       
     
       
   
  • Die Debatte um die Generation Golf im Vorfeld des Bestsellers "Generation Golf" von ILLIES

    • NUTT, Harry (1998): Generation Golf.
      Im Dresdner Hygiene-Museum zeigt die
      Schau "Alt & Jung. Das Abenteuer der Generationen" Lebensentwürfe jenseits des Generationenschemas,
      in: TAZ v. 10.01.
      • Inhalt:
        Harry NUTT fasst angesichts einer von 68ern geplanten Ausstellung die Nach-68er zur Generation Golf zusammen:

              
          "Das historische Ereignis, das unter dem Namen »Achtundsechzig« zusammengefasst wird, war die Umstrukturierung der gesellschaftlichen Institutionen. Alle Altersgruppen danach (...) begründeten keinen Generationenzusammenhang - sie waren vornehmlich damit beschäftigt, sich von den Achtundsechzigern abzuheben. Die Generationen nach den 68ern verbindet mehr, als sie trennt. Die Fernseh- und Mauerkinder, die Achtundsiebziger und Neunundachtziger, Die Generationen U, S, T, W, X, Y und Z bilden alle zusammen - die Generation Golf.
        Die VW-Werbung hat recht. Sie haben alle in Mamas Golf Autofahren gelernt, daher stammt ihr Gefühl für Bewegung. Der Generationenkonflikt unserer Tage ist keiner mehr zwischen Alt und Jung. Er besteht vielleicht allein darin, nach 1968 kein prägendes Kollektivereignis gefunden zu haben."
 
     
       
     
       
     
       
   
  • Die Debatte um das Ende der Popliteratur

    • ASSHEUER, Thomas (2001): Im Reich des Scheins.
      Zehn Thesen zur Krise des Pop,
      in: Die ZEIT Nr.16 v. 11.04.
      • Inhalt:
        Ein Beitrag zur Popmoderne mit ihrer Dialektik von Pop und Anti-Pop.
    • FREUND, Wieland (2001): Machen Sie bloß keine Witze über die siebziger Jahre.
      Politik statt Pop - in der Zeitschrift "Akzente" entdeckt die junge deutsche Literatur den Charme des wirklichen Lebens,
      in: Welt v. 15.06.
    • FREUND, Wieland (2001): Schluss mit lustig.
      Der dritte Pendelschlag der Moderne - Amerikas nächste Schriftstellergeneration,
      in: Welt v. 30.06.
    • KNIPPHALS, Dirk (2001): Natural born Kapitalismuskritiker.
      Das Politische wollen - aber wie? Das fragten sich die Schriftsteller Norbert Niemann und Georg M. Oswald. In der neuen Ausgabe der Literaturzeitschrift "Akzente" suchen sie und andere Autoren der mittleren Generation nach Antworten,
      in: TAZ v. 21.07.
    • BIRRER, Sibylle (2001): Gegen die Heiterkeit,
      in:
      Neue Zürcher Zeitung v. 25.07.
      • Inhalt:
        Beitrag zum Akzente-Heft Nr.3 "Politik"
    • BUSELMEIER, Michael (2001): Biografie! Mediokratie! Trauer!,
      in: Frankfurter Rundschau v. 28.07.
    • BRAUN, Michael (2001): Die Zeitschriftenkritik: Akzente, Nr.3/2001,
      in:
      Büchermarkt. Sendung des DeutschlandRadio v. 01.08.
    • AREND, Ingo (2001): Angstgegner Medien.
      Täuschung. Junge AutorInnen und die Politik,
      in: Freitag Nr.34 v. 17.08.
      • Inhalt:
        Beitrag zum Akzente-Heft Nr.3 "Politik"
    • SEIDL, Claudius (2001): Als der Regen kam.
      Der Anschlag hat auch das Reich der Fiktion verwüstet,
      in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 21.09.
    • MAAK, Niklas (2001): Sehnsucht nach dem Chicsal.
      Paris ist eine Message wert: Wie das Ausland die Stadt als Sehnsuchtsort wiederentdeckt,
      in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 04.10.
      • Inhalt:
        MAAK stellt Paris als Gegenmodell zu New York vor.
              
        Zwei Bewegungen bestimmen dabei die Wiederentdeckung der fin-de-siècle-haften Sinnsuche nach Authentizität, wildem Glück und einem aufregendem Leben à la "Lost Generation" oder Revoltetourismus.
              
        Zum einen ist es die französische Tradition des Anti-Amerikanismus, des Anti-Pop und des Existentialismus von Michel HOUELLEBECQ bis Frèderic BEIGBEDER und zum anderen die "Wiederbelebung einer erschlafften amerikanischen Popkultur mit deren eigenen Mitteln".
    • MANATI, Bernhard (2001): Das Ende der Popliteratur?,
      in:
      MAX Nr.21 v. 04.10.
    • HEILBRUNN, Jacob (2001): Der Ernst des Lesens.
      Ein Abgesang auf die deutsche Popliteratur,
      in: SZ Magazin. Beilage zur Süddeutschen Zeitung v. 05.10.
      • Inhalt:
        HEILBRUNN stellt sich zuerst als Angehöriger des US-amerikanischen erlebnisgesellschaftlichen Niveaumilieus dar (Bildungskanon von Goethe bis Thomas Mann sowie Verachtung für das Kleinbürgertum), bevor er den Popliteraten die Leviten liest. Er nennt zwar Christian KRACHT, aber enthält sich jeglicher Stellungnahme zu "1979"..
              
        HEILBRUNN sieht die deutschen Popliteraten in der amerikanischen Tradition von Douglas COUPLAND und Bret Easton ELLIS..
              
        Von den Werken "Blackbox" (STUCKRAD-BARRE), "Wir Maschine" (Joachim BESSING), "Hey, Hey, Hey" (Rebecca CASATI) und G.L.A.M. (Elke NATERS) ist er von Autor zu Autor weniger "begeistert". Am Schluss seine Weissagung:.
              
        "Man muss nicht Nostradamus heißen, um zu prophezeihen, dass der Terroranschlag vom 11. September das Ende der Spaßkultur markiert. Wer braucht noch Ironie und Hipness, Stilbewusstsein und Zynismus, wenn die Welt auf einmal wieder von ganz realen Problemen beherrscht wird? (...) Erst wenn zukünftige Historiker irgendwann nach Beispielen für die eigentümlichsten Phänomene am Vorabend des großen Wertewandels suchen, nach den krassesten Illusionen, den arrogantesten Selbsttäuschungen, den größten Hohltönen und Kunstschwindlern, den falschesten der Trugpropheten, erst dann wird wieder von der deutschen Popliteratur zu reden sein."
    • HAGE, Volker (2001): Vorbeben der Angst.
      Wie reagieren die Schriftsteller auf die Terrorangriffe in den USA? Was folgt aus der veränderten Weltlage für die Literatur? Schluss mit Pop-Tralala, ernster Ton, elementare Themen - überraschend haben etliche der Romane deutscher Sprache, die jetzt erscheinen, das längst beherzigt,
      in: Spiegel Nr.41 v. 08.10.
    • KRAUSE, Tilman (2001): Tränen in Frankfurt.
      Schon vor dem Krieg verließ der Spaß die Literatur,
      in: Welt v. 09.10.
    • POLLACK, Anita (2001): Das jähe Ende der Spaß-Literatur,
      in:
      Kurier v. 12.10.
      • Inhalt:
        "»Das Ende der Spaßgesellschaft.« Das Copyright für diesen Satz liegt seit 12. September bei Peter Scholl-Latour. Erklärt Klaus Eck, einer der Ober-Bosse der Verlagsgruppe Random-House", schreibt POLLACK und nimmt das zum Anlass über den Buchmarkt nach dem "Ende der Popliteratur" zu schreiben.
    • SACK, Adriano (2001): Kampf um die Deutungshoheit.
      Die Kritiker haben den Begriff Popliteratur geboren und zur Waffe gegen junge Autoren gemacht. Der Verleger Helge Malchow wirbt für mehr Toleranz

      in: Welt am Sonntag v. 14.10.
      • Inhalt:
        Helge MALCHOW verteidigt jene Literatur, die unter dem Label "Popliteratur" eingeordnet wird:

              
          "WamS: In einem Essay im »SZ Magazin« schreibt der amerikanische Journalist Jacob Heilbrunn: »Erst wenn zukünftige Historiker irgendwann nach Beispielen für die eigentümlichsten Phänomene am Vorabend des großen Wertewandels suchen, nach den krassesten Illusionen, den arrogantesten Selbsttäuschungen, den größten Hohltönen und Kunstschwindlern, erst dann wird wieder von der deutschen Popliteratur zu reden sein«.
        Malchow: Dies ist eine Außensicht, von innen hat niemand diesen Vorgang literarisch genauer erfasst als einer der kritischsten Autoren selbst, Christian Kracht in seinem Roman »1979«"
    • POLITYCKI, Matthias (2001): Simplifizierer und Schubladianer.
      Es schlägt die Stunde des erhobenen Zeigefingers: Brauchen wir nach dem 11. September wirklich eine andere deutsche Literatur? Wer die Lufthoheit über den deutschen Ernst anstrebt, kann auch gleich den Freigeist zur bedrohten Art erklären
      in: TAZ v. 27.10.
      • Inhalt:
        Matthias POLITYCKI beschäftigt sich mit jenen, die das Ende der Spaßgesellschaft ausgerufen haben. Er versucht seine "Neue deutsche Lesbarkeit" gegen die "Spaßliteratur" der Popliteraten abzugrenzen, um einerseits das "Ende der Popliteratur" zu begrüssen, andererseits jedoch der Forderung "Irony is over" eine Absage zu erteilen, denn: Ironie ist "vielleicht die sublimierteste Form des Leidens an der Welt (...), die luftigste, spielerisch leichteste Zustandsform der Schwermut!".
        Seine Prophezeiung: "die Zukunft des Romans, ums einmal nassforsch zu formulieren, wird humoristisch sein oder sie wird nicht sein."
    • BORCHARDT, Rudolf (2001): Wir bitten uns Ruhe aus: Schluss mit der Popliteratur,
      in:
      Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 07.11.
      • Kommentar:
        Ranzige Forderung eines Hausmeisters der Hochkultur. Dazu passt die heutige Meldung, dass der Radio Bremen jetzt lateinische Nachrichten auf seiner Website bereitstellt. Friedrich Christian DELIUS hat mit der Figur des Albert Pusch genau jenen Typus skizziert, der den Traum der BORCHARDTs dieser Welt in die Tat umzusetzen vermag. Für hinterhältige Nebenfolgen ist die Popmoderne jedoch immer gut...
    • DIECKMANN, Dorothea (2001): Wenn Literatur zum Geschwätz verkommt.
      Plädoyer für die Wiedereinführung des Begriffs Trivialliteratur,
      in: Die ZEIT Nr.48 v. 22.11.
    • FREUND, Wieland (2001): Zurück in die Wirklichkeit.
      Ein Schrifststeller und ein Lektor diskutieren über die neue deutsche Literatur,
      in: Welt v. 24.11.
      • Inhalt:
        Diskussion mit Thomas HETTCHE und Martin HIELSCHER über das Ende der Popliteratur:
               "Hielscher: (...) Ein Buch wie "1979" von Christian Kracht bedeutet die Beerdigung der Popliteratur durch den besten Popliteraten. Und darin kommt auf eine unheimliche Art und Weise ein Alter vom Berge vor, gewissermaßen das Urbild für Bin Laden. "1979" macht drastisch deutlich, dass die Welt, in der wir jetzt im Moment leben, so nicht Bestand haben kann. Und wenn ich etwas aus den Ereignissen um den 11. September entnehme, dann das.
        Hettche: Ich halte Kracht für einen interessanten Autor, aber "1979" ist kein wichtiges Buch. In der Weise, in der dieser Roman die Auflösung, von der Martin Hielscher spricht, geradezu ersehnt, dekuvriert er sich als Jugendbuch. Es zeigt sehr europäisch verschlüsselt die jugendliche Angstfantasie davor, was geschehen könnte, wenn die Eltern nach der Party zu früh nach Hause kommen."
    • WITTSTOCK, Uwe (2001): Das Gebot mit dem Freund der Freundin zu schlafen.
      Debatte um Kleistpreisträgerin Judith Hermann: "Es ist ja nicht purer Übermut, der heute so viele an der Unterscheidung zwischen Literatur und Trivialliteratur verzweifeln lässt",
      in: Welt v. 26.11.
    • Tagung in der Akademie Tutzing zum Thema "Pop - Das Esperanto der Gegenwartskultur"
      u.a. mit Diedrich Diederichsen
      • BALZER, Jens (2001): Was ist Pop?
        Das fragte sich eine Tagung der Evangelischen Akademie in Tutzing am Starnberger See,
        in: Berliner Zeitung v. 27.11.
      • FUCHS, Oliver (2001): Traurige Popen.
        "Pop ist, wenn ich ssage, deine Turnschuhe sind scheiße": Eine Tagung in Tutzing, bei der die Birne schwirrte,
        in: Berliner Zeitung v. 27.11.
      • PILZ, Michael (2001): Der Himmel hängt voller Zeichen.
        Das Unbestimmbare, hier wird's Ereignis: Eine Tagung im Tutzinger Schloss versuchte, Pop zu ergründen,
        in: Welt v. 27.11.
      • UNGERER, Klaus (2001): Wir werden immer einsam sein. (Online-Ausgabe: Pop hilft uns da durch.)
        Nach der verlorenen Zeit: Auf einer Tutzinger Tagung verabschiedete sich der Pop und überließ die Bühne einem literaturtheoretischen Punkrock,
        in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 27.11.
      • PEITZ, Dirk (2001): Die Köpfe rauchen noch.
        Pop - was ist das? Eine Tagung in Tutzing über das "Esperanto der Gegenwartskultur",
        in: Tagesspiegel v. 28.11.
      • AREND, Ingo (2001): Testament des Scheins.
        Tanz mir den Berlusconi. Pop irrlichtert zwischen Affirmation und Dekonstruktion,
        in: Freitag Nr.49 v. 30.11.
    • Literaturkritik.de: Schwerpunkt "Pop,
      in:
      Literaturkritik.de, Nr.12, Dezember
    • Neu:
      Moritz Baßler - Der deutsche Poproman
 
   

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