Kinderlose sind nicht in jedem Fall
besser gestellt als Eltern
"Die verkürzte These, dass Kinder generell ein
Risiko für die Alterssicherung der Eltern
darstellen, ist ebenso wenig durchgängig belegbar,
wie die These, dass Kinderlose über eine bessere
Absicherung im Alter verfügen.
Bei der kontrovers geführten öffentlichen
Auseinandersetzung um Verteilungsfragen zwischen
Familien und Kinderlosen geht es nicht um die
Entdeckung einer neuen Kategorie sozialer
Ungleichheit, sondern vielmehr um eine Wertedebatte.
(...).
Schließlich sei - um die Größenordnung der in diesem
Aufsatz fokussierten Unterschiede einschätzen zu
können - daran erinnert, dass die
Einkommensdifferenzen zwischen den Menschen in den
alten und in den neuen Ländern in jeder Beziehung
größer sind, als die zwischen den Kinderlosen und
den Eltern insgesamt." (S.364)
Stichprobe: Menschen, die im Jahr 2003 65
Jahre und älter waren.
Datenmaterial: Sonderauswertung
"Alterssicherung in Deutschland 2003 (ASID)