[ Bevölkerungsforschung ] [ News ] [ Suche ] [ Homepage ]

 
       
   

Christiane Dienel: Staatsräson und Kinderzahl

 
       
   
  • Zur Person

    • 1965 geboren
    • Studium der Geschichte, Germanistik, Slawistik und Volkswirtschaft
    • 1995 Buch "Staatsräson und Kinderzahl"
    • Staatssekretärin im Ministerium für Gesundheit und Soziales in Sachsen-Anhalt
 
       
   

Christiane Dienel im Gespräch

 
   
  • HONNIGFORT, Bernhard (2006): "Die jungen Qualifizierten gehen".
    SPD-Schattenministerin Christiane Dienel über Abwanderer aus Sachsen-Anhalt und Versuche, sie zurückzuholen,
    in: Frankfurter Rundschau v. 12.01.
 
       
   

Staatsräson und Kinderzahl (1995).
Empfängnisverhütung und Bevölkerungspolitik in Deutschland und Frankreich bis 1918
Münster: Westfälisches Dampfboot (vergriffen)

 
   
 
 

Zitat:

Gegenstand des Buches

"Von einer Diskussion über »Geburtenregelung« zu reden, ist kein Anachronismus. Diese Bezeichnung ist seit 1914 nachweisbar und geradezu ein Ergebnis der vorher stattgefundenen Diskussion, denn sie umfaßt sowohl die medizinisch-individuelle Seite (»Empfängnisverhütung«) wie die öffentlich-soziale (»Bevölkerungspolitik«).
(...).
Bevölkerungspolitik bzw. die Diskussion darüber ist Thema dieser Arbeit, während die reale Entwicklung der Bevölkerung, die Methoden der Empfängnisverhütung und ihre Verbreitung nur den Hintergrund dazu bieten. Insofern bewegt sich diese Untersuchung im Grenzbereich zwischen Sozial-, Mentalitäts- und Ideengeschichte und wäre vielleicht am besten als »Sozialgeschichte der Ideen« zu kategorisieren.
(...).
In dieser Arbeit wird ein vollständiger Überblick über die gedruckten Äußerungen zum Thema Geburtenregelung und Geburtenrückgang, gleich umfassend für Deutschland und Frankreich, angestrebt."  (1995, S.9ff.) 

Inhaltsverzeichnis

Vorwort

0 Einleitung

0.1 Das Thema
0.2 Die Methode
0.3 Bisherige Forschung und Plan der Untersuchung

1. Teil: Die Diskussion als Ganzes

1 Hintergrund und Verlauf der Diskussion

1.1 Der demographische Hintergrund
1.2 Vorgeschichte: Die Diskussion über Geburtenregelung bis 1870
1.3 Umfang und Verlauf der Diskussion von 1870 bis 1918

2 Die Verhüter - Verfügbarkeit, Verbreitung und Bewertung der Empfängnisverhütung

2.1 Die Industrie der Verhütungsmittel
2.2 Die Basis - Verbreitung und Bewertung der Verhütungsmittel

2. Teil: Teildiskussionen in einzelnen Gruppen

1 Politik, Staat und Verwaltung

1.1 Rechtliche Rahmenbedingungen und ihre Veränderung

1.2 Die parlamentarische Diskussion

1.21 In Frankreich
1.22 In Deutschland

1.3 Die Verwaltung

1.31 In Frankreich
1.32 In Deutschland

2 Die Kirche

2.1 Geburtenregelung in der Moraltheologie, im Beichtstuhl und in der Predigt
2.2 Kirchliche Aktionen und Organisationen gegen die nationale Gefahr

3 Die Ärzte

3.1 Die Diagnose
3.2 Die Bandbreite ärztlicher Stellungnahmen
3.3 Die Auswirkungen: Ärztliche Profession und Geburtenregelung

4 Ein Weg ins Abseits: Die Eugeniker

4.1 Neue Diskurse und neue Organisationen für die Bevölkerungsfrage
4.2 Eugenik und Geburtenregelung

5 Die Volkswirte

5.1 Vom Malthusianismus zum Populationismus
5.2 Populationismus und Industriestaat: die Positionen um 1914

6 Die "repopulateurs"

6.1 Der Schwenk der öffenltichen Meinung zum Pronatalismus
6.2 Pronatalistische Organisationen

Exkurs 1: Ehebücher als Verhütungsratgeber

7 Die Sozialisten

7.1 Traditoneller Antimalthusianismus
7.2 Toleranz oder Gebärstreik
Karl Kautsky und die Bevölkerungsfrage

8 Die Propagandisten der Geburtenregelung

8.1 Die Organisationen

8.11 Französische Neumalthusianer
8.12 Deutsche Neumalthusianer

8.2 Propaganda und Breitenwirkung der Neumalthusianer
8.3 Die neumalthusianische Ideologie

9 Die Frauenbewegung

9.1 Empfängnisverhütung als Emanzipation
9.2 Geburtenregelung und das Ideal der Mütterlichkeit

Exkurs 2: Geburtenregelung in der schönen Literatur

Schluß: Die Auseinandersetzung mit der Moderne im deutsch-französischen Vergleich

1. Der Diskurs über Sexualität und über das Ganze der Modernisierung
2. Fortschritt oder Rückschritt? Die Bewertung der Veränderung
3. Der Nationalismus und die Neudefinition der Rolle des Staates
4. Das Bild vom anderen und der eigene Stil

 
 
 
       
     
   
  • Christiane Dienel in den Medien

  • BILLERBECK, Liane von (2005): Nichts wie weg.
    Was ist weiblich? Warum mehr junge Frauen als Männer den Osten verlassen,
    in: Die ZEIT Nr.17 v. 21.04.
    • Kommentar:
      In der Reportage von BILLERBECK werden ohne Reibungsverluste die Antworten der Sozialwissenschaftlerin Christiane DIENEL reportagemäßig umgesetzt. Das mag pädagogisch wertvoll, ganz sicher politisch korrekt sein, aber der Heterogenität der Lebensverhältnisse wird es sicher nicht gerecht.
 
     
   

weiterführende Links

 
     
   
 
   

Bitte beachten Sie:
single-generation.de ist nicht verantwortlich für die Inhalte externer Internetseiten

 
   
 
     
   
 
   
© 2002-2007
Bernd Kittlaus
webmaster@single-generation.de Erstellt: 18. August 2007
Update: 18. August 2007
Counter Zugriffe seit
dem 03.Juni 2002