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Gerd Bosbach:
Die Bevölkerungsvorausberechnung als moderne
Kaffeesatzleserei
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Zur Person
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1953
in Euskirchen geboren
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2011 Buch
"Lügen mit Zahlen"
- Professor für Statistik,
Mathematik und Empirik an der Fachhochschule Koblenz
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Gerd Bosbach in seiner
eigenen Schreibe
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BOSBACH, Gerd (2004): Demografische Entwicklung - nicht
dramatisieren.
Bei ganzheitlicher Betrachtung der vorliegenden Daten zur
demografischen Entwicklung ergibt sich, dass zu einem
"Demografie-Pessimismus" kein Anlass besteht,
in: Gewerkschaftliche Monatshefte, H.2, Februar
BOSBACH, Gerd (2004): Die modernen Kaffeesatzleser.
Gerd Bosbach hat die demographischen Zahlen des Statistischen
Bundesamtes wider den Strich gebürstet und in einen Gesamtrahmen
gestellt,
in: Frankfurter Rundschau v. 23.02.
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Die junge Welt hat bereits am 9. Februar über die
Kritik von Gerd BOSBACH an der Vorausberechnung des Statistischen
Bundesamtes berichtet. Nun dokumentiert die
FR einen
Artikel, der in der Februarausgabe der Gewerkschaftlichen
Monatshefte erscheint.
Es darf gefragt werden,
warum diese Kritik erst jetzt laut wird, obwohl das Problem
bereits seit langem bekannt ist. Offenbar war bislang nicht einmal
den Gewerkschaften an einer Kritik gelegen...
Geburtenkrise - Die
politische Konstruktion eines Themas |
BOSBACH, Gerd (2006): Die demographische Revolution liegt schon
hinter uns.
Gerd Bosbach empfiehlt als
Statistiker Vorsicht im Umgang mit Statistiken - und mehr Einsatz
für die Kinder, die wir haben, statt über die niedrige Geburtenrate
zu jammern,
in: Welt am Sonntag v. 14.05.
BOSBACH, Gerd
(2006): Demographische Entwicklung. Realität und mediale
Aufbereitung,
in:
Berliner Debatte Initial, 17, H.3
BOSBACH, Gerd (2007): Das
Rentenkomplott.
Interessengruppen dramatisieren bewusst die
Bevölkerungsentwicklung in Deutschland - und leiten daraus
drastische Maßnahmen ab. Rechnet man nach, schrumpft das Drama
gewaltig,
in: Tagesspiegel v. 20.12.
| "100
Erwerbsfähige sind heute für die Versorgung von 161 Personen
zuständig. Dieses Verhältnis soll sich bis 2050 auf 100 zu 184
ändern. Die Gesamtbelastung der Bevölkerung nimmt trotz
Alterung also nur um knapp 15 Prozent zu. Das Drama schrumpft
auf ein Siebtel", meint Gerd BOSBACH. |
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Gerd Bosbach im Gespräch
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Während Kanzler SCHRÖDER das Weiter-So der
Agenda 2010 durch den Rücktritt vom Parteivorsitz retten möchte,
bröckelt die mediale Einheitsfront. Lange Zeit stand
single-generation.de mit dem Vorwurf,
die Prognosen des
nationalkonservativen Bevölkerungswissenschaftlers Herwig BIRG
seien unrealistisch, fast völlig alleine. Der Journalist Detlef GÜRTLER hatte dann im
August
2003 in der Welt zur neuesten Prognose geschrieben:
"Man
kann solche extrem unwahrscheinlichen Annahmen treffen. Die
wissenschaftliche Redlichkeit würde dann allerdings erfordern, noch
mindestens eine andere Annahme durchzurechnen. Zum Beispiel die
Bevölkerungsvorausberechnung der Vereinten Nationen, die Deutschland
im Jahr 2050 eine Geburtenrate von 1,64 prognostiziert. Das
Statistische Bundesamt hingegen hat zwar diverse unterschiedliche
Wanderungs- und Lebenserwartungsszenarien beschrieben, die
Geburtenrate aber konstant bei 1,4 belassen. Warum? Unter anderem um
»den Handlungsdruck auf die Politik aufrechtzuerhalten«, wie einer
der Beteiligten ebenso freimütig wie anonym zugab."
Das passte damals jedoch nicht zur
politischen Stimmung, weswegen der Artikel in der Mitte-Presse
keinerlei Widerhall fand.
In der
jungen
Welt (17./18.02.2003) berief sich z.B. Manfred SOHN in einer
zweiteiligen Serie ausdrücklich auf die Prognosen von Herwig BIRG,
um den Geburtenrückgang zu dramatisieren.
Nun wird erstmals ein
Statistikprofessor als Kritiker der Prognose mit Namen
genannt:
"die
demographische Prognose von der unbezahlbaren Überalterung ist
offensichtlich Humbug, wie jetzt ein Statistikprofessor aufgedeckt
hat, der selbst jahrelang im Statistischen Bundesamt tätig gewesen
ist. Gerd Bosbach lehrt heute an der
Fachhochschule Koblenz Statistik, Mathematik und Empirik, und was er
Hahlen vorhält, unterstreicht einmal mehr, daß sich das derzeitige
Sozialabbauprogramm auf gewagte Kaffeesatzleserei und bewußte
Halbwahrheiten stützt.
Drei Haupteinwände hält Gerd Bosbach den »vorgegebenen und
unausweichlichen« Prognosen (...) entgegen: Erstens sei eine
Bevölkerungsprognose bis zum Jahre 2050 als Grundlage politischer
Entscheidungen heute schlicht untauglich.
Hätte man z.
B. 1953 eine Prognose für 2000 als zielsicher und handlungsleitend
ausgegeben, hätte man millionenfach daneben gelegen: Wegen Anwerbeverträgen für »Gastarbeiter«,
Pillenknick
und 1989er
Zusammenbrüchen, von mehreren Kriegen und entsprechenden
Fluchtbewegungen ganz zu schweigen.
Nicht von ungefähr betrug die »Gültigkeitsdauer« der letzten neun
Bevölkerungsprognosen des Statistischen Bundesamtes im Schnitt vier
Jahre. Einige Vorgängerprognosen mußten sogar gänzlich über den
Haufen geworfen werden.
Die Prognose (...) unterschlägt – das ist das zweite Argument von
Gerd Bosbach – wesentliche demographische und ökonomische Größen. So
kommt (...) nicht vor, daß auch unproduktive Kinder und Jugendliche
ernährt werden müssen. Rechnet man aber diese Bevölkerungsgruppe in
die Prognose ein, dann müssen heute hundert Menschen zwischen 20 und
60 Jahren 82 Junge und Alte ernähren. Im Jahre 2050 würden es 112
Junge und Alte sein. Nicht 80 Prozent mehr als heute sondern 40
Prozent mehr. Und nur zwölf Prozent mehr als 1970, als 100
Erwerbsfähige 100 Junge und Alte ernährten. Solche undramatischen
Zahlen enthält auch die offizielle Bevölkerungsvorausberechnung.
Aber der Präsident des Amtes, die hohe Politik und die Medien wollen
sie offensichtlich nicht zur Kenntnis nehmen.
Eine andere Zahl wird von den Bundesdemographen allerdings komplett
ausgeblendet: die absehbare, steigende Arbeitsproduktivität."
Wenn jetzt plötzlich die Prognose selbst in
der Kritik steht, dann zeigt dies, dass die Agenda 2010 viel
grundsätzlicher zur Disposition steht, als dies die Mitte-Politiker
glauben machen wollen. |
OSWALD, Bernd (2004): Vergreisung Deutschlands.
"Die Politik will von den Problemen ablenken, die sie nicht lösen
kann",
in: Süddeutsche Zeitung Online v. 07.03.
HAVERKAMP, Lutz
(2004): "Politik wird nicht von Vernunft bestimmt".
Der Wissenschaftler Gerd Bosbach über die nicht stattfindende
Überalterung der Gesellschaft und warum er sich von der Politik
hinters Licht geführt sieht,
in: Tagesspiegel v. 23.08.
SCHMIDT, Michael (2006): "Die
Demographie ist nicht schuld".
Für den Statistiker Bosbach sind Arbeitslosigkeit und schlechte
Bildung die Ursachen unserer Sozialmisere,
in: Tagesspiegel v. 24.03.
STEIGER, Hartmut (2006): Sterben die Deutschen aus?
Demografie: Der Statistiker
Gerd Bosbach warnt vor Panikmache - Horrorszenarien sollen die
Deutschen für Reformen empfänglich machen,
in: VDI Nachrichten v. 24.03.
DECKERT, Marc (2006):
Zahlensalat.
Die Deutschen sterben in 300 Jahren aus! Wir haben die niedrigste
Geburtenrate der Welt! So klingt die aufgeregte Mediendebatte über
KINDERLOSE DEUTSCHE, in der mit vielen schiefen Argumenten und
falschen Zahlen hantiert wird. Oft berichten Medien bewusst
irreführend, sagt Professor Dr. Gerd Bosbach, Experte für
Statistikmissbrauch,
in: Neon, Mai
Die Zeitschrift Neon schließt sich dem
Urteil von single-generation.de
an, wenn die Minimum-Spiegel-Titelgeschichte als
"meinungsstark und faktenschwach" charakterisiert wird. Gerd
BOSBACH, der bereits
am 20. März auf single-generation.de
den Statistikmissbrauch von Matthias MATUSSEK und Frank SCHIRRMACHER anprangerte,
legt in Neon noch nach:
"Wenn Altern
und geringe Kinderzahl an sich ein Problem wären, hätte es letztes
Jahrhundert in Deutschland den Supergau gegeben. Da sind wir um über
30 Jahre gealtert, und der Anteil der Kinder und Jugendlichen sank
dramatisch von 44 auf heute 20 Prozent! Die für die Zukunft
erwarteten Veränderungen sind dagegen gering: Sechs Jahre Alterung
bis 2050 und ein Jugendanteil von 16 Prozent."
BOSBACH
sieht in der derzeitigen Negativkampagne ein Problem, denn
"Verunsicherung ist kein Faktor, der zum Kinderkriegen ermuntert".
Single-generation.de
sieht das Problem der Negativkampagne jedoch noch viel umfassender,
denn bereits die
Single-Lüge
ist Teil einer Negativkampagne die seit Anfang der 90er Jahre die
Selbstbilder auf den Kopf gestellt hat. BOSBACH
weist darauf hin, dass die geburtenstarken Jahrgänge durch ein
Lebensgefühl geprägt wurden, das man als "Wir waren überall zu viel"
bezeichnen kann.
Die Reduktion
der Kinderzahl wäre dann als adäquate Reaktion auf die
gesellschaftlichen Verhältnisse zu betrachten, die weniger mit der
viel beschworenen deutschen Vergangenheit, aber viel mit den
Bedingungen des Heranwachsens, zu tun gehabt hätte.
Jürgen
VOSS hat das
Horror-Szenario einer kinderreichen Generation
Golf hochgerechnet. Deutschland
hätte heute ca. 21 Millionen Menschen mehr. Es ist kaum vorstellbar,
dass unser Arbeitsmarkt und unsere Sozialsysteme dies besser
verkraftet hätte. Statt über die
demografische Situation zu jammern, sollten wir die jetzt
Heranwachsenden besser bilden und ausbilden. Davon reden Politiker
zwar gerne, aber weniger um mehr für die Bildung zu tun, sondern nur
um Bildung gegen Sozialausgaben auszuspielen. |
SPERBER, Kathrin (2007): "Wir könnten die Alten locker versorgen".
Der Demografie-Forscher Gerd Bosbach warnt vor Horrorgemälden und
sieht in Deutschland vor allem ein Verteilungsproblem,
in: Frankfurter Rundschau v. 18.01.
Gerd BOSBACH sieht nicht im
demografischen Wandel, sondern in der hohen Arbeitslosigkeit
das Hauptproblem der Sozialversicherungssysteme:
"In den vergangenen
hundert Jahren sind wir im Schnitt 30 Jahre älter geworden,
aber die Gesellschaft nicht ärmer, sondern reicher. Bis 2050
sollen wir nach verschiedenen Schätzungen sechs bis neun
Jahre älter werden. Und das soll jetzt plötzlich ein Problem
sein?"
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WURZBACHER, Ralf (2009): "Abnahme der Bevölkerung ist kein Problem".
Das Statistische Bundesamt dramatisiert das
Alterungsproblem in unzulässiger Weise. Ein Gespräch mit Gerd
Bosbach,
in: junge Welt v. 20.11.
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Lügen mit Zahlen (2011).
Wie wir mit Statistiken
manipuliert werden
(zusammen mit Jens Jürgen KORFF)
München: Heyne
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Klappentext
"»Es gibt drei Arten von Lügen: Lügen,
infame Lügen und Statistiken.« Benjamin Disraeli
Wie kommen die glatten
Trends in den Wahlprognosen zustande? Gibt es wirklich eine
Kostenexplosion im Gesundheitswesen und was ist von den
blumigen Versprechen der privaten Altersvorsorge zu halten?
- Statistiken und Grafiken erwecken den Eindruck von
Objektivität und Exaktheit, dabei lässt sich mit ihnen alles
und das Gegenteil davon beweisen. Die Autoren decken auf,
wie wir täglich belogen und manipuliert werden, wie
repräsentativ Umfragen tatsächlich sind, was eine gefühlte
Inflation ist und wie Medikamenten-Studien geschönt werden.
Spannend, unterhaltsam und voller Aha-Erlebnisse!
Zahlen lügen nicht –
oder etwa doch? Laut Statistik hat ausgerechnet die
Vatikanstadt die höchste Kriminalitätsrate der Welt.
Statistisch gesehen steigt Ihr durchschnittliches Einkommen,
sobald ein Millionär in Ihre Nachbarschaft zieht. Und der
Anstieg der Krankenkassenbeiträge von 14 auf 15 Prozent
beträgt tatsächlich nicht ein Prozent, sondern sieben!
Statistiken begleiten uns den ganzen Tag, denn ständig wird
etwas in Zahlenreihen erfasst, ausgewertet und verglichen.
Das Problem: Mit kleinen Tricks lässt sich fast jede
Statistik so frisieren, dass sie nahezu jede Aussage
bestätigt – oder widerlegt. Gerd Bosbach und Jens Jürgen
Korff tauchen mit uns ein in die Welt der Zahlen und
Statistiken und erklären, wie leicht man mit ihnen lügen und
belogen werden kann – und wie wir die verzerrte Wirklichkeit
durchschauen und unser Bewusstsein für Zahlen und deren
Interpretation schärfen. Ein verständliches und witziges
Buch für alle, die Zeitung lesen, die Nachrichten und
Wetterprognosen verfolgen und wählen gehen."
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Inhaltsverzeichnis
Prolog: Kriminelle
Zahlen
Kapitel 1: Yang ohne Yin.
Die vergessene zweite Seite
Kapitel 2: Ein Bild lügt
schneller als tausend Zahlen. Lügen mit Grafiken
Kapitel 3: Auf der Suche
nach dem Warum. Ursache und Wirkung
Kapitel 4: Absolut
Spitze oder relativ egal? Lügen mit relativen und absoluten
Zahlen
Kapitel 5: Die Große
Freiheit der Prozentisten. Die Frage bleibt: Prozent wovon?
Kapitel 6: Die Guten ins
Töpfchen. Vorsortierte Stichproben
Kapitel 7: Die glatt
gebügelte Sonntagsfrage. Wahlprognosen
Kapitel 8: Die Magie der
Prognose. Wie weit wir in die Zukunft schauen können
Kapitel 9: Wunder der
Statistik. Will-Rogers-Phänomen und Simpson-Paradox
Kapitel 10: Der Sack der
Rosstäuscher. Neun weitere Zahlentricks
Kapitel 11: Die
konstruierte Explosion. Gesundheitskosten im Vergleich
Kapitel 12: Stiftung
Warentest im Renditerausch. Private Rentenversicherungen
Kapitel 13: Die bösen
Armen. Der Angriff auf Hartz-IV-Empfänger
Exkurs: Gespräche über
den Kult der Zahl
Kapitel 14: Die Dummen
und die Bösen. Fünfzehn Beispiele aus der Praxis
Kapitel 15: Resigniert
wird nicht!
Checkliste: So
überprüfen Sie Statistiken
Kapitel 16: Übung macht
den Meister. Aufgaben und Lösungsvorschläge
Epilog
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Rezensionen
Neu:
OSEL, Johann (2011):
Schönfärbereien, Schwindeleien.
Wie Politiker,
Medien, Lobbyisten und Werbeleute mit Statistiken Unfug treiben: Ein
amüsantes Brevier klärt auf,
in: Süddeutsche Zeitung v. 07.03.2011
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Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung: Die Demografie im
Brennpunkt der aktuellen Diskussion
1.1. Die Demografie als politisches Instrument
1.2. Aktuelle Debatten in den Medien
2. Wieweit gibt die 10. koordinierte
Bevölkerungsvorausberechnung tatsächlich Anlass zur
Dramatisierung
2.1. Die Annahmen und Ergebnisse der 10.
koordinierten Bevölkerungsvorausberechnung
2.2. Die einseitige Interpretation der Ergebnisse
2.3. Moderate Entwicklung bis zum Jahre 2020
2.4. Zunehmende Differenzierung zwischen den
einzelnen Varianten bis zum Jahre 2050
3. Der fragile Charakter der Bevölkerungsstatistik
3.1. Die Korrekturbedürftigkeit der Statistik in der
Vergangenheit
3.2. Ein Gedankenexperiment: Wie zuverlässig
wäre eine Prognose von vor 50 Jahren für heute
gewesen?
3.3. Die Beeinflußbarkeit der Modellannahmen durch
die Politik
4. Entschärfte Dramatik auch bei zutreffender
Bevölkerungsvorausberechnung
4.1. Relativierung der Dramatik durch Vergleiche mit
der früheren Bevölkerungsentwicklung
4.2. Fehlende Einbeziehung der Jugend in die
Berechnung
4.3. Fehlende Berücksichtigung einer möglichen
Verschiebung des Renteneintrittsalters
4.4. Außerachtlassung des Produktivitätsfortschritts
4.5. Ein Rechenexperiment: Rechnet man die
Erwerbslosen zu den Kindern, Jugendlichen und
Älteren hinzu, so ergibt sich bereits für heute ein
ähnlich "dramatisches" Verhältnis, wie es für 2050
zwischen Erwerbsfähigen und Alten vorhergesagt wird
5. Der Jugendquotient - eine Messlatte für die
Effizienz einer Volkswirtschaft?
6. Schlussbemerkungen: Gedanken über den Wert von
Bevölkerungsvorausberechnungen
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Inhaltsverzeichnis
Wesentliche Annahmen und Ergebnisse der
Bevölkerungsvorausberechnung
Argument
1: 50-Jahres-Prognosen sind moderne Kaffeesatzleserei
Argument
2: Die Modellannahmen sind durch die Politik beeinflussbar
Argument
3: "Lebensdauer" und Trefferquote von
Bevölkerungsvorausberechnungen
Argument
4: Auch die Jungen wollen ernährt werden!
Argument
5: Sechs Jahre länger leben, keinen Tag länger arbeiten
Argument
6: Produktivitätsfortschritt erlaubt mehr Rentner
Argument
7: Auswahl des "worst case"
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Gerd Bosbach in der Debatte
KRÜGER, Alfred (2004): Wir könnten uns mehr Rentner leisten.
Amtliche Wahrsager und politische Dramatisierer - Die
Bevölkerungsvorausberechnung des Statistischen Bundesamtes gegen den
Strich gebürstet,
in: Telepolis v. 26.02.
SPERBER, Katharina
(2005): Die Instrumentalisierung der Zahlen.
Die Statistiken zur Bevölkerungsentwicklung lassen sich je nach
Interpretation für Horrorszenarien zur Lage der Gesellschaft nutzen,
in: Frankfurter Rundschau v. 22.08.
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| SPERBER referiert nochmals die altbekannten
Thesen von
Gerd BOSBACH
zur Bevölkerungsvorausberechnung als moderne Kaffeesatzleserei. Die
Debatte um die Kinderlosigkeit der
Akademikerinnen zeigt jedoch, dass in der
bevölkerungspolitischen Debatte noch unverschämter gelogen wird. Was
single-generation.de immer wieder betont hat, dass
nämlich Eltern von Familienfundamentalisten wie
Herwig BIRG in dauerhaft
Kinderlose umdefiniert werden, das ist inzwischen
empirisch nachgewiesen worden.
Es
ist ein Skandal, dass dies bislang - abgesehen von ein paar
Artikeln unter ferner liefen - kein Thema in der Presse war. Was
der ungehinderten Durchsetzung von Bevölkerungspolitik im Wege
steht, das wird in den Medien gnadenlos unterdrückt. Ist das
unsere viel gerühmte Pressefreiheit? Heißt Qualitätszeitung, dass
nur gedruckt wird, was genehm ist? |
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Gerd Bosbach im WWW
www.rheinahrcampus.de
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Der demografische Wandel in
der Debatte
Geburtenkrise -
Die politische Konstruktion eines Themas
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weiterführende
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