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James W.
Vaupel: Chancen des Alterns
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James W.
Vaupel
in seiner eigenen Schreibe
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VAUPEL,
James W. (2004): Deutschlands größte Herausforderung.
Wider die
demografische Ignoranz: Unsere Lebensläufe und die unserer Kinder
werden sich ändern, weil das Leben länger dauern wird,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 08.04.
-
Der
US-amerikanische Demograf James W. VAUPEL, der an der
Universität Rostock Honorarprofessor ist, gibt sich
erstaunlich selbstkritisch:
"Im Gegensatz zur
begrenzten Zahl konstruktiver Beiträge ist ein Großteil der
jüngsten Diskussion über die Bevölkerungsentwicklung geprägt
von Übertreibungen, Schreckensszenarios, uniformierten
Spekulationen und Fatalismus".
VAUPEL wirbt für eine
verstärkte demografische Forschung.
Im Gegensatz zu
Herwig BIRG formuliert VAUPEL das
Kinderlosenproblem wesentlich vorsichtiger:
"Vermutlich haben sich
manche jüngere Deutsche noch nicht gänzlich gegen Kinder
entschieden, sondern schieben ihren Kinderwunsch lediglich
auf, weshalb die zukünftigen Geburtenraten etwas steigen und
durchschnittlich 1,5 oder 1,6 Kinder pro Familie betragen
könnten. Allerdings bleibt ein Viertel der jungen Deutschen
bis zum Alter von fünfzig Jahren kinderlos, während drei
Viertel die notwendige Zahl von zwei Kindern erfüllen."
VAUPEL, Jahrgang 1945
und selbst ein später Vater, kennt die Probleme offenbar aus
eigener Erfahrung und ist deshalb aufgeschlossener als unsere
deutschen Bevölkerungswissenschaftler. Während
Sozialpopulisten behaupten, dass nur schnelle Reformen gute
Reformen seien, behauptet VAUPEL, dass das Zeitfenster für
Reformen länger offen sei:
"Es gibt einen
zeitlichen Spielraum für die Reformen. Der Umbau sollte zwar
umgehend beginnen, kann sich aber auf die nächsten
Jahrzehnte erstrecken."
VAUPEL hofft, dass rege
Forschung politische Entscheidungsfindung erleichtert. Man
würde sich wünschen, dass deutsche Bevölkerungswissenschaftler
ebenfalls selbstkritischer wären und nicht ihr Heil in
Demagogie suchen würden. Langfristig führt dies zu einem
Glaubwürdigkeitsverlust. Spätestens wenn die Geburtenrate
stärker steigt, als von unseren
Bevölkerungswissenschaftlern behauptet, wird man sie zur Rede
stellen. Und dann können sie sich nicht mehr damit
herausreden, dass dies nicht vorhersehbar war! |
Neu:
SCHWENTKER, Björn & James W. VAUPEL (2011): Eine neue Kultur des
Wandels,
in: Aus Politik und Zeitgeschichte Nr.10-11 v. 07.03.
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James W.
Vaupel
im Gespräch
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CAG (2003): "Warum nicht bis 75 arbeiten?"
100 Jahre alt zu
werden ist bald die Regel, sagt die Bevölkerungswissenschaft. Ein
Gespräch mit James W. Vaupel, Direktor am Max-Planck-Institut für
demographische Forschung in Rostock,
in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 05.10.
BAHNSEN, Ulrich (2005): Ein neuer Job für Methusalem.
Dass wir immer älter werden, hat sich
herumgesprochen. Doch von ernsten Konsequenzen ist kaum die Rede.
Demografie-Forscher James Vaupel drängt im Interview auf drastische
Reformen,
in: Die ZEIT Nr.19 v. 04.05.
BRODMERKEL, Anke (2006):
"Ich hätte nichts dagegen, hundert zu werden".
Gespräch mit dem
Demographen James Vaupel,
in: Berliner Zeitung v. 15.03.
BERG, Lilo (2010): "Die besten Ideen habe ich jetzt".
Der Bevölkerungsforscher James Vaupel will
arbeiten, bis er 85 ist, glaubt an die Produktivität des Alters und
wäre nicht gern mit einem italienischen Mann verheiratet,
in: Berliner Zeitung v. 18.09.
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James W.
Vaupel
in den
Medien
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SCHWÄGERL, Christian (2004):
Schockprävention.
Nicht nur Kinder
fehlen, sondern auch Demographen,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 27.01.
Christian
SCHWÄGERL berichtet über eine
bevölkerungspolitischen Offensive:
"Zum Sommersemester 2004 will Vaupel
zusammen mit der Universität das »Rostocker Zentrum zur
Erforschung der Ursachen und Konsequenzen des
demographischen Wandels« gründen. Zum bestehenden Lehrstuhl
und den zwei Honorarprofessuren sollen sukzessive drei
ordentliche, demographisch orientierte Lehrstühle und sechs
Juniorprofessuren hinzukommen (...). Das ist ein gewaltiger
Aufschwung für eine bislang dürr besetzte Disziplin."
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KUPFERSCHMIDT, Kai (2009): Rezept für den Jungbrunnen.
Unsere Lebenserwartung steigt seit 150 Jahren
– und eine Grenze ist nicht in Sicht. Heute Geborene dürfen erwarten,
102 Jahre alt zu werden, sagen Forscher,
in: Tagesspiegel v. 22.10.
RÖTZER, Florian (2010): Wir leben länger, weil die Folgen des Alterns
durch Medizin und Wohlstand verzögert werden.
Seit 170 Jahren
ist die Lebenserwartung in einigen Ländern um jeweils 2,5 Jahre pro
Jahrzehnt angestiegen – aber wie geht es weiter?,
in: Telepolis v. 25.03.
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Inhaltsverzeichnis
Die
Gesellschaft der Hundertjährigen
Die jungen
Alten kommen
Kontra
statisches Katastrophendenken
Rentenalter
abschaffen
Umverteilung
der Arbeit
Wie wollen
wir leben?
Neues
Kinderglück
Eine Kultur
des Wandels
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James W.
Vaupel im WWW
http://user.demogr.mpg.de/jwv
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weiterführende
Links
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