"Deutschland altert, die
Bevölkerung in arbeitsfähigem Alter nimmt ab, immer
weniger Junge müssen immer mehr Alte ernähren.
Müssen die
abnehmende Geburtenrate und die zunehmende
Lebenserwartung aber zu einem Verteilungskampf
zwischen den Generationen führen, wie ein populärer
Mythos heute in den schrillsten Farben ausmalt? Wird
die schrumpfende Zahl von Arbeitsfähigen
unvermeidlich von der dramatisch steigenden Masse
alter Leute erdrückt? Ist die Politik ohnmächtig
gegen die Folgen der demographischen Entwicklung?
Nicholas
Strange entschleiert den Methusalem-Mythos als ein
typisch deutsches, populäres Katastrophenszenario.
Zwar ist an der demographischen Entwicklung kein
Zweifel möglich. Die Folgen aber stellen dank der
vorhandenen Produktivitäts- und Arbeitskraftreserven
unserer Wirtschaft kein unvermeidliches Problem dar.
Denn bei fünf Millionen Arbeitslosen,
durchschnittlich zweiprozentigem
Produktivitätsfortschritt pro Jahr und
vergleichsweise extrem langen Ausbildungszeiten sind
diese Reserven in Deutschland sehr groß.
Die
detaillierte Analyse der Produktivitäts- und
Arbeitskraftreserven läßt den Autor zu dem Schluß
kommen: Im schlimmsten Falle werden wir in 50 Jahren
nur doppelt, nicht dreimal so großen Wohlstand
genießen können wie heute."