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Sergei Scherbov: Das Alter und das Altern neu denken

 
       
   
  • Zur Person

    • 1952 geboren
 
       
     
       
   

Sergei Scherbov in seiner eigenen Schreibe

 
       
   

LUTZ, Wolfgang & Sergei SCHERBOV (1998): Prohabilistische Bevölkerungsprognosen für Deutschland,
in:
Zeitschrift für Bevölkerungswissenschaft, Heft 2, S.83-109

LUTZ, Wolfgang/SANDERSON, Warren/SCHERBOV, Sergei (2008): Beschleunigte Alterung weltweit.
Europa: Schon bald mehr als ein Drittel der Bevölkerung über 60 Jahre,
in: Demografische Forschung aus erster Hand, Nr.2

SANDERSON, Warren C. & Sergei SCHERBOV (2008): Rethinking age and aging,
in: Population Bulletin, Nr.4, Dezember

Demografische Forschung aus erster Hand

SCHERBOV, Sergei & Warren SANDERSON (2010): Negative Folgen der Alterung bislang überbewertet.
Neue Maßzahlen für aktuelle Bevölkerungsentwicklung,
in: Demografische Forschung aus erster Hand, Heft 4, 20.12.

Der Untergang des Abendganges, den die Hysteriker von FAZ und SZ ständig neu beschwören, muss abgesagt werden. SCHERBOV & SANDERSON kritisieren den bislang gängigen Maßstab des Altersquotienten, der das Verhältnis der Erwerbsfähigen zu den Rentnern ausdrücken soll. Diese Maßzahl, die nicht einmal die letzten Jahrzehnte angemessen beschrieben hat, angesichts der massenhaften Zunahme Postadoleszenter 15 - 30 Jähriger (Auszubildende, Studenten und Praktikanten) und der gleichzeitigen Frühverrentungspraxis der Unternehmen.

Verniedlicht dieser Altersquotient sozusagen die Belastungen der Vergangenheit für die Sozialsysteme, so behauptet er für die Zukunft, dass diese Belastung konstant bleibt, obwohl z.B. die steigende Lebenserwartung die Kosten für 65 - 80Jährige in den nächsten Jahren voraussichtlich senken wird. SCHERBOV & SANDERSON stellen 2 alternative Maßzahlen vor, die unseren westlichen Industriestaaten angemessener sind.

 
       
   

Sergei Scherbov im Gespräch

 
       
   

fehlt noch

 
       
   

Sergei Scherbov in der Debatte

 
       
   

APA/RED (2012): Wiener Demograph Sergei Scherbov erhält hochdotierten Preis.
"Advanced Grant" des Europäischen Forschungsrates für ein Projekt zur Neudefinition von Alter,
in:
Der Standard v. 21.11.

 
       
   

Die Alterung der Bevölkerung in der Debatte

MAYER, Kurt-Martin (2001): Permanent verrechnet.
Die steigende Lebenserwartung bringt Versicherer in die Bredouille. Eine neue Hochrechnung soll helfen,
in: Focus Nr.17 v. 23.04.

GÜNTNER, Joachim (2004): Hinfällige Jugend.
Zweierlei Lebenserwartung für Alt und Jung?
in: Neue Zürcher Zeitung v. 16.06.

MÜLLER-JUNG, Joachim (2005): Die Last der prallen Leiber.
Wie die grassierende Fettleibigkeit die Demographie zerrüttet,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung  v. 23.03.

HARRISON, Robert P. (2005): Das Kind ist der Vater des Mannes.
Wir werden immer jünger: Aber die biologische Begünstigung der Jugendlichkeit verlangt nach dem kulturellen Gegengewicht von Alter und Weisheit,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 27.08.

DRIBBUSCH, Barbara (2005): Die Männer holen auf.
In der Lebenserwartung verringert sich der Abstand zu den Frauen auf knapp sechs Jahre,
in: TAZ v. 03.09.

HEUSSER-MARKUN, Regula (2005): Die silbernen Jahre.
Alter zwischen Pflicht und Kür,
in: Neue Zürcher Zeitung v. 27.09.

KIRSCH, Guy & Klaus MACKSCHEIDT (2006): Arbeiten bis 90.
Warum eigentlich nicht? Einige Bemerkungen zu einem nach oben hin offenen Renteneintrittsalter,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 27.05.

SIEGMUND-SCHULTZE, Nicola (2006): Die Regeln der Vergänglichkeit.
Themenausgabe "Gutes, altes Deutschland": Verschleiß oder Programm der Natur - Forscher suchen nach den Ursachen des Alterns,
in: Tagesspiegel v. 28.05.

DESTATIS (2006): Lebenserwartung der Menschen in Deutschland steigt weiter an,
in: Pressemitteilung Statistisches Bundesamt v. 19.10.

BORSTEL, Stefan von (2007): Auf dem Weg zur "Silver Economy".
WELT-Serie Besser Altern (1): Wie muss man sich das Deutschland der nächsten Generation vorstellen, in 30 oder 40 Jahren? Als "neue graue Welt" der Alten und Greise, als düsteres Land ohne Kinder und Familien, in dem Dörfer verwaisen? Oder doch anders aus?
in: Welt v. 30.07.

BORSTEL, Stefan von (2007): Deutsche müssen früher anfangen zu arbeiten.
WELT-Serie Besser Altern (2): Die Bevölkerung in Deutschland wird immer älter. Das hat nicht nur Nachteile. Chef-Volkswirt der Deutschen Bank, Norbert Walter, erklärt wie Deutschland vom demografischen Wandel profitieren kann,
in: Welt v. 31.07.

KAMANN, Matthias (2007): Keine Angst vor Einsamkeit im Alter.
WELT-Serie Besser Altern (2): Zu vereinsamen fürchten nur wenige alte Menschen in Deutschland. Und das hat seinen Grund: Der Zusammenhalt zwischen Alt und Jung funktioniert gut, die soziale Vernetzung nimmt zu - aber nur, solange der Geldfluss zwischen den Generationen nicht bedroht wird,
in: Welt v. 31.07.

REENTS, Heino (2007): Hoffnungszeichen für Eigenheimbesitzer.
WELT-Serie Besser Altern (3): Warum der demografische Wandel nicht automatisch zum Preisverfall bei Wohnimmobilien führt,
in: Welt v. 01.08.

BODDERAS, Elke (2007): Hightech macht das Senioren-Leben leichter.
WELT-Serie Besser Altern (4): Das Alter ist milde geworden – und bequem. Es gibt dienstbare Hauselektronik, Gleitsicht-Kontaktlinsen, Seniorenautos und die maßgeschneiderte Titan-Hüftprothese,
in: Welt v. 04.08.

EHRENSTEIN, Claudia (2007): Späte Heirat nicht unbedingt ausgeschlossen.
WELT-Serie Besser Altern (5): Immer mehr Senioren beginnen die Vorteile lockerer Beziehungen zu entdecken. Eine neue Liebe im Alter ist dann dauerhaft möglich, wenn man zusammen ist, ohne zusammen zu leben. Dieser neue Trend nennt sich "Living apart together",
in: Welt v. 07.08.

HOLLSTEIN, Miriam (2007): Ostdeutschland wird zum Rentnerparadies.
WELT-Serie Besser Altern (6): Der Osten entwickelt sich zu einem Ruhesitz für Westdeutsche. Während die einen sich über den Zuwachs freuen, fürchten die anderen, dass Städte wie Görlitz und Weimar in Zukunft ausschließlich als Altersresidenz angesehen werden könnten,
in: Welt v. 09.08.
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SIEMS, Dorothea (2007): Ein ständig wachsender Schatz an Erfahrungen.
WELT-Serie Besser Altern (7): Nach Jahrzehnten des Jugendwahns entdeckt die Wirtschaft die Potenziale älterer Arbeitnehmer,
in: Welt v. 11.08.

HECKEL, Margaret (2007): Grüne profitieren vom demografischen Wandel.
WELT-Serie Besser Altern (8): Bisher wählt die Mehrzahl der über 60-Jährigen die Union. Das wird sich in Zukunft ändern. Denn im Jahr 2040 sind 40 Prozent der Bevölkerung 60 Jahre und älter - und viele dann nicht mehr konservativ. Das sagen zumindest Altersforscher voraus,
in: Welt v. 14.08.

JANOSITZ, Paul (2007): Fast ewig.
Die Lebenserwartung in Deutschland ist erneut gestiegen. Wie alt kann der Mensch noch werden?
in:
Tagesspiegel v. 29.08.

PRANTL, Heribert (2007): Zehn Gebote für eine alternde Gesellschaft.
Die neue SZ-Serie "SchwarzRotGrau - Altern in Deutschland" sucht nach Antworten darauf, wie der letzte Lebensabschnitt würdevoll gestaltet werden kann,
in: Süddeutsche Zeitung v. 13.10.

FOCUS-Titelgeschichte: Was heißt hier alt?
Daten, Fakten, Psychologie - Warum die "Oldies" so anders sind

GERBERT, Frank (2007): Generation Happy End.
"Das Alter" gibt es nicht mehr, und die mittleren Jahre dauern heute bis mindestens 70: Protokoll einer gesellschaftlichen Revolution,
in: Focus Nr.51 v. 17.12.

GERBERT hat die Vorstellung des Buches Die Altersrevolution von Petra & Werner BRUNS & Rainer BÖHME zu einer Titelgeschichte aufgeblasen.

GOERGENS, Sven F. (2007): Rauchzeichen.
Wie die hohen Jahre dem Schweizer Psychoanalytiker und Schriftsteller Paul Parin die Feder aus der Hand nahmen und warum der Lebensabend nicht zur Glorifizierung taugt,
in: Focus Nr.51 v. 17.12.

HINZE, Peter (2007): Auslaufmodell Heizdecke.
Heiß umworben: Die neuen Alten gelten als attraktive Urlaubsklientel,
in: Focus Nr.51 v. 17.12.

HOLZER, Kerstin (2007): "Nicht übertreiben!"
Das Alter ist ein Massaker, die Spuren oft fatal. Die Generation 50plus interessiert sich zunehmend für Schönheitschirurgie. Ein Beratungsgespräch über Tränensäcke und "Genscherbäckchen",
in: Focus Nr.51 v. 17.12.

SCHOLZ, Rembrandt & Dimitri JDANOV (2008): Weniger Hochbetagte als gedacht.
Korrekturen in der amtlichen Statistik für Westdeutschland notwendig,
in: Demographische Forschung aus erster Hand, April

STEINAECKER, Thomas von (2010): Wer glaubt denn an die Rente mit 67?
Ich kann schon nicht mehr schlafen, wenn ich an mein Alter denke. Die Politik hat noch vierunddreißig Jahre, um eine Lösung für mich zu finden,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 14.12.

Im hysterischen SCHIRRMACHER-Feuilleton ist wieder einmal ein jung vergreister Endzeit-Visionär unterwegs. Da wird die Bevölkerungspyramide glorifiziert, also das Wegsterben der Kinder. Da wird der Pilz beschworen, den bereits die nächste Volkszählung zurückstutzen könnte. Die derzeitige Altersstruktur ähnelt dagegen eher einer bauchigen Vase. Endzeitvisionäre in den 1930er Jahren hatten den Pilz für Deutschland bereits für das Jahr 1975 vorgesehen.

Vorausberechnungen können innerhalb von weniger als 10 Jahren kippen, wie Dirk KONIETZKA & Michaela KREYENFELD in ihrem aufschlussreichen Aufsatz Zwischen soziologischen Makrotheorien und demographischen Vorausberechnungen - Möglichkeiten und Grenzen des Blicks in die Zukunft der Familien- und Geburtenentwicklung am Beispiel von Vorausberechnungen aus den 1950er und 1960er Jahren aufzeigen.

Viele haben es heutzutage verdrängt, dass man in den 1950er Jahren bereits das Aussterben der Deutschen befürchtete, während man den Baby-Boom in Deutschland als solchen erst erkannte als er bereits fast vorbei war, nur soviel zum Problem der Zeitdiagnostik.

FELLMANN, Max & Roland SCHULZ (2013): Warum altern wir?
Und was können wir dagegen tun? Ein Gespräch mit dem Altersforscher Christoph Englert,
in: SZ-Magazin Nr.38 v. 20.09.

Neu:
PETERSDORFF, Winand von (2014): Von der Schönheit des Alterns.
Deutschland vergreist. Was für ein Fortschritt. Denn die Alten von heute sind gesund, mobil und lernfähig. Sie können Bäume ausreißen, wenn man sie nur ließe. Es wird Zeit, einmal ganz entspannt über die Rente mit 83 nachzudenken,
in:
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 23.11.

 
       
   

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Bernd Kittlaus
webmaster@single-generation.de Erstellt: 23. Januar 2015
Update: 04. Juni 2017