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Filmkritiken
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HÖBEL, Wolfgang (2006): Ein Baby erlöst die Welt,
in: Spiegel Online v. 03.09.
- Anmerkung:
Für HÖBEL erscheint Venedig bereits heute so
kinderlos, wie der Film es erst für 2027 vorsieht. Da
wundert sich auch niemand mehr, wenn HÖBEL den Namen Frank
SCHIRRMACHER im Zusammenhang mit dem Film nennt.
Im
Buch
"Die Single-Lüge" wird dem Demografiethriller ein
eigenes Kapitel gewidmet.
Eines
ist für Apokalyptiker gewiss: ob die Welt nun durch eine
Bevölkerungsexplosion oder durch eine Bevölkerungsimplosion
bedroht ist - die Endzeitthriller erschöpfen sich in der
simplen HOBBES'schen Vorstellung vom Krieg aller gegen alle.
Das
Buch
"Die Single-Lüge" bietet dagegen
einen anderen Blick auf den demografischen Wandel.
- SCHULZ-OJALA, Jan (2006): Die
große Illusion,
in: Tagesspiegel v. 05.09.
- Inhalt:
"Trivialprodukt, das »Brave New World« und
»1984« ins gefühlte Übermorgen zu transponieren sucht",
meint SCHULZ-OJALA.
- ZYLKA, Jenni (2006): Abschied von
der Menschheit.
Alfonso Cuaróns außergewöhnlicher
Science-Fiction-Thriller Children of Men erzählt von einer
verlorenen Zukunft,
in: tip Nr.23 v. 02.11.
- Inhalt:
"Nicht Science-Fiction-Konflikte zwischen
Mensch und Maschine sind das Thema (..), sondern der innere
Kampf der Menschheit, der einsetzt, wenn ein Sinn des Lebens
- das zukünftige Leben selber - endgültig verloren gegangen
scheint," meint Jenni
ZYLKA.
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REDEN, Sven von (2006): Alle Krisen dieser Erde.
Von Umweltschutz bis Terrorkampf: Alfonso Cuarón hat mit
"Children of Men" die relevanten Probleme unserer Zeit zum
Ernstfall verdichtet - leider ohne Erfolg,
in: Welt am Sonntag v. 05.11.
- Inhalt:
"Es
wirkt, als versuchte das Drehbuch alle aktuell virulenten
Probleme in die Zukunft fortzuschreiben und in einem
Krisenszenario zu verdichten.
Doch die Zusammenhänge bleiben vage oder sind nicht
nachvollziehbar. Würde die Welt im Krieg versinken, wenn es
keine jungen Leute mehr gäbe?
Konfliktforscher argumentieren umgekehrt: Erst der
Überschuss junger Männer begünstigt Kriege. (...).
So wenig
überzeugend »Children of Men« als unerfreuliche
Zukunftsvision oder als Kommentar zur gegenwärtigen Lage der
Weltgesellschaft ist, so brillant ist seine filmische
Umsetzung", meint REDEN.
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SCHNELLE, Josef (2006): Eine Welt ohne Kinder,
in: DeutschlandRadio v. 05.11.
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BORCHOLTE, Andreas (2006): Der Schmerz der ganzen Welt,
in: Spiegel Online v. 08.11.
- Inhalt:
"Von »Planet der Affen« bis zu »Soylent Green« und »Omega Man« ist
hier alles drin, was Kino zum Thema Dystopie zu sagen hatte - mit
Clive Owens lebensmüden Theo als Wiedergänger des Replikantenjägers
Deckard in »Blade Runner«.
Der
erste echte Zukunftsthriller des 21. Jahrhunderts verströmt also eine
gehörige Portion Retro-Charme. Vielleicht sind es ja wirklich nur noch
die Visionen von gestern, die im Morgen Trost spenden. An dieser
Aussicht könnte man nun wirklich verzweifeln, wenn »Children of Men«
nicht gerade wegen Alfonso Cuaróns Mut zur Anti-Ironie einer der
besten und wichtigsten Filme dieses Jahres geworden wäre", meint
BORCHOLTE
- LUEKEN, Verena (2006): Das Ende der Zukunft.
Apocalypse Then: Alfonso Cuaróns Thriller "Children of Men" über
eine Welt ohne Kinder,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 08.11.
- Inhalt:
"»Children
of Men« zeigt uns, daß das Hier und Jetzt ohne Zukunft die Hölle
ist", meint Verena LUEKEN.
- ESCH, Christian (2006): Der
jüngste Mensch ist 18.
Alfonso Cuarón malt in "Children of Men" eine düstere
Welt ohne Kinder,
in: Berliner Zeitung v. 09.11.
- Inhalt:
"Auf den Zuschauer hageln Bilder ein (...).
Aber die starken Bilder und die dick aufgetragene Filmmusik
können nicht über die Schwächen der Handlung hinwegtäuschen.
Woher kommt die Explosion von Gewalt in einer alternden
Gesellschaft ohne Jugend? Warum flieht halb Europa (mehrfach
hört man ältere Flüchtlinge deutsch reden) und die Dritte
Welt nach Großbritannien, wenn der Bevölkerungsdruck
verschwunden ist? Der Film kombiniert Angstszenarien, die
nur einzeln glaubhaft sind, und nimmt ihnen so die Wirkung.
(...).
Keine Frage auch, dass
die Kinderlosigkeit in der Welt - die unverstanden ist -
klar auf die Unfruchtbarkeit der Frauen, nicht der Männer
zurückgeht", bemängelt ESCH.
- HANDKE, Sebastian (2006): Die
Hoffnung ist schwarz.
Alfonso Cuaróns düsterer Science-Fiction-Thriller "Children
of Men",
in: Tagesspiegel v. 09.11.
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KAMALZADEH, Dominik (2006): Das Paar ist unantastbar.
Alfonso Cuaróns Film "Children of Men" spielt im
Großbritannien des Jahres 2027. Die Verwerfungen der
Gegenwart werden so weit radikalisiert, dass das Bild der
Zukunft hoffnungslos ausfällt. Als Ausweg bleibt einzig ein
neuer Erlösermythos,
in: TAZ v. 09.11.
- Inhalt:
"Der Film »Children
of Men« (...) gehört zu jener Sorte von Sciencefiction, die keine
utopischen Welten entwirft, sondern sich die Zukunft als
Radikalisierung zeitgenössischer Phänomene ausmalt. Das
fantastische Genre war, paradoxerweise, schon immer
historischer als viele andere" charakterisiert KAMALZADEH
das SF-Filmgenre.
Sein
Fazit macht dann wenig Mut:
"Dass selbst das Sciencefiction-Genre auf die drängenden
Fragen der Gegenwart keine bessere Antwort als einen neuen
Erlösermythos parat hat, das ist womöglich der
beunruhigendste Aspekt dieses Films."
- LEWEKE, Anke (2006): Weltenretter
in Socken.
Alfonso Cuaróns Science-Fiction "Children of Men"
entwickelt aus der europäischen Einwanderungspolitik eine
Schreckensvision,
in: Die ZEIT Nr.46 v. 09.11.
- Inhalt:
"Die Stärke von Cuarons Film liegt in
(...)(der) Beschreibung einer Demokratie im fortwährenden
Ausnahmezustand. Es ist eine Gesellschaft, die, um sich
selbst zu erhalten, auch den letzten zivilisatorischen
Anstand aufgegeben hat. Die Schwäche ist seine
Heilsgeschichte, eine krude Mischung aus Theologie,
Political Correctness und aktuellen Demografiedebatten",
meint LEWEKE.
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SCHMITT, Peer (2006): Zustand der Zäune.
Alfonso Cuaron hat ein Händchen für schiefe Märchen: »Children
of Men« zeigt das urbane Leben im London der nicht allzu
fernen Zukunft,
in: junge Welt v. 09.11.
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