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Achim Bornhak
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Das
wilde Leben (Deutschland 2006)
Eight Miles High
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Gespräche und Porträts
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HILDEBRANDT, Antje (2006): "Sie hat im Haushalt keinen
Finger gerührt".
Rainer Langhans über seine einstige Geliebte Uschi
Obermaier, das wilde Leben in der Kommune I und Versuche,
die 68er-Bewegung zu verfilmen,
in: Welt v. 20.06.
- Inhalt:
Rainer LANGHANS u.a. über
die Verfilmung der Lebensgeschichte von Uschi OBERMAIER:
"WELT:
Wurmt es Sie, daß der erste Kinofilm über die 68er-Bewegung
die Geschichte ausgerechnet aus ihrem Blickwinkel
beschreibt?
Langhans: Der weibliche
Blickwinkel könnte spannend sein. Nach der Lektüre des
Drehbuchentwurfes fürchte ich allerdings, daß der Film die
Botschaft transportiert: Da ist eine tolle Frau, die sich
nicht verändert. Männer haben sie immer nur gestört. Sie
läßt sie tot oder halbtot am Wegesrand liegen."
-
SCHLAG, Beatrice (2006): "Ich will das Feuer".
Sie war das schönste Gesicht der 68er Jahre und lebte
aus, was andere theoretisierten. Uschi Obermaier über
Kommunen, freie Liebe und das Hochgefühl, wenn Mick Jagger
und Keith Richards gleichzeitig vor der Haustür stehen,
in: Weltwoche Nr.51/52 v. 21.12.
- Inhalt:
Uschi OBERMAIER u.a. über die Vorteile
des
Alleinlebens:
"Heute leben Sie
allein.
Ja. Ich habe eine
Fernbeziehung,
mit allem Auf und Ab. Ich will nicht darüber reden, aber es
macht mich sehr happy. Ich bin nicht gemacht für den Alltag.
Der Alltag erstickt die Liebe. Ich will das Feuer. Gut,
manchmal verbrenn ich mich. Aber das gehört dazu. Das Feuer
ist mit Alltag nicht vereinbar. Im Alltag kriegt man etwas
anderes. Aber ich will Feuer, dann fühle ich mich wie ein
Teenager."
- WINKLER, Willi (2007):
Everybodys Uschi.
"Er gefiel mir, weil er jung und exotisch war" - das
wilde Leben der Sex-Ikone Obermaier kommt peinlicherweise
ins Kino,
in: Süddeutsche Zeitung v. 18.01.
- Inhalt:
Willi
WINKLER stellt die Inszenierung des Kommunelebens durch
das
Stern Magazin in den Mittelpunkt seiner Sicht auf
die Lebensgeschichte von Uschi OBERMAIER.
-
REICHEL, Sabine (2007): Uschis Märchenstunde.
Nackter Diebstahl und ein bisschen Verrat. Wie das Sexsymbol
Obermaier die Bewegung der 68er vermarktet. Zur Freude der
Deutschen,
in: Tagesspiegel v. 28.01.
- Inhalt:
"Uschi
und ich - wir kennen uns lange - sind nicht nur »68er«, sondern
beide auch noch »46er«, ein Jahrgang mit sehr hoher Geburtenrate",
verrät uns REICHEL und meint politisch korrekt:
"Sind wir eine verbitterte, enttäuschte, nostalgische
Peter-Pan-Generation geworden, Apo-Opas und Rheuma-Rebellen, angepasste
Fettwänste, hochbezahlte Befehlsempfänger, frustrierte Mütter und einsame
Karrierefrauen? War alles nur ein psychedelischer Traum, ein riesengroßes
Versagen, ein lachhaftes Experiment, so wie es gern von besserwisserischen
Soziologen und nörgelnden Neidern dargestellt wird?
Ja, es war eine geile Zeit, aber (...) auch eine wütende und gewalttätige Zeit".
-
JÄHNER, Harald (2007): Die Gallionsfigur.
"Das wilde Leben": Ein Film zeigt Uschi Obermaier als große
Reisende,
in: Berliner Zeitung v. 31.01.
- Inhalt:
"Uschi Obermaier blieb im Gedächtnis, weil sie das
missing link war zwischen den Revoluzzern und den Spießern. Sie
war der Vorposten des Stinknormalen in der bizarren Welt der
Kommune 1 - niemals zuvor und niemals später war das Stinknormale
so wunderschön anzusehen, so herrlich aufgeblüht wie unter den
Schraten, Gammlern und schrägen Engeln der Studentenbewegung",
erläutert JÄHNER.
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Der Film in der Debatte
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KIONTKE, Jürgen (2007): Germany's Left Trop Model.
Reichtum lässt sich teilen. Schönheit nicht. Uschi Obermaiers
Revolte und die Exklusion des Hässlichen,
in: Jungle World Nr.4 v. 24.01.
- Inhalt:
Jürgen KIONTKE über den Film "Das wilde Leben":
"Leuten
wie Uschi Obermeier geht es materiell so gut, dass sie sich weiter
keinen Kopf machen müssen, wenn sie am Strand von Bali rumhängen.
Eine gemeinsame Vision – Liebe & Freiheit – haben sie auch. Aber
diese Welt basiert auf der Exklusion der Hässlichen. Die bebrillten
Typen und die radikalen Frauen, sie dürfen da – auch ein Naturgesetz
– nicht mitmachen und rächen sich. So findet die erste und einzige
Prügelei in der Kommune 1 ohne Polizeibeteiligung statt:
Kleinbürgertum entsteht, wo Eigentum nicht teilbar ist. Also wegen
Uschi Obermaier. Langhans will wegen ihr »jede Revolution verraten«.
Fremdgegangen ist er trotzdem.
Eine Filmstunde später, als bei Uschi dann doch noch das Unglück
antanzt, gibt sie uns den Satz »Freiheit bedeutet Einsamkeit« mit
nach Hause. Und mit der will umgegangen werden. Sie kann das. Viele
können das nicht. »Freiheit macht arm« soll später ein Buch heißen. Ein linkes
Buch. Freiheit, steht da drin, dazu braucht man das nötige
Kleingeld."
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SEIDL, Claudius (2007): Ich war Uschi Obermaier,
in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 28.01.
- Inhalt:
"Sie
war 37 Jahre alt - und der Umstand, dass sie seither kaum älter
geworden ist, hat womöglich seinen Grund auch darin, dass nichts
Wesentliches mehr geschehen ist. Eigentlich müsste sie, wenn sie
mal wieder eine Talkshow besucht, sich so vorstellen: Ich war
Uschi Obermaier, von circa 1966 bis 1984. Seither versuche ich,
meinen Ruhm und meine Vergangenheit zu bewirtschaften",
meint Claudius SEIDL.
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MATUSSEK, Matthias & Philipp OEHMKE (2007): Die Tage der
Kommune.
Vor 40 Jahren revolutionierte die Kommune 1 den deutschen
Alltag. Rainer Langhans und Uschi Obermaier wurden Popstars der
Revolte, andere scheiterten im bewaffneten Untergrund. Waren die
Kommunarden Polit-Künstler oder Terroristen?
in: Spiegel Nr.5 v. 29.01.
- Inhalt:
Anlässlich des Kinofilms "Das wilde Leben" und
einigen Veröffentlichungen von
Wolfgang KRAUSHAAR und dem Hamburger Institut für
Sozialforschung zur RAF-Problematik, rekonstruieren
Matthias MATUSSEK & Philipp OEHMKE
noch einmal die Tage der Kommune I.
Sie kommen zu dem
Schluss, dass die 67er- und die 68er-Bewegung zwei verschiedene
Kulturen darstellten. Erstere haben mit alternativen Lebensstilen
experimentiert und damit einen kulturellen Modernisierungsschub
eingeleitet, während letztere in die Politisierung und den Terrorismus
mündete:
"Mit den Siegern von 68 will
man nichts zu tun haben. Doch die Verlierer von 67, die interessieren
bis heute. Sie waren Punk, lange bevor es ihn gab. (...). In diesen
hundert Tagen lebten die Kommunarden dem Land die Angstlosigkeit
gegenüber der Obrigkeit vor - dahinter ging es nie wieder zurück.
Oft werden die Tage als
Inkubations-Zeit für spätere Terrorakte gelesen. Und doch stehen sie
für sich selbst. Sie waren eine politische Happeningphase, die die
Köpfe der Nachkriegsgesellschaft wachrüttelte. Und die nebenbei den
nötigen Modernisierungsschub besorgte, eine Öffnung in die Welt."
-
SPIEGEL (2007): "Heute sind Designer Revolutionäre".
Der Philosoph Peter Sloterdijk, 59, über die Jugendrevolte von
1967,
in: Spiegel Nr.5 v. 29.01.
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