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Lars
Jessen
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Dorfpunks (Deutschland, 2009)
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Filminhalt
"Sommer 1984 in Schmalenstedt, mitten in der
"Holsteinischen Schweiz", direkt an der Ostsee.
Malte Ahrens (Cecil von Renner) lebt mit seinen
altlinken Eltern in einem Bauernhaus, hat die Schule
abgebrochen und macht eine Ausbildung zum Töpfer -
und heißt jetzt »Roddy Dangerblood«, nachdem der »Punk«
mit einiger Verspätung Einzug in Schmalenstedt
gehalten hat.
Das »Punk-Sein« zwischen Wiesen und Wäldern, das
Abhängen mit den Freunden Fliegevogel (Ole Fischer),
Sid (Pit Bukowski), Flo (Daniel Michel), Piekmeier
(Laszlo Horwitz) und Günni (Samuel Auer) im
Waldversteck mit Lagerfeuer, gehaltvollen Getränken
und Gesprächen, die gekonnte Provokation der
Schmalenstedter Spießer-Welt und nicht zuletzt die
handfesten Auseinandersetzungen mit der
alteingesessenen Landjugend bestimmen Roddys Leben.
Seine Eltern (Friederike Wagner, Peter Jordan),
sonst zu jedem nur erdenklichen Verständnis bereit,
kommen nicht mehr mit: »Ist das Punk?«, fragt sein
Vater, als Roddy wieder einmal schwer gezeichnet von
einer Schlägerei nach Hause kommt.
Mitten in der Wohligkeit gemeinsamen ereignislosen
Abhängens entsteht plötzlich die Idee von der alle
begeistert sind: »Wir gründen eine Band!« Gitarre,
Schlagzeug, Bass und Gesang, der Rest drumherum: Die
Stimmung ist prächtig, und die Euphorie über den
nach langem Suchen gefundenen Bandnamen »Warhead«
kennt keine Grenzen. Die Proben allerdings gestalten
sich schwieriger als gedacht, der Bandname wechselt
beinahe täglich, und das erste Konzert wird zum
desaströsen Meilenstein der Schmalenstedter
Punk-Geschichte. Schlimmer geht's allerdings immer,
was spätestens das zweite Konzert beweist. Und
wieder stellt sich die Frage: »Ist das Punk?«
Schier unaufhaltsam steuert die Band ihrem Ende
entgegen und stellt Freundschaft und Überzeugungen
der holsteinischen Punk-Pioniere vor eine echte
Bewährungsprobe. Beginnt jetzt der Rest vom Leben?
Oder kommt da noch was? Verzweifelt zupft Roddy eine
kleine Melodie auf der Gitarre, als ihm aus dem
Nachbarsgarten seltsame Flötentöne antworten. Und
Roddy entdeckt plötzlich seine ganz eigene
Definition von Punk ..."
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Lars Jessen: Gespräche
und Porträts
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Filmkritiken
- KAUPP, Cristina Moles (2009): Der
erste Punk der Ostsee.
Lars Jessen hat Rocko Schamonis Kultroman Dorfpunks verfilmt und
irgendetwas falsch verstanden: Seichte Unterhaltung siegt über
Anarchie,
in: Tip Berlin v. 16.04.
-
SCHRÖDER, Christian (2009): Dagegen dabei.
Eine Jugend in der Provinz wird besichtigt: Der Film "Dorfpunks"
nach der Romanvorlage von Rocko Schamoni,
in: Tagesspiegel v. 21.04.
-
HORSTMANN, Driederike (2009): Dorf, Disco, Depression,
in: Schnitt online v. 22.04.
-
DIEDERICHSEN, Diedrich
(2009): Verliebte Zaungäste.
"Dorfpunks", Lars Jessens Film nach dem Buch von Rocko Schamoni,
macht aus der wahrhaft komischen Vorlage seichtes Sommerkino mit
guter Musik,
in: Die ZEIT Nr.18 v. 23.04.
-
KOTHENSCHULTE, Daniel (2009): Dorfpunks.
Ostsee ist Mordsee,
in: Frankfurter Rundschau v. 23.04.
-
MESCHER, Martina (2009): Lächelnde Punks.
Über die Verfilmung des Provinzklassikers von Rocko Schamoni,
in: Jungle World Nr.17 v. 23.04.
-
KUHLBRODT, Detlef (2009): Für eine Hand voll Bier.
Adoleszenzfilm: Mit "Dorfpunks" hat Lars Jessen Rocko Schamonis
Erfolgsroman verfilmt: Er zeigt eine Punk-Autobiografie in der
Provinz zwischen Musik, Rebellion und Gewalt,
in: TAZ v. 24.04.
-
PFEIL, Eric (2009): Ein Punk im Kornfeld.
Puh, das hätte auch schief gehen können! Die Kino-Verfilmung von
Rocko Schamonis Bestseller "Dorfpunks" ist tatsächlich gelungen. Das
liegt auch an den grandiosen Jungdarstellern - die Außenseiter
spielen voller Energie und Poesie,
in: Spiegel Online v. 24.04.
- RAFFEINER, Arno (2009): Für immer
Kloss im Hals.
Die Verfilmung des Schamoni-Klassikers! Roddy Dangerbloods
Abenteuer von der Gründung einer Band in der
schleswig-holsteinischen Pampa bis zum Karrierepeak als Nasenflöter
hat Lars Jessen für die Leinwand adaptiert,
in: Intro Nr.171, Mai
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Berichte über die
Romanverfilmung
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weiterführende
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