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Oskar Roehler: Elementarteilchen

 
       
     
       
     
       
   

Oskar Roehler: Porträts und Gespräche

 
   

PEITZ, Christiane (2001): Außer Atem.
Keine Kompromisse: Nach seinem hochgelobten Film "Die Unberührbare" schockiert Oskar Roehler seine Fans jetzt mit der trashigen Berlin-Farce "Suck my dick". Besuch bei einem ungeduldigen Kino-Junkie

in: Tagesspiegel v. 04.11.

Im Interview wird erwähnt, dass der Filmemacher Oskar RÖHLER heute Michel HOUELLEBECQ treffen wird und nebenbei heißt es:

"Produzent Bernd Eichinger bemüht sich zurzeit um die Rechte (von Elementarteilchen), und wenn alles gut geht, verfilmt ein deutsches Enfant Terrible das französische Enfant Terrible Houellebecq. Das wird, sagt Oskar Roehler, der ultimative Film nach einem Wahnsinns-Roman."

GANSERA, Rainer (2001): Was da auf Seite drei über Sex gesagt wird...
Ein Kosmos, der sich aufs Bizarre öffnet - Oskar Roehler im Gespräch über seinen neuen Film "Suck my dick",
in: Süddeutsche Zeitung v. 08.11.

WYDRA, Thilo (2001): "Von der ersten Sekunde an leide ich mit".
Regisseur Oskar Roehler im WELT-Gespräch,
in: Welt
v. 08.11.

ALTHEN, Michael/KILB, Andreas/KÖRTE, Peter (2003): Der lange Weg zum roten Teppich.
Ein Gespräch mit den Regisseuren der deutschen Wettbewerbsbeiträge: Wolfgang Becker, Oskar Roehler und Hans-Christian Schmid übers Filmemachen in Deutschland,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 06.02.

JUNGHÄNEL, Frank (2003): Nur aus Liebe.
Oskar Roehler ist seit zwanzig Jahren bei der Berlinale. Als Zuschauer, als Nachwuchsregisseur, in der Jury. Und jetzt zum ersten Mal im Wettbewerb,
in: Berliner Zeitung v. 06.02.

HERMES, Manfred (2003): "Ich will jedes Jahr einen Film machen".
Die Unmöglichkeit der ewigen Liebe: Oskar Roehlers neuer Film "Der alte Affe Angst" läuft im Wettbewerb. Der Regisseur im Gespräch über Erwartungshaltungen, Humanismus und die Probleme heterosexueller Männer,
in: TAZ Berlin v. 14.02.

Von der Spaßgesellschaft zur Angstgesellschaft?

WESTPHAL, Anke (2004): Leider gibt es keine Voyeure im deutschen Kino.
Oskar Roehler über das deutsche Erbe und seinen Film "Agnes und seine Brüder",
in: Berliner Zeitung v. 13.10.

Oskar ROEHLER, der demnächst den Roman Elementarteilchen von Michel HOUELLEBECQ verfilmt, u.a. über die 68er: "»Agnes und seine Brüder« wird nun unterstellt, ein Bild der Hinterlassenschaften der 68er vermitteln zu wollen. War das Ihr Anliegen?
(...) So objektiv ich auch sein möchte - die Wurzeln meiner Filme liegen nun mal im eigenen Erfahrungsbereich, besonders was die Vaterfiguren anbelangt. Aus den Filmen erfährt man: Die 68-er waren Sadisten. Die Väter haben ihre Kinder indoktriniert und aufgefressen. Die Mütter hatten Besseres zu tun, als sich um ihre Kinder zu kümmern. Der Schriftsteller Hans Magnus Enzenberger und mein Vater (der Lektor Klaus Roehler, d.R.) haben sich noch ewig in großer Runde darüber amüsiert, wie sie ihre Kinder behandelt haben: »Dann haben wir die auf'n Kleiderschrank gesetzt und sind weggegangen!« Ich habe mich beispielsweise mit Felix Ensslin über diese Schlüsselerfahrung des Ausgesetztwerdens und der Würdeverletzung ausgetauscht: Man wurde ja gleich mehrmals gedemütigt - erst als Kind und dann musste man sich als Heranwachsender immer wieder diese gut gelaunt vorgetragenen Anekdoten über einen selbst anhören. Auch deswegen habe ich mich so mit Michel Houllebecqs Roman »Elementarteilchen« identifiziert, den ich gemeinsam mit Bernd Eichinger verfilme. Die Hauptrollen spielen Christian Ulm, Moritz Bleibtreu und Franka Potente.
"

ZANDER, Peter (2004): "Weg mit diesem Betroffenheitskino".
Oskar Roehler über phantasielose Kollegen, mutlose Produzenten, gelenkte Festivals und Rainer Werner Fassbinder,
in: Welt v. 13.10.

KÖRTE, Peter (2006): Der Elementarteilchenbeschleuniger.
Wird das der Höhepunkt der Berlinale? Oskar Roehler hat sich getraut, Michel Houellebecq zu verfilmen,
in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 05.02.

 Elementarteilchen - Der Film

NICODEMUS, Katja (2006): Yoga hat nicht geholfen.
Der Regisseur Oskar Roehler im Gespräch über strapaziösen Sex und seine Verfilmung von Michel Houellebecqs "Elementarteilchen",
in: Die ZEIT Nr.7, Beilage zur Berlinale v. 09.02.

Oskar ROEHLER über Konservatismus:

"Wodurch unterscheiden Sie sich letztlich von Ursula von der Leyen?
           Wir stehen an verschiedenen Fronten. Die Familienministerin tradiert völlig ungebrochen ihre bürgerlichen Werte, während Menschen wie Houellebecq und ich Opfer der Gesellschaft sind. Wir verwalten ja nicht die konservativen Werte. Wir haben sie einfach nie gehabt, genossen oder in Anspruch genommen. Wir sind Außenseiter, die auch gerne ein Familienleben gehabt hätten. Außerdem wünschen wir anderen Leuten insgeheim ähnliche Erfahrungen wie die, die uns selbst zerstört haben (lacht)."

MÜLLER, Katrin Bettina (2006): "Das ist ein Männerfilm".
Oskar Roehler, Regisseur und Drehbuchautor von "Elementarteilchen" (Wettbewerb), über die Erblast der 68er, Identifikation mit seinen Figuren, monströse Mütter und Sexszenen im Swinger-Club,
in: TAZ v. 11.02.

Oskar ROEHLER sieht sich als typischer Vertreter der Single-Generation und als Opfer der 68er-Generation:

"Die Rezeption des Romans geriet in Deutschland in eine Bewegung, der 68er-Generation eine Rechnung für ihren libertären Ideale zu präsentieren. Dabei spielte die Behauptung eine Rolle, dass die folgende Generation dafür bezahlen musste. War das ein Motiv für die Verfilmung?
           Auf jeden Fall. Ich bin auch ein Opfer. (lacht) Sinnlich und hautnah habe ich das erlebt. Es gibt in jedem Leben Initiationspunkte, die das eigene Sozialverhalten bestimmen. In meiner Generation, ich bin 59 geboren, sind eine ganze Menge Leute traumatisiert. Wenn man schlecht drauf ist, macht man den Vorwurf immer wieder seinen Eltern und sagt, das waren alles Arschlöcher. Aber wenn du genauer nachdenkst, findest du ja auch gesellschaftliche Gründe für den Egotrip dieser Generation."

DIEZ, Georg & Thomas HÜETLIN (2011): "Da hilft auch keine Therapie".
Der Filmemacher Oskar Roehler, 52, über seinen Roman "Herkunft", in dem er eine verwahrloste Kindheit in der Nachkriegs-BRD beschreibt, den Narzissmus seiner 68er-Eltern und seine Existenz als Außenseiter,
in: Spiegel Nr.38 v. 19.09.

MEYER, Frank (2011): "Ich habe das Buch ja nicht geschrieben, um mich an meinen Eltern zu rächen".
Oskar Roehler über seinen autobiografischen Roman "Herkunft",
in: DeutschlandRadio v. 20.09.

HENSEL, Jana (2011): Filme interessieren mich nicht.
Oskar Roehler über sein Romandebüt "Herkunft", seine schreckliche Kindheit und die Frage, warum er der beste Regisseur seiner Generation ist,
in: Freitag Nr.39 v. 29.09.

KÖRTE, Peter (2015): Wie ein abgesplitterter Teil des Universums.
Der Regisseur Oskar Roehler hat seinen zweiten Roman geschrieben und ihn auch gleich selbst verfilmt. Im Gespräch erinnert er sich an das West-Berlin der achtziger Jahre, an Punk, Lust am Untergang und Schwimmen im Landwehrkanal,
in:
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 08.03.

 
       
   

Mein Leben als Affenarsch (2015)
Berlin: Ullstein

 
   
     
 

Klappentext

"»Ich gerate so in Rage, dass ich ausschere und erneut in den Landwehrkanal springe. Ich kraule, ja, ich schwimme sogar Butterfly, trotz des Wehrmachtsmantels. Ich spüre, die Wahrheit des Augenblicks besteht darin, dass ich der Ausdruck des gesammelten Wahnsinns von Westberlin bin - das Wahrzeichen sozusagen.«

Berlin in den 80er Jahren, Frontstadt im Spannungsfeld zwischen Paranoia und Stillstand. Graue Hinterhöfe, Kohlgeruch, alte Nazis, neue Bürokraten. Aber auch Größenwahnsinnige am Theater, Exzesse in Kreuzberger Clubruinen, Konzerte wie Alpträume von Maschinenmenschen, Nächte, die nicht enden. Mitten in diesem eingemauerten Flecken Freiheit Robert. Den mageren Körper in einen bodenlangen Wehrmachtsmantel gehüllt, einen Tornister voller Bücher auf dem Rücken, durchmisst er in endlosen Gewaltmärschen die Straßen, angetrieben von Wut und nervöser Energie taucht er ein in den Wahnsinn einer Stadt im Klammergriff von Ost und West. Ein wütender Monolog, brutal komisch und gnadenlos offen. Mit heftigen, unwiderstehlich rhythmisierten Sätzen und in unvergesslichen Bildern erzählt Oskar Roehler vom Berliner Underground."

 
     
 
       
   

Rezensionen

Neu:
LEINEN, Angela (2015): So schmerzhaft verloren,
in: Literaturbeilage der TAZ v. 11.03.

 
       
   

Herkunft (2011)
Berlin: Ullstein

 
   
     
 

Klappentext

"Eine Familie, drei Generationen, die Geschichte der Bundesrepublik: Robert Freytags Großvater Erich, der Kriegsheimkehrer, der seine Frau an eine andere Frau verliert. Roberts Eltern, die Schriftsteller Nora und Rolf, die sich in einer Amour Fou zerfleischen und über ihrem Streben nach Selbstverwirklichung und freier Liebe zugrunde gehen. Robert selbst, der zwischen der Geborgenheit im Haus seiner Großeltern und dem enthemmten Leben der 68er aufwächst, immer auf der Suche nach dem eigenen Glück, das so schwer zu finden ist. Oskar Roehlers Roman ist die Geschichte einer Familie und zugleich ein sehr persönliches Zeitdokument von großer poetischer Kraft."

 
     
 
       
   

Rezensionen

KÖRTE, Peter (2011): Das Logbuch des Entkommenseins.
Oskar Roehler, gefürchtet als Filmregisseur, hat einen autobiographisch geprägten Roman über das Verlassenwerden von den Eltern geschrieben. „Herkunft“, ist ein Wagnis, ein Wahnsinn und das Porträt einer Generation,
in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 04.09.

BÖTTIGER, Helmut (2011): Eine Konfliktlage als Sohn.
Der Regisseur Oskar Roehler hat mit "Herkunft" seinen ersten Roman geschrieben. Dabei handelt es sich um die Beschreibung einer Familie über drei Generationen. Der 52-jährige Filmemacher ist der Sohn von Schriftstellerin Gisela Elsner und Lektor Klaus Roehler,
in: DeutschlandRadio v. 16.09.

KRAUSE, Tilman (2011): Generation Kaputt.
Der Filmregisseur Oskar Roehler, Kind der Gruppe 47, zerstört mit seinem Roman "Herkunft" den Mythos von der ach so anspruchsvollen deutschen Nachkriegsliteratur,
in: Welt v. 17.09.

BEHRENDT, Eva (2011): Albtraumwelt eines Berührten.
Abgrund: Oskar Roehler beschreibt eine beschädigte Jugend: "Herkunft",
in: TAZ v. 17.09.

RADISCH, Iris (2011): Die elementare Struktur der Verwandtschaft.
Seine Majestät, das Ich, hatte viele Jahre die Alleinherrschaft über den deutschen Roman. Nicht nur zu seinem Vorteil. Jetzt kehrt mit aller Macht die Familie zurück. Und der Abschied vom Ich muss niemanden leidtun,
in: Die ZEIT Nr.41 Literaturbeilage v. 06.10.

WESTPHAL, Anke (2011): Die Sprache der Erfahrung.
Drei Generationen, drei Familien und eine Geschichte der Bundesrepublik: Der Regisseur Oskar Roehler erforscht in seinem Roman "Herkunft", wie er wurde, was er heute ist,
in: Berliner Zeitung, Literaturmagazin v. 11.10.

SCHMIDT, Christopher (2011): Im Schoße der Familie.
Die neuen deutschen Romane erzählen von der Sehnsucht nach Herkunft und Heimat,
in: Literaturbeilage der Süddeutschen Zeitung v. 11.10.

 
       
   

Suck my Dick (2001)

 
   
     
 

Pressestimmen zu "Suck my Dick"

"Man scheint in die Gedankenwelt eines Menschen einzutreten, der über Michel Houellebecqs 'Elementarteilchen' eingeschlafen ist und sich nun mit schrecklichen Albträumen quält. Der Film folgt dem Buch in seinem Kerngedanken: daß wir gerade da, wo wir uns am menschlichsten glauben, in der Liebe und in der Kultur, den Tieren am nächsten sind."
(Michael Allmaier in der FAZ vom 08.11.2001)

"In den üblichen Adaptionen des Stoffes befreit sich Jekyll von seinem Doppelgänger, indem er dessen Wildheit als Teil seiner selbst annimmt. Roehlers Jekyll geht es umgekehrt: Er bekommt zurück, was ihm genommen wurde, indem er aufhört, es zu wollen.
Der Film reagiert so auf die Umwertung des Hedonismus. Mr. Hyde empfände man heute nicht mehr als Asozialen, sondern als Leitbild."
(Michael Allmaier in der FAZ vom 08.11.2001)

"Im Doppelgängermotiv stellt sich Roehler in eine Tradition insbesondere der deutschen Filmgeschichte, das bei ihm allerdings eine Umbewertung erfährt. Schlug sich das Kino in den berühmten frühen deutschen Autorenfilmen (...) radikal auf die Seite der Wünsche, begegnet Roehler dem Sujet überraschend versöhnlich. Unvernünftiges Begehren und unversöhnliche Ängste werden in die Schranken verwiesen."
(Veronika Rall in der FR vom 08.11.2001)

 
     
 
       
   

Filmkritiken

STERNEBORG, Anke (2001): Gemächte der Finsternis.
In Oskar Roehlers neuer Groteske "Suck My Dick" verliert Dr. Jekyll sein bestes Stück an Mr. Hyde,
in: Focus Nr.45 v. 05.11.

HAIRAPETIAN, Marc (2001): Schwanz ab, Film tot,
in: Spiegel Online v. 07.11.

ALLMAIER, Michael (2001): Dickhirns Nachtgedanken.
Im Kino: Oskar Roehlers merkwürdige Jekyll-and-Hyde-Groteske "Suck my Dick",
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 08.11.

RALL, Veronika (2001): Genitalteilchen.
Oskar Roehlers Houellebecq-Parodie "Suck My Dick" übt die künstlerische Selbstkastration,
in: Frankfurter Rundschau v. 08.11.

 
   

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© 2002-2015
Bernd Kittlaus
webmaster@single-generation.de Erstellt: 12. November 2001
Stand: 03. Juni 2015