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Die Serie in der
deutschsprachigen Debatte
- GÖTTING,
Markus (2000): Sie behandeln die
Männer als pure Sex-Objekte.
In «Sex
and the City» geben vier
koitus-versessene Single-Frauen
der amerikanischen TV-Gemeinde
den Tarif durch
in: SonntagsZeitung
v. 19.11
- KNECHT,
Doris (2001): Wir sind alle
Pioniere.
Eine
Frau will und soll heutzutage
alles sein: stark, sexy,
selbstbestimmt. Das ist spannend,
aber anstrengend, mit oder ohne
Mann: Wo ist der Katalog mit den
Lebensmustern, nach denen man
sich richten kann?
in:
Das Magazin.
Beilage des Tages-Anzeiger
v. 18.08.
- Inhalt:
Eine
Hymne auf "Sex and
the City" und eine
Kritik
am Bridget-Jones-Film.
KNECHT geht zur
Begründung zurück ins
Jahr 1973 zu Erica Jong
("Furcht vorm
Fliegen"), die nach
KNECHT das Konzept der
Schlampe in die Literatur
eingeführt hat und
landet beim Disput
von Alice SCHWARZER und
Verona FELDBUSCH.
KNECHT stellt die Frage,
wie es einer Frau
gelingen kann, "ein
paar Anteile ernsthaften
Schwarzerismus und ein
paar Anteile fröhliches
Feldbuschoid in der
individuellen
Persönlichkeit
unterzubringen und sich
mit einer Prise der
sexuellen Anarchie von
Erica Jong, einer Portion
der lustvollen
Körperlichkeit von
Madonna,
einer Dosis der
sicherheitsorientierten
Heilsidee von Bridget
Jones und unter Verzicht
auf die gruselige
Realität von «Sexy
Sommer» zu einem
alltagstauglichen Modell
moderner Weiblichkeit zu
formen? Wie und woraus
bastelt man sich eine
robuste, moderne
weibliche Psyche? Wo ist
der Katalog, aus dem man
sich ein modernes
Lebensmuster aussuchen
kann?" Nach Meinung
von KNECHT liefert die
"brauchbarsten und
explizitesten Antworten
auf diese Fragen (...)
momentan die
amerikanische TV-Serie
«Sex and the
City»"
-
JOOP,
Jette (2001): Ledig, weiblich,
neurotisch.
Nach
Ally McBeal kämpfen jetzt im
Kinofilm "Bridget
Jones" und in der TV-Serie
"Sex and the City"
einsame Frauen mit dem
Single-Dasein
in: Welt
am Sonntag
v. 19.08.
- Kommentar:
JOOP
klärt über das
amerikanische
Dating-System auf und
klatscht ein wenig über
BUSHNELL. Ihre Erklärung des Erfolgs der
Fernsehserien über
einsame Karrierefrauen
ist jedoch etwas einseitig.
[
mehr zum Thema
]
- NEUDECKER, Sigrid
(2001): Schaut! Uns! An!
Die
US-Erfolgsserie "Sex and the
City" wird von September an
auch bei uns Frauen unterhalten
und Männern vieles erklären,
was sie bei Frauen noch nie
verstanden haben,
in: Die ZEIT Nr.36 v. 30.08.
- Inhalt:
Sex
and the City
"fußt
auf der progressiven
Annahme, dass Frauen, die
ihren Geschlechtstrieb
eigeninitiativ ausleben
dürfen, nicht gleich
'sexhungrig' sind. Und
dass sie auch ohne
Partnerschaft mit einem
Mann eine gewisse
Existenzberechtigung
haben - ohne als
'beziehungsgestört'
gelten zu müssen",
schreibt NEUDECKER
begeistert.
"Rosamundepilchereske
Blumenwiesen" werden
zwar nicht geboten,
dafür jedoch "ein Ally
McBeal
für
Erwachsene". Nach
Meinung der Autorin ein
Aufklärungsfilm für
Männer.
- HARTMANN,
Elke (2001): Immer nur das Eine.
Eine
erfolgreiche US-Serie soll jetzt
auch hierzulande unbemannte
Frauen in den Dreißigern
trösten,
in: Focus
Nr.36 v. 03.09.
-
SCHIEßl,
Michaela (2001): Der Club der
bösen Mädchen.
In
den USA ist die Comedy-Serie
"Sex and the city"
Kult, demnächst können auch
deutsche Frauen die
Beziehungsabenteuer der vier
libidinösen New Yorkerinnen
verfolgen.
in: Spiegel Nr.36
v. 03.09.
- Inhalt:
"Das
Geheimnis des großen
Erfolgs liegt zum einen
in der gelungenen
Mischung aus Horror und
Humor, Spaß und
Schrecken, Leid und
Leidenschaft. Zum anderen
in der exquisiten
Besetzung und
Rollenverteilung - mit
einer der vier Frauen
will sich jede
Zuschauerin
identifizieren",
schreibt SCHIEßL über
die US-amerikanische
Pay-TV-Serie, die dort
seit 1998 mit Erfolg
läuft und ab 18.
September auf Pro Sieben
zu sehen ist.
Die Vorlage stammt von Candace
BUSHNELL
und ihrer gleichnamige
Kolumne im New Yorker
Observer.
- STURM,
Susanne (2001): Blow Job!
Ob zotig wie
"Sex and the City" oder
frustig wie "Ally
McBeal": Vor allem die
Qualität der Synchronisation
entscheidet bei uns über den
Erfolg von US-Sitcoms,
in: TV
Spielfilm
Nr.19, 8.-21.09.
- Inhalt:
STURM befasst sich mit dem Problem der
Synchronisation von Single-Serien.
Der
Misserfolg von "Seinfeld" und "Friends" in
Deutschland wird der schlechten
Synchronisation zugeschrieben, der Erfolg
von "Ally
McBeal"
dagegen der gelungenen
Übersetzung.
- KÜRTHY,
Ildiko von (2001): Jagd auf
Männchen in Manhattan.
Ahhhmm...
ohmmm... so reden Frauen über
gute Liebhaber. In "Sex and
the City" ziehen jetzt vier
Freundinnen über schlechte her -
und siehe da, der Fernsehabend
hat einen neuen Höhepunkt,
in: Stern
Nr.38 v. 13.09.
- KEGEL,
Sandra (2001): Die Frau von
dreißig Jahren.
Ally McBeal,
der Sex und die Stadt:
Mutmaßungen über eine neue
Condition féminine, die die
Frauenfrage nicht obsolet macht,
aber anders stellt,
in: Frankfurter
Allgemeine Zeitung
v. 15.09.
- Inhalt:
Ein
umfangreicher Essay von
Sandra KEGEL über
die dreißigjährige
ledige Frau in den
Medien.
KEGEL
kann "Sex and the
City" nichts
abgewinnen. Sie sehnt
sich nach AUSTENs
"Emma" zurück,
die sie als Vorgängerin
von Frauenfiguren wie Bridget
Jones
und Ally
McBeal
sieht.
KEGEL sieht zwischen
diesen Frauen nur einen
einzigen Unterschied:
Emma ist zehn Jahre
jünger. Der Grund:
"Die Fragen, die
heute eine
Dreißigjährige
beschäftigen, stellten
sich vor zwei
Jahrhunderten einfach
früher."
- REMMLER,
Alexander (2001): Nur die Liebe
zählt?
Glücklose
Singles sind ein Quotenrenner -
auch in der neuen Kultserie
"Sex and the City",
in: Berliner
Illustrierte Zeitung. Beilage der
Berliner Morgenpost
v. 16.09
- HOPP,
Helge (2001): Spontanes
Knutschen.
Vier
Frauen und ihre Probleme mit den
Männern: US-Erfolgsserie
"Sex and the City" auf
Pro Sieben,
in: Berliner
Zeitung v.
18.09.
- KELLER,
Harald (2001): Carrie und ihre
Freundinnen.
Auf spitzen
Absätzen aufrecht durch New
York: Sarah Jessica Parker in der
Großstadtsatire "Sex and
the City",
in: Frankfurter
Rundschau
v. 18.09.
- WITTSTOCK,
Uwe (2001): Ein Mann, eine Frau,
keine Bettgenossen, ledig,
hetero.
Das
Neueste von der
Geschlechterfront: Die TV-Serie
"Sex and the City"
spielt in Manhattan und feiert
das Leben der Singles,
in: Welt
v. 18.09.
- Kommentar:
WITTSTOCK
konfrontiert anlässlich
des Serienstarts das
"Auslaufmodell
Mann" mit dem
"Jahrhundert der
Frau":
"Was
immer Frauen tun oder
sagen, es gibt ein
positives Image dafür.
Wenn ein Mann Karriere
macht, hält man ihn für
einen Macho; verzichtet
er auf Karriere, um sich
der Familie zu widmen,
belächelt man ihn als
Schwächling; hat er
beides, Karriere und
Familie, bewundern alle
seine Frau, weil die ihm
selbstlos den Rücken
frei hält. Die Frauen
üben inzwischen die
totale Deutungshoheit
über alle sozialen
Images aus."
- WYDRA,
Thilo (2001): Weiblich, ledig, zu
allem entschlossen.
"Sex
and the City", die US-Serie
um vier New Yorker Karrierefrauen
auf Männerjagd, läuft in
Deutschland an,
in: Tagesspiegel
v. 18.09.
- ZYKLA,
Jenni (2001): Sex in
Stöckelschuhen.
Spaßig,
spießig und Feminismus light:
Mit einer neuen Frauen-Sitcom
will Pro 7 "Ally
McBeal" Paroli bieten
("Sex and the City"),
in: TAZ
v. 18.09.
- FUCHS,
Oliver (2001): Die zerbombte
Skyline unserer Träume.
Songverbote,
Plakatwende und sadness in the
city - Der Anschlag traf nicht
nur New York sondern die gesamte
Popkultur ins Herz,
in: Süddeutsche
Zeitung v.
20.09.
- Inhalt:
FUCHS
möchte das Leben der
Menschen im WTC
rekonstruieren:
"Jetzt,
da man immer mehr Details
über den Tod im
flammenden Inferno
erfährt, wäre es in der
Tat interessant, zu
erfahren, wie die
Menschen, die jeden Tag
ins World Trade Center
zur Arbeit gingen, gelebt
haben."
Er greift
dazu auf das
Yuppie-Klischee aus der
Serie "Sex and the
City" zurück, die
dienstags zum ersten Mal
ausgestrahlt worden ist:
"In der
amerikanischen Sitcom
geht es um das amüsant-
turbulente Liebesleben
von Investment-Brokern,
Models und Kreativchefs
in Manhattan. Aufregend
ist aber weniger die
Frage, ob aus dem
jeweiligen One- Night-Stand nun doch noch
eine Beziehung wird,
aufregend ist vor allem
der urbane Chick der
Protagonisten, ihr
unbedingter Wille zum
Stil. Jetzt, da Manhattan
ein Katastrophengebiet
ist, wirkt die Sitcom
eher wie die makabre
Vorstudie zu einem
Horrorfilm."
Für
FUCHS ist das World Trade
Center "nicht nur
ein Finanz- und
Wirtschaftszentrum (...),
sondern auch eine Ikone
westlichen Lifestyles,
ein Glamour-Symbol
(....). Nach Los Angeles
ist New York das
wichtigste Zentrum der
Popkultur, ein
Fluchtpunkt all der
Sehnsüchte, die von der
Popkultur permanent
produziert werden."
- PEITZ,
Christiane (2001): Ally oder Carrie.
Wer ist die
wahre Single-Heldin?,
in: Tagesspiegel
v. 20.09.
- WITZIGMANN,
Max (2001): Killerquoten -
Quotenkiller: Sex and The City,
in:
Welt v.
23.09.
- HEDIGER,
Serge (2001): Einfach nur Sex.
Männer
wollen es. Frauen erst recht. Die
witzige und erfolgreiche
Comedy-Serie "Sex and the
City" räumt mit Vorurteilen
auf,
in: Facts
Nr.42 v. 18.10.
- Inhalt:
HEDIGER
berichtet über den
Erfolg der US-Serie
"Sex and the
City" (SatC) in der
Deutschen Schweiz.
Dort
kann die Serie auf Pro
Sieben empfangen werden.
In der Westschweiz läuft
SatC bereits seit 1999.
Die
Medienwissenschaftlerin
Ursula GANZ-BLÄTTLER
sieht SatC im Kontext
einer "Welle der
nicht mehr ganz jungen
Frauen mit erfülltem
Berufsleben (...), die
ihr Privatleben
thematisieren." Sie
hofft darauf, dass dies
zu "einer Vielfalt
von
Protagonistinnen"
führt, denn bisher
wurden Frauen entweder
als Sekretärin, Opfer
oder Femme fatale
dargestellt.
- HOFFMANN,
Christine (2001): Unbemannte
Rivalinnen.
Die
US-Kult-Comedy "Sex and the
City" macht "Ally
McBeal" Konkurrenz,
in: Berliner
Morgenpost
v. 23.10.
- TOMORROW
(2001): Kult: "Sex and the
City"-Sites.
Die besten
und bösesten Links für Singles:
Alles über die Erfolgsserie
"SatC" im Web - zum
Mitreden und Chatten,
in: Tomorrow
Nr. 24/25 v. 08.11.
- DECKERT,
Marc (2001): Okay, extrem okay.
Bücher,
Filme und die Werbung
beschäftigen sich mit den
30-Jährigen. Die stellen fest:
Wir wollen so bleiben, wie wir
sind,
in:
Süddeutsche Zeitung v. 10.11.
- Inhalt:
DECKERT,
ein Angehöriger der
Generation
Golf,
ist die
"Thirtysomething-Kultur"
in den Medien leid.
Von "Bridget
Jones"
über "Mondscheintarif"
bis zu "Sex and the
City" entsprechen
die 30-Jährigen dem
"Du-Darfst-Margarine-Werbung"-Klischee.
Ihre Protagonistinnen
haben alle moderne Berufe
und sind finanziell
abgesichert.
Auf diesen
Grundvoraussetzungen
basiert die "neue
Kultur der
Selbstvergewisserung",
die Florian
ILLIES
mit seinem neuen Bestseller
"Anleitung zum
Unschuldigsein"
auf den Punkt gebracht
hat. Das ernüchternde
Fazit von DECKERT:
"die Komödien
unserer Generation lösen
die Krisen eines
Lebensalters, von denen
sie angeblich handeln,
überhaupt erst aus: Wenn
so das Dasein als
Erwachsener ist, dann
wären wir nämlich
lieber wieder
jugendlich."
- HACK,
Günter (2001): Das alte
Rein-Raus-Spiel, meine lieben
Droogies!
Günter Hack
guckt Ally McBeal, Sex and the
City und die Tagesthemen,
in: Telepolis
v. 24.11.
- Kommentar:
HACK
begutachtet die
Frauenserien aus einer
Männerperspektive, in
der Sex als Droge
erscheint.
Spätestens
seit Roxy Musics
"Love is a
drug" von 1975 ein
Gemeinplatz...
- HENTSCHEL,
Stefanie (2001): Frauen allein zu
Haus.
Keinen
Mann fürs Leben, aber jede Menge
Sex: Großstadt-Singles sind die
neuen Lieblinge der Popkultur.
Wieso eigentlich?
in: Brigitte
Nr.25 v. 28.11.
- Kommentar:
Warum ist die Serie so
beliebt? HENTSCHEL meint eine Antwort
gefunden zu haben.
[
mehr zum Thema
]
- SCHIPP,
Anke (2001): Fernsehen macht
schön.
Die Serie
"Sex and the City"
liefert ihren Zuschauern ein
komplettes Lifestyle-Paket,
in: Frankfurter
Allgemeine Sonntagszeitung
v.02.12.
- Kommentar:
Während
Stefanie
HENTSCHEL
die Serie in der neuesten
BRIGITTE als
Identitätsstabilisator
für unzufriedene
Paarfrauen und Mütter
einstuft, widmet sich
SCHIPP der Serie
"Sex and the
City" als Serie, die
neue Modetrends setzt.
Gleichzeitig warnt SCHIPP
die deutschen Zuschauer
davor, mit der auf PRO7
gezeigten Mode eine hippe
New Yorker Bar
aufzusuchen, denn diese
ist "von der
vorletzten Saison".
- STREERUWITZ,
Marlene (2001): Frauen stolpern,
Männer schauen.
Wenn das
Warten aufgebraucht ist: Zum
Briefwechsel von Marieluise
Fleißer,
in: Frankfurter
Allgemeine Zeitung
v. 04.12.
- Inhalt:
Marlene STREERUWITZ
beschreibt den Trailer
von "Sex and the
City":
"Die
Lesehilfe (...) steht in
der Tradition der
amerikanischen
Fernsehserie für die
Frau von 26 bis 38 (...).
Sie bleiben immer daddy's
little girl, das immer
noch und immer wieder und
nach noch so vielen
Studienabschlüssen und
Erfolg im Beruf peinliche
Sachen macht. Sie bleibt
immer ein bißchen
peinlich."
- ELFENBEIN,
Stefan (2001): Wenn die Wimpern
klimpern.
Eine
Bustour in New York führt
"Sex and the City"-Fans
an die Original-Schauplätze der
Serie,
in: Berliner
Zeitung v.
18.12.
- ALANYALI,
Iris (2001): Wie wär's mit dir,
mir und deiner Freundin?
Zum Ende der
ersten Staffel: Warum "Sex
and the city" besser ist als
andere Comedy-Serien und
erfolgreicher,
in: Welt
v. 18.12.
- KAHLWEIT,
Cathrin (2001): Wo ist Mr. Big?
Die
amerikanische Erfolgsserie
"Sex and the City"
findet auch in Deutschland
weibliche Fans, die dreckig über
Männer reden,
in: Süddeutsche
Zeitung v.
18.12.
- Inhalt:
ALANYALI
("»Sex and the
City« ist das
postfeministische
»Frühstück bei
Tiffany«") ist mit
der Quote der ersten
Staffel zufrieden ist:
"Die
absolute Freiheit bei
gleichzeitiger Sehnsucht
nach fester Bindung macht
auch den Erfolg der
SaC-Frauen aus - wer
Single ist, sieht viel
mehr fern. Bis zu drei
Millionen schalteten
wöchentlich die zwei
Folgen auf Pro 7
ein."
Für
KAHLWEIT (»Sex and the
City« "spart das
Durchblättern von
Cosmopolitan, Brigitte
und Vogue") ist
dagegen die Quote im
Vergleich mit den USA
unbefriedigend: "In
den USA ist sie neben Ally
McBeal
nach wie vor der absolute
Renner bei
Party-Gesprächen. In
Deutschland steigt die
Quote nur langsam an;
zuletzt lag sie bei 15
Prozent."
KAHLWEIT
sucht deshalb zum einen
nach kulturellen
Unterschieden und zum
anderen nach
innerdeutschen Ursachen,
die dies erklären.
Sie hat eine nicht
repräsentative Umfrage
im privaten Umfeld
gestartet, um dem
typischen SatC-Fan auf
die Spur zu kommen. Ihr
Ergebnis sind 4
Fangruppen:
"junge
Mädchen, die gern
zuschauen, wie erfahrene
Frauen es machen.
Männer, die auf schnelle
Dialoge und schöne Beine
stehen. Frauen jenseits
der 30, die den Mann
fürs Leben gefunden
haben und mit einer
gewissen Abgeklärtheit
daran erinnert werden
wollen, wie es einst war.
Und Frauen um die 30, die
das Wort Torschlusspanik
für eine Erfindung von
Gynäkologen und
Hochzeitsausstattern
halten, die auf
Afterworkpartys tanzen,
Sonntage im Fitness-Club
verbringen und gern auch
mal einen Abend vor der
Glotze verbringen."
- HANFELD, Michael
(2001): Being Mr. Big.
Frauenphantasien? "Sex
and the City" ist ein Film für Männer!,
in: Frankfurter Allgemeine
Zeitung v. 19.12.
- Kommentar:
Was ist das Gute an
"Sex
and the City"?
Alle
können damit zufrieden sein, selbst
Machos! Denn jeder kann aus der Serie das
herausziehen, was seinem Ego das nötige
Selbstwertgefühl verleiht.
HANFELD tut
das stellvertretend für alle Machos, die
den Slogan "Auslaufmodell Mann"
fälschlicherweise auf sich und nicht auf
den Neuen Mann beziehen.
Dieses
Weichei, das früher "Softie"
und heute "Neuer Mann" genannt
wird, ist mittlerweile von zwei Seiten
unter Beschuss geraten.
Zum einen
wird der Softie von Postfeministinnen
verspottet, die einen Mann nur zum
Kinderkriegen und als Ernährer
benötigen.
Andererseits
ist er die Zielscheibe von
Möchtegern-Machos, die sich vor Frauen
ängstigen und deshalb starke Sprüche
wie "Softies haben gute Gespräche
und Machos derweilen Sex" als
Identitätskrücke benötigen.
HANFELD hat
deshalb "Sex and the City" für
diese "armen Machos" unter die
Lupe genommen. Nach dieser Sichtweise,
sehnen sich die weiblichen Akteure nach
nichts anderem als dem starken Mann. Mr.
Right heißt deshalb folgerichtig Mr.
Big.
Psychoanalytikerinnen
wie Maja STORCH schreiben darüber sogar
Bücher wie "Die Sehnsucht der
starken Frau nach dem starken Mann".
Solche
Machos interessiert an SatC - neben den
flotten Dialogen - nur die Frage, ob
Carrie ihren Mr. Big wieder sieht, denn
beide sind wie geschaffen füreinander.
Die Hoffnung auf eine dauerhafte
Paarbeziehung, die Konsequenzen hat,
macht die Serie für diese Männer
erträglich.
HANFELD
klammert sich deshalb an den Satz von
Chris NOTH, der Mr. Big spielt und im
richtigen Leben 46 Jahre geworden ist -
ohne jemals geheiratet zu haben:
"Wir können nicht ewig damit
weitermachen, ins und aus dem Bett zu
hüpfen, ohne Konsequenzen".
Was es mit
den Konsequenzen auf sich hat, das zeigt
das Foto zum Artikel: Chris NOTH mit
einem Baby auf dem Arm! HANFELD hofft auf
das Wunder vom 11. September und darauf,
dass dadurch alles anders wird - auch bei
SatC. Aber SatC wäre dann nicht mehr
SatC, sondern Buddenbrooks für die
Generation Biedermeier.
Noch ein
Nachtrag zu den Softies. Wenn die
Biologen Steven W. GANGESTADT und Randy
THORNHILL mit ihrer These Recht hätten,
dass sich die Vorlieben von Frauen je
nach fruchtbaren bzw. unfruchtbaren Tagen
ändern, dann wären
Softies die
geborenen Swinging Singles,
denn Frauen
interessieren sich nur an den
unfruchtbaren Tagen für Softies. Sex
ohne Folgen und das ohne auf Verhütung
achten zu müssen. Ein Jungmännertraum
würde endlich wahr! Aber verlassen
sollte man sich darauf besser nicht, denn
Theorien stellen sich des öfteren im
Nachhinein als falsch heraus und bisher
hat noch niemand einen Forscher
erfolgreich auf Unterhalt verklagt.
(siehe Heidi NIEMANN in der Frankfurter
Rundschau vom 17.12.2001 "Mal
ist der sanfte Versorger, mal der Macho
mit starken Genen gefragt")
-
RÜB, Matthias (2002): Finale Körperflüssigkeit: Tränen,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 24.02.
- HERRMANN, Ulrike
(2002): Konkurrenz um den Platzhirsch.
Sex and the City: Der weibliche Single und das Erbe
der Emanzipation,
in: Zeitzeichen. Evangelische Kommentare zu
Religion und Gesellschaft, Nr.3, März,
S.33-35
- KEIL, Christopher
(2002): Der Single.
"Sex and the City" kehrt zu Pro Sieben zurück. Eine Begegnung mit
Darren Star, dem Produzenten der Serie,
in: Süddeutsche Zeitung v. 31.08.
- Inhalt:
Darren STAR hat nach der High School-Serie "Beverly
Hills 90210" und der Twentysomething-Serie "Melrose Place"
mit
"Sex and the City" das Lebensgefühl der Thirtysomething zum Thema
gemacht:
"Die
triebgesteuerte Singlewelt von New Yorker Westside-Frauen zwischen
experimenteller Orgasmusphantasie, tragischen One Night Stands und
melancholischer Beziehungssehnsucht"
In
den ersten beiden Staffeln ging es dabei um den
"postmodernen Feminismus einer Zeit, die Monica Lewinsky auf den
Titel von Vanity Fair hob und Political Correctness durch Hedonismus
ersetzte".
In
Zukunft werden die Protagonisten laut KEIL endlich erwachsen, d.h.
es geht um Heiraten und Kinderkriegen:
"Das
heißt nicht, dass sich Sex and the City in Die Waltons verwandelt.
Doch wenn bislang die intelligent frivolen Dialoge, die wunderbar
fotografierte Inszenierung und die detailgerechte Darstellung der
Charaktere herausgehoben worden sind, dann ist die weitere
Entwicklung grandios, weil sie die Figuren nicht auf ein
Rollenverhalten festlegt. Karriere wird wichtig, Charlotte will
heiraten, Miranda bekommt ein Baby, Carrie denkt über feste
Beziehungen nach – also über das, worüber eine Frau Mitte 30 nie
nachdenken dürfte."
- BUCHNER, Kathrin (2002): Babyalarm in
der City.
"Sex and the City", unsere liebste TV-Serie, kommt wieder. Doch
nichts ist mehr, wie es war. Unsere Heldinnen sind schwanger und/oder
heiraten. Gedanken eines Fans in der Krise,
in: Marie Claire Nr.9, September
-
KEIL, Christopher (2002): Der Single.
"Sex and the City" kehrt zu Pro Sieben zurück.
Eine Begegnung mit Darren Star, dem Produzenten der
Serie,
in: Süddeutsche Zeitung v. 31.08.
- Inhalt:
Darren STAR hat nach der High
School-Serie "Beverly Hills 90210" und der
Twentysomething-Serie "Melrose Place" mit
"Sex and the City" das Lebensgefühl der
Thirtysomething zum Thema gemacht:
"Die
triebgesteuerte Singlewelt von New Yorker
Westside-Frauen zwischen experimenteller
Orgasmusphantasie, tragischen One Night Stands und
melancholischer Beziehungssehnsucht"
In
den ersten beiden Staffeln ging es dabei um den
"postmodernen Feminismus einer Zeit, die Monica
Lewinsky auf den Titel von Vanity Fair hob und
Political Correctness durch Hedonismus ersetzte".
In
Zukunft werden die Protagonisten laut KEIL endlich
erwachsen, d.h. es geht um Heiraten und
Kinderkriegen:
"Das
heißt nicht, dass sich Sex and the City in Die
Waltons verwandelt. Doch wenn bislang die
intelligent frivolen Dialoge, die wunderbar
fotografierte Inszenierung und die detailgerechte
Darstellung der Charaktere herausgehoben worden
sind, dann ist die weitere Entwicklung grandios,
weil sie die Figuren nicht auf ein Rollenverhalten
festlegt. Karriere wird wichtig, Charlotte will
heiraten, Miranda bekommt ein Baby, Carrie denkt
über feste Beziehungen nach – also über das,
worüber eine Frau Mitte 30 nie nachdenken dürfte."
-
BUCHNER, Kathrin (2002): Babyalarm in
der City.
"Sex and the City", unsere liebste TV-Serie, kommt wieder. Doch
nichts ist mehr, wie es war. Unsere Heldinnen sind schwanger und/oder
heiraten. Gedanken eines Fans in der Krise,
in: Marie Claire Nr.9, September
- Inhalt:
Der unverheiratete und kinderlose weibliche Yuppie,
Anfang 30 und in der Medienbranche beschäftigt, ist angesichts der
Heirat von
"Sex and the City"-Erfinderin Candace BUSHNELL und der
Schwangerschaft von
SatC-Hauptdarstellerin Sarah Jessica PARKER in der Krise!
Und
die US-amerikanische Kampagne gegen späte Mutterschaft (siehe
NEWSWEEK-Titelgschichte "The Truth about Fertility" vom 27.08.2001
und
TIME-Titelgeschichte vom 15.04.2002) tut ihr übriges:
"Mit
28 nimmt die Fruchtbarkeit ab, habe ich gelesen. Mit 30 ist sie nur
noch zu zwei Dritteln vorhanden. Ab 35 fällt sie auf 50 Prozent. Bei
über 40-Jährigen schrumpft die Wahrscheinlichkeit, schwanger zu
werden, schwanger zu werden, auf zwei Prozent. Den Amerikanerinnen
wird ihr biologisches Verfallsdatum derzeit mittels Kampagne der
American Society for Reproductive Medicine eingehämmert. Das Poster
mit der Babyflasche in Form eines Ziffernblattes findet sich in
jeder gynäkologischen Praxis. Es will uns sagen: Deine Eierstöcke
altern schneller als du!"
Was
tun, wenn das psychische Reifestadium dem der Geschlechtsorgane weit
hinterher hinkt?
BUCHNER will weder als 40jährige dem
"Club der kinderlosen, aber erfolgreichen Frustfregatten" angehören,
noch den erstbesten Mann zum Vater machen:
"ist
er überhaupt der Richtige? Und verwechselt er, der nur unregelmäßig
mit Aufträgen versehene Werbetexter, das Kinderaufziehen nicht mit
einer zwölfstündigen Legoland-Spielidylle? Statt Existenzangst
Flucht ins Hausmannsdasein? Werde ich rechtzeitig einen anderen
Samenspender finden, wenn ich ihn ziehen lasse? Werde ich für immer
allein bleiben?"
Als
Ausweg bleibt nur die Verdrängung.
Was bei BUCHNER fast eine Sinnkrise auslöst, das begrüßt dagegen
die Süddeutsche Zeitung
vom 31.08.2002
-
NEUDECKER, Sigrid (2004): Die Masche mit dem Missverständnis.
"Sex and the City" kommt wieder. Mit Sarah Jessica Parker. Und
die Zuschauerinnen fragen, wie alles ausgeht,
in: Tagesspiegel v. 15.02.
- Inhalt:
NEUDECKER versucht die Männer als Zielgruppe
für die Serie zu gewinnen:
"Carrie
und ihren Freundinnen bei der wöchentlichen Erörterung ihrer
Beziehungsprobleme zu lauschen, das sollte für Männer das sein,
was für Frauen eine versteckte Kamera in einer Männerrunde wäre:
die wunderbare Gelegenheit, etwas aus einem Lebensbereich zu
erfahren, zu dem man für gewöhnlich keinen Zutritt hat."
Außerdem erfahren wir, dass
für den Schluss drei Versionen gedreht worden sind.
-
KEEVE, Viola (2004): Im Reich der lila Hasendildos.
Babydoll, Baguette-Tasche
und ein Paar Manolos: Nie zuvor war eine TV-Serie so durchgestylt -
und stilprägend wie "Sex and the City". Am Dienstag beginnt die
letzte Staffel. Aber was machen wir danach?
in: Welt am Sonntag v. 15.02.
- Inhalt:
Für KEEVE ist SatC nichts anderes als "ein
lebendig gewordenes Modemagazin, eine »Vogue« mit Dialog."
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BAHNERS, Patrick (2004): "Sex and the City".
Es kann nur einen geben,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 17.02.
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KEIL, Christopher (2004): Körperwelten.
"Sex and the City" (Pro Sieben): Die letzte Staffel,
in: Süddeutsche Zeitung v. 17.02.
- Kommentar:
"Man
wird nichts vermissen müssen in den verbleibenden 20 Episoden. Es
wird gestorben, gehochzeitet und verlassen. Was nun fehlt, ist
eine Serie für die 40-Jährigen, die an der Ehe, ihrer Karriere und
sich selbst gescheitert sind. Das Ende von Sex and the City ist
ein Anfang",
meint KEIL.
Man wird erst recht nichts
vermissen, wenn dereinst die greisenhafte SZ ausstirbt...
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ODOI, Ekua (2004): Comeback und Aus.
"Sex and the City" ist
wieder da. Mit einer neuen, allerdings der letzten Staffel. Weil man
aufhören soll, wenn es am schönsten ist (Pro7, 21.15 Uhr),
in: TAZ v. 17.02.
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OSWALD, Andreas (2004):Sex? Hat seinen
Preis.
Nur für Männer: Warum es gut ist, wenn Frauen lästern,
in: Tagesspiegel v. 17.02.
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SEZGIN, Hilal (2004): Stilettos,
in: Frankfurter Rundschau v. 19.02.
- Kommentar:
Hilal SEZGIN, die sich bereits im
»Kursbuch: Die 30-Jährigen«
über den Unterschied von 0 und 1 keinen so richtigen Reim machen
konnte, scheitert selbst bei der gönnerhaften Suche nach dem
Revolutionären bei "Sex and the City":
"Wie
schaffen die vier Frauen es, ihren tollen Berufen nachzugehen, wenn
sie jeden Abend in einer Bar versuchen, jemand aufzureißen?"
- SCHRÖTER, Juliane (2004): Die Freundschaft
der Frauen ist wichtiger,
Warum „Sex and the City“ tatsächlich gesehen wird: Die Serie im
Praxistest ihrer Zuschauerinnen,
in: Tagesspiegel 20.09.
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Neu:
BUHR, Elke (2004): Carrie geht nach
Hause.
Zum Ende von "Sex & the City",
in: Frankfurter Rundschau v. 14.12.
- Inhalt:
Popmutter
Elke BUHR erläutert nochmals
den Wandel der Serie, die das Ende der Single-Ära längst
eingeholt hat. Was bleibt ist deshalb nur Katerstimmung:
"Carrie und Co standen, wie
auch Ally McBeal, für eine Art postfeministisches
Weiblichkeitsmodell: Selbstbewusst, aber trotzdem sexy,
Intelligent und fordernd, aber trotzdem unvergleichlich
weiblich. Doch lässt der Prosecco-Rausch nach, dann sieht
man nur noch einen Haufen diätgedörrter Fashion-Victims".
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HANFELD, Michael (2004): Es gab nur eine große Liebe,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 14.12.
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KAHLWEIT, Cathrin (2004): "Sex and the City" ist am Ende.
Theoretisch und praktisch ist das Leben von Carrie,
Miranda, Charlotte und Samantha nicht für normalsterbliche
Frauen gemacht. Und trotzdem ist diese Saga zu einem
riesigen Wirtschaftsfaktor geworden,
in: Süddeutsche Zeitung v. 14.12.
- SCHRIMM, Eike (2004): Ein
Sucht-Bekenntnis.
94-Mal haben Carrie, Charlotte, Miranda und Samantha
gezeigt, wie schön einfach das Leben ist: Jeder hat sein
Glück in den Händen und wenn es ein Fendi-Täschchen ist,
in: Süddeutsche Zeitung v. 14.12.
- BERNARD, Andreas (2004):
Libertinage als Missverständnis.
Letztes Mal: "Sex and the City",
in: Süddeutsche Zeitung v. 14.12.
- KOTSCH, Ralph (2004): Reden über
Potenzprobleme.
"Sex and the City" war ein unterhaltsames Stück
Fernsehen. Mehr nicht,
in: Berliner Zeitung v. 14.12.
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