"Die
Frankfurter »Tatort«-Kommissare Charlotte Sänger und
Fritz Dellwo werden in ihrem neusten Fall mit den
Themen des Altwerdens und der Einsamkeit
konfrontiert: Eine alte Frau wird tot in ihrer
Wohnung gefunden. Das einsame, aber natürliche Ende
eines Menschenlebens? Oder ein Gewaltverbrechen?
Obwohl äußerliche Hinweise fehlen, stellt die
Gerichtsmedizin fest, dass die alte Frau tatsächlich
ermordet wurde. Ihr Erspartes, das sie in ihrer
Wohnung versteckt hatte, ist verschwunden.
Dellwo und Sänger nehmen sich der Sache an und
stoßen bei ihren Recherchen auf eine ganze Serie
rätselhafter Todesfälle älterer Damen im
Bahnhofsviertel. Sie alle sind angeblich an
Herzversagen gestorben. Und sie alle haben kurz vor
ihrem Tod ihre Ersparnisse von der Bank geholt. Die
Polizei nimmt einen Junkie aus dem Bahnhofsviertel
als möglichen Täter fest. Für Sänger und Dellwo hat
sich der Fall damit aber nicht erledigt. Sie wundern
sich, dass bei allen Opfern Kleidungsstücke eines
bestimmten Frankfurter Pelz-Händlers gefunden
wurden."
Pressestimmen
"Der einzige
Moment, in dem Kollege Dellwo (Jörg Schüttauf) über
die Stränge schlägt und harmlose Leute anschnauzt,
weil sie in der Anonymität der Großstadt die arme,
alte Frau auf dem Foto nicht erkennen (das kann man
brauchen, in der Supermarktschlange), dieser Moment
wird rührend aufgelöst und damit geschickt zu
Gunsten dieses Tatorts umgewandelt.
Es geht also diesmal um alte Frauen und dass sie
leicht nicht nur unbemerkt sterben - elf Monate saß
die Tote in ihrem Sessel, bevor Herr Dellwo durch
Zufall in ihre Wohnung geriet -, sondern gar
unbemerkt ermordet werden können."
(Judith von Sternburg in der
Frankfurter Rundschau vom 16.10.2004)