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Camille de Toledo: Goodbye Tristesse

 
       
     
       
     
       
   

Camille de Toledo in seiner eigenen Schreibe

 
   
  • fehlt noch
 
       
   

Camille de Toledo: Porträts und Gespräche

 
   
  • STOLZ, Matthias (2005): Von oben für unten.
    Er entstammt einer der reichsten Familien Frankreichs – und wütet gegen den Kapitalismus. Taugt Camille de Toledo zur Leitfigur einer linken Revolte?
    in: Die ZEIT Nr.41 v. 06.10.

  • FÖRSTER, Jochen (2005): "Kapitalismus ist nicht genug".
    Der französische Autor und Philosoph Camille de Toledo über die Atemnot in der globalisierten Welt, die Neugewinnung der Unschuld und sein Buch "Goodbye Tristesse", dem er nun einen Roman über Paris, Texas, und Nastassja Kinski folgen ließ,
    in: TAZ v. 21.10.

Neu:
WÜLLENKEMPER, Cornelius (2005): Augenblick der Eleganz.
Der Kultautor Camille de Toledo über Kapitalismus und Schreiben,
in: Frankfurter Rundschau v. 24.11.

Das Buch Goodbye Tristesse von Camille de TOLEDO ist vom stilbewussten Zonenkind Jana HENSEL ins Deutsche übertragen worden. Nun tingelt der Autor durch die Mitte-Medien als ideale Projektionsfläche für rebellisch-denkende Globalisierungsromantiker:

"Sie sprechen von einem individuellen Protest des Ichs (...). Brauchen wir eine Revolte?
          
Wenn bisher nichts passiert ist, dann nur deswegen, weil unsere Demokratien wie erstarrt sind zwischen dem Zwang der Erinnerung und den großen Worten wie Frieden, Dialog, Kompromiss, etc... Dabei gäbe die Verteilung des Reichtums oder die Selbstgenügsamkeit der politischen Eliten genug Anlass zur Revolte. Die aktuellen Aufstände in den französischen Vorstädten sind absolut berechtigt. Sie sind der Ausdruck der sozialen und demokratischen Gewalt des Volkes."

Das ist ist genial dagegen, mehr aber auch nicht...

 
       
   

Goodbye Tristesse (2005).
Bekenntnisse eines unbequemen Zeitgenossen

Köln:
Tropenverlag

 
   
     
 

Klappentext

"Goodbye Tristesse ist ein leidenschaftliches Pamphlet über da Leben in den Zeiten der Globalisierung, die jede Form der Rebellion zu einem Teil des Marktes hat werden lassen.

Wie kann es sein, daß uns heute der Kauf eines neuen Billy-Regals mehr beschäftigt als die richtige Lebenseinstellung? Diese Frage stellt Camille de Toledo angesichts der allgemein vorherrschenden gesellschaftlichen Gleichgültigkeit. Für ihn kann einzig der Abschied vom Zynismus, hin zu einer neuen Form politischer Unschuld, die das Wagnis eines aufrichtigen Widerstands gegen die Zwänge des Kapitalismus eingeht. Dabei verknüpft er klug die verschiedensten Ansätze der letzten Jahre von Francis Fukuyama über Jean-Luc Godard bis Naomi Klein. Das Ergebnis ist ein hellwaches und unvergleichlich leidenschaftliches Buch, das über seine gesellschaftliche Analyse hinaus einen neuen Mut politischen Handelns, eine «Romantik der offenen Augen« einfordert und seine Leser mit verändertem Blick in die zu verändernde Welt entläßt.

Camille de Toledo gelingt mit seinem wütenden Buch die scharfsinnige Analyse einer Generation, die zwischen Mauerfall und Einsturz der Zwillingstürme aufgewachsen ist. Für diese Generation scheint gesellschaftlicher Widerstand aufgrund politischer, medialer und kommerzieller Vereinnahmung von vornherein unmöglich.

 
     
 
       
   

Rezensionen

HOLERT, Tom (2005): Popkultur und Politik.
Posieren, Fälschen und das Bohren dicker Bretter
Taugt die Jugendkultur noch als Widerstands-Reservoir?

in: Literaturen, Oktober

Tom HOLERT bespricht zwei Romane von Mathias FALDBAKKEN und die Sachbücher Goodbye Tristesse von Camille de TOLEDO, Fake for Real von Judith MAIR & Silke BECKER und Konsumrebellen von Joseph HEATH & Andrew POTTER.

GEER, Nadja (2005): Romantik (II).
Camille de Toledo will mit eher unbestimmter Dialektik provozieren und nimmt mit seinem Buch "Goodbye Tristesse" die Generation Attac ins Visier,
in: Literaturbeilage der TAZ v. 19.10.

Nadja GEER ordnet das Buch von TOLEDO bei den Generationenbüchern ein:

"Selbststilisierung ist die Strategie, mit der Generationsbücher arbeiten. Ob jetzt die »Zonenkinder« (Jana Hensel hat Toledos Buch ins Deutsche übersetzt), die »Generation Golf« oder die von Toledo anvisierte Generation Attac - stets werden subjektive intellektuelle und emotionale Erfahrungen hochgerechnet und als Lebensbild einer größeren Anzahl von Menschen ausgegeben. Heraus kommt oft eine geschmäcklerische Mischung aus Zeitgeist und subjektiver Reflexion"

Den Umschlagspunkt seines Buches sieht sie in seiner Subversionsstrategie für das 21. Jahrhundert, die er als "Romantik der offenen Augen" bezeichnet:

"Genau hier kippt die bis dato lesenswerte Theorie-Rückschau um in reine Dampfplauderei. Toledo hat sich mit seiner Neoromantik eine kitschige Widerstandsfantasie ausgedacht, die in der Lobpreisung der »Eleganz« kulminiert und letztendlich nur eines deutlich werden lässt: den erneuten Umschlag von Politik in Pop."

THIEDE, Roger (2005): "Goodbye Tristesse" - die provokante Beichte des Pariser Szene-Autors Camille de Toledo gibt's jetzt auf Deutsch,
in: Focus Nr.45 v. 07.11.

SEIDL, Claudius (2005): Krankheit der Jugend.
Camille de Toledo sucht Therapien für seinen Globalisierungsweltschmerz,
in: Literaturbeilage der Frankfurter Allgemeinen Zeitung v. 25.11.

Für Onkel Claudius ist Camille de Toledos Buch Ausdruck pubertären Weltschmerzes, d.h. es kann unter die Popliteratur in die Literaturgeschichte eingereiht werden. Erklärungsbedürftig ist für ihn nur das Interesse an TOLEDO:

"Daß Frankreich sich so sehr für diesen Autor interessierte, lag nicht bloß daran, wie heftig Toledo an der Welt litt und noch immer leidet. Es lag auch am Nachwort, in welchem sich der junge Mann (...) als den mißratenen Sohn einer prominenten Industriellenfamilie vorstellte, und weil der Text andauern schillert zwischen Pamphlet, Theorie und Autobiographie, mobilisiert er naturgemäß auch voyeuristische Instinkte, womit Toledo sich nicht unbedingt immer einen Gefallen tut. Von seinem tief empfundenen Leiden am herrschenden System, so möchte man ihm immer wieder raten, soll er, der verwöhnte Sohn reicher Eltern, doch mal jenen Leuten berichten, deren Problem mit dem Kapitalismus eher darin besteht, daß sei keine bezahlte Arbeit haben oder der Lohn nicht für die Miete reicht."  

 
       
   

Archimondain Jolipunk (2002).
Confessions d'un jeune homme contretemps

Paris: Calmann-Lévy

 
   
     
 

Pressestimmen

"»Ich bin ein Asthmatiker der Seele. Ich will damit sagen, dass mir die Epoche Atembeschwerden bereitet.« So beginnt der Roman Confessions d’un jeune homme à contretemps. (»Beichte eines jungen, unzeitgemäßen Mannes«) Diesen Untertitel hat Camille de Toledo für sein erstes Werk Archimondain Jolipunk gewählt, das zwischen Autobiografie und Essay schwankt."
(Florence Raynal in Label France, Juli 2003)

"Das Buch (...) zeichnet das Porträt einer Generation, die nach dem Fall der Mauer in eine alternativlose und antiutopische Welt hineinwuchs".
(Richard Kämmerlings in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 09.05.2005)

 
     
 
       
   

Rezensionen

CHÉREL, Guillaume (2002): Faux mondain ou vrai révolutionnaire?
in: L'Humanité v. 12.12.

 
   

Das Buch in der Debatte

RAYNAL, Florence (2003): Die Zurückgezogenheit eines Kindes des Jahrhunderts,
in: Label France Nr.51, Juli

KÄMMERLINGS, Richard (20059: Eisvögel der Revolution.
Die Zeichen stehen auf Sturm: Über die neue Lust am Aufstand,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 09.05.

 
   

weiterführende Links

 
     
   
 
   

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© 2002-2015
Bernd Kittlaus
webmaster@single-generation.de Erstellt: 09. Mai 2005
Stand: 08. Mai 2015