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Corinne Maier: Bonjour Paresse - Die Entdeckung der Faulheit

 
       
     
       
     
       
   

Corinne Maier in ihrer eigenen Schreibe

 
   
fehlt noch
 
       
   

Corinne Maier im Gespräch

 
   

ENCKE, Julia (2005): So demütigen Sie Ihren Arbeitgeber.
...und werden auch noch glücklich dabei! Die Französin Corinne Maier und ihr überaus lesenswertes Skandalbuch "Die Entdeckung der Faulheit". Ein Besuch,
in: Süddeutsche Zeitung v. 05.02.

 
       
   

Die Entdeckung der Faulheit (2005).
Von der Kunst, bei der Arbeit möglichst wenig zu tun
München: Goldmann

 
   
     
 

Klappentext

"Dolce Vita am Arbeitsplatz: das Kultbuch über die Kunst des Nichtstuns im Büro.

Wer arbeitet, macht einen Fehler, behauptet die französische Bestsellerautorin Corinne Maier, die mit ihrem Buch »Bonjour paresse« die Grande Nation in Aufruhr versetzte. Nichts ist heute mehr sicher und selbstverständlich, der Job nicht, die Karriere nicht, und die Rente schon gar nicht. Warum sollte man sich also für seine Firma krumm legen? Corinne Maier, selbst leitende Angestellte beim staatlichen Energiekonzern EDF (Electricité de France), rät in ihrer pointierten Polemik deshalb zur »aktiven Distanzierung« im Arbeitsleben. Innerhalb seines Unternehmens suche man sich möglichst eine Nische, um mit geringstmöglichem Einsatz und ohne Risiko durch den Büroalltag zu kommen. Laut Umfrage haben sich bereits 17 Prozent der Franzosen diesem subversiven Aufruf zu Individualismus und Ineffizienz angeschlossen."

 
     
 
       
   

Rezensionen

Gunnar LÜTZOW kann in Corinne MAIERs Bestseller Die Entdeckung der Faulheit nur Zynismus entdecken. Die Zeiten sind härter und Gruppen wie die Glücklichen Arbeitslosen sind genauso wenig weiterführend. Wie sieht also der neue Widerstand aus?

"Die jüngste Formation prekärer Protestierer nennt sich nämlich »Die Überflüssigen«. Sie demonstrieren, besetzen Arbeitsämter und schauen auch schon mal uneingeladen in den Treffpunkten der neuen besseren Berliner Gesellschaft nach, wer denn eigentlich diejenigen sind, die in Talkshows und Kommissionen über die Forderungs- und Förderungswürdigkeit vermeintlich »Fauler« schwadronieren. Das ist ein gefährlicher und ziemlich dreckiger Job, aber irgendwer muss ihn ja machen."

(Peter GLOTZ würde das als Werk der neuen Frühsozialisten einordnen.)

  • Neu:
    MEISTER, Martina (2005): Schaltet den Bildschirmschoner an!
    Corinne Maier und Tom Hodgkinson empfehlen den Angestellten von heute mehr Faulheit - als Subversion. Sie verschweigen allerdings, dass Nichtstun seinen Preis hat. Über einige neue Imperative der Lifestyle-Publizistik,
    in: Literaturen Nr.5, Mai

 
       
   

Bonjour Paresse (2004).
De l'art et de la nécéssité d'en faire le moins possible en entreprise
Paris: Editions Michalon

 
   
     
 

Pressestimmen

"Die New York Times widmete ihr die Seite eins, die Financial Times meinte, Bonjour Paresse habe auf die höheren Angestellten dieselbe Wirkung, wie einst das Kommunistische Manifest auf das Proletariat."
(Lutz Krusche in der Berliner Zeitung vom 05.10.2004)

"Kurz, es ist genau das Porträt des unglücksseligen Büroarbeiters, das Michel Houllebecq bereits vor zehn Jahren in seinem Roman Ausweitung der Kampfzone gezeichnet hatte. Doch Maier rät ihren Lesern und Patienten (denn sie versteht ihr Buch durchaus als Therapie) nicht unbedingt zur sexuellen Ausschweifung, sondern zur stillen Revolte"
(Martina Meister in der Frankfurter Rundschau vom 15.10.2004)

"Corinne Maier bekämpft vor allem eine überkommene Leistungsrhetorik: Je weniger Arbeit es gibt, je humaner und regulierter sie geworden ist, desto größer scheint die Notwendigkeit, unablässig von ihrer zentralen Rolle im Leben zu reden und einen unerträglichen Unternehmensberaterjargon daherzuplappern."
(Nils Minkmar in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung vom 17.10.2004)

 
     
 
       
   

Das Buch in der Debatte

WÜPPER, Gesche (2004): Die Kunst des Faulseins.
Ein französischer Bestseller enttarnt das Arbeitsethos in großen Konzernen,
in: Welt v. 23.08.

KRUSCHE, Lutz (2004): Das Hohelied der Faulheit.
Frankreich diskutiert ein neues Kultbuch übers Nichtstun,
in: Berliner Zeitung v. 05.10.

MEISTER, Martina (2004): Bonjour Paresse.
Frankreich auf der Suche nach der verlorenen Faulheit,
in: Frankfurter Rundschau v. 15.10.

Martina Meister geht u.a. der Frage nach, ob es in Frankreich und Deutschland unterschiedliche Arbeitsethiken gibt: "Eine mögliche Erklärung für das Auseinanderdriften in Faulheitsapologeten einerseits und Stehaufmännchen des Neoliberalismus andererseits gibt der französische Sozialwissenschaftlicher Patrick Fridenson: Im katholischen Frankreich sei Arbeit im Gegensatz zu protestantischen Ländern immer als Bestrafung empfunden worden. Die katholische Kirche habe sogar eine Schlüsselrolle gespielt beim Kampf der Arbeiter um mehr Freizeit. In protestantischen Ländern hingegen habe man Arbeit als etwas begriffen, durch das sich das Individuum notwendig selbst erst erschafft.
Dem widerspricht die
Berliner Initiative der Glücklichen Arbeitslosen, die ganz ungermanisch einen antikapitalistischen Optimismus propagiert. Nur: Gegründet hat sie ein Franzose. Vielleicht ist es auch nur die deutsche Fähigkeit zum Selbstmitleid und die Liebe zum Lamento, weshalb wir uns so perfekt in die Rolle der Opfer des Neoliberalismus einfinden und weitere Opfer bringen wollen. Eine andere Option ist, die Revolution nur noch zu simulieren. Ganz à la française."

MINKMAR, Nils (2004): Paradies der Angestellten.
Wer arbeitet, sagt der französische Bestseller "Bonjour Paresse", ist blöd. Im Büro soll man sich amüsieren,
in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 17.10.

 
   

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Update: 25. Mai 2015