[ Singles in Frankreich ] [ News ] [ Homepage ]

 
       
   

Guy Debord: Die Gesellschaft des Spektakels

 
       
     
       
     
       
   

Die Gesellschaft des Spektakels (1978).
Enquête sur les nouveaux réactionnaires
Hamburg: Edition Nautilis
(Wiederveröffentlichung Edition Tiamat 1996)

 
   
     
 

Guy Debord in der Debatte

"Der Gruppe »Sozialsimus oder Barbarei« nahe stehend, einer trotzkistischen Splittervereinigung, der damals auch Jean-François Lyotard angehörte, wurde Debord (...) schnell zum Außenseiter, der totalitaristische Ideologien als Spektakel verstand und Systeme aller Art ablehnte. Das ließ ihn früh zum Stalin-Gegner und Maokritiker werden."
(Hans-Peter Kunisch in der Süddeutschen Zeitung vom 14.07.2001)

"Sein Hauptwerk Die Gesellschaft des Spektakels (1967) liest und kennt kaum mehr jemand, aber überall ist permanent und mit Verweis auf Debord von »Spektakelgesellschaft«, »Spaßgesellschaft«, »Kultur- und Theaterspektakeln« die Rede. Dem Subversiven seines Denkens wurde der Stachel gezogen".
(Rudolf Walther in der Frankfurter Rundschau vom 03.06.2002)

"Mit den Zigarettenkippen und Rotweinflecken einer Bar mitten im Pariser Quartier Saint-Germain wurden die flüchtigen Spuren weggewischt, die uns den Weg in den nächtlichen Kern der letzten Avantgarde weisen könnten: In der Bar «Chez Moineau» nämlich versammelte sich zu Beginn der fünfziger Jahre eine Gruppe von wütigen und lebensmüden Rebellen, die später als «Situationisten» berüchtigt und als Auslöser von «1968» berühmt werden sollten. Die Kunst sollte nicht mehr wie bei den Surrealisten in den Dienst der Revolution gestellt werden, sondern die Revolution der Gesellschaft sollte zur Kunst werden. Die neue Poesie des Alltags sollte von allen geschaffen werden. Das Vorbild war «die grosse Fete» der Pariser Kommune von 1870 (...). Sie hatten sich geschworen, sich nicht von der Gesellschaft des Spektakels vereinnahmen zu lassen, und glänzten dermassen in der Kunst der Verweigerung, dass die seit einigen Jahren dutzendweise publizierten Studien, Biographien, Spezialnummern von französischen Zeitschriften und Dokumentationen je und je daran scheitern, das Phänomen Situationismus, das «Phantom Avantgarde» wirklich in den Griff zu bekommen."
(Stefan Zweifel in der Neuen Zürcher Zeitung vom 03.05.2003)

Die Gesellschaft des Spektakels in der Debatte

"Für Debord war die Gesellschaft des Spektakels die moderne Gesellschaft schlechthin, in keiner Hinsicht natürlich, ein interessenbestimmtes Konstrukt, aber dessen ungeachtet unveränderlich vollständig:»Realität erhebt sich mit dem Spektakel, und das Spektakel ist real«."
(Greil Marcus "Lipstick Traces", 1996, S.103)

 
     
 
       
   

Die Gesellschaft des Spektakels in der Debatte

MARCUS, Greil - Lipstick Traces

KUNISCH, Hans-Peter (2001): Die Sonne hat gesiegt.
Widerstand im Medienzeitalter - Philosophen und Globalisierungsgegner entdecken den Situationisten Guy Debord neu,
in: Süddeutsche Zeitung v. 14.07.

WALTHER, Rudolf (2002): Vorsätzlich umherschweifen.
Provokation und Konfusion waren probate Mittel für die künstlerische und politische Gruppe der Situationisten,
in: Frankfurter Rundschau v. 03.06.

Rudolf WALTHER widmet sich einem frühen Theoretiker der Spassgesellschaft: Guy DEBORD: "Sein Hauptwerk Die Gesellschaft des Spektakels (1967) liest und kennt kaum mehr jemand, aber überall ist permanent und mit Verweis auf Debord von 'Spektakelgesellschaft', 'Spaßgesellschaft', 'Kultur- und Theaterspektakeln' die Rede. Dem Subversiven seines Denkens wurde der Stachel gezogen, was so weit ging, dass ihn eine Zeitung den Denker der 'Subvention' nannte und eine andere société de spectacle biedersinning mit 'Theatergesellschaft' übersetzte.
Es ist deshalb ein großes Verdienst, dass die Berliner Edition Tiamat nun erstmals eine deutsche Übersetzung der Zeitschrift Potlatsch vorlegt."

ZWEIFEL, Stefan (2003): Gesellschaft des Spektakels.
Guy Debord und die "Situationisten",
in: Neue Zürcher Zeitung v. 03.05.

BAUDRILLARD, Jean (2003): Kultur ist überflüssig.
Revanche gegen das Spektakel,
in: Frankfurter Rundschau v. 26.07.

Neu:
BEIER, Bernd (2004): "Debords Kritik ist aktueller denn je".
Vincent Kaufmann im Gespräch,
in: Jungle World Nr.51 v. 08.12.

 
   

weiterführende Links

 
     
   
 
   

Bitte beachten Sie:
single-generation.de ist nicht verantwortlich für die Inhalte externer Internetseiten

 
   
 
     
   
 
   
© 2002-2015
Bernd Kittlaus
webmaster@single-generation.de Erstellt: 15. September 2003
Stand: 06. August 2015