"Zu wahr um schön zu sein erzählt eine
Epoche, ist Generationsroman und Hommage an die
Kultur von Rock und Punk der 70er und 80er Jahre.
Philippe heißt die Hauptfigur dieser
Nach-68er-Geschichte. Im Hin und Her zwischen
verklärter Vergangenheit und leerer Gegenwart
erinnert er sich nostalgisch an die Zeit des
Heranwachsens mit den Freunden, die ihre Rollen im
kulturellen oder politischen Leben längst gefunden
haben. Er selbst ist ein Ex-Rockkritiker und
besichtigt sein Leben: Die Zeit, in der er noch
glaubte, die Welt neu erfinden zu können – aus dem
rebellischen Geist von Rock und Punk.
Die Spaßgesellschaft blickt längst zurück in die
Abgründe ihrer Belanglosigkeiten. Philippe schlägt
sich durch mit dem kleinen Erbe der böhmischen
Großmutter, die Eltern sind ihm Phantome geblieben,
und aus dem Leben mit Frau und Kind flieht er in den
Sex, auf dem Bildschirm und in der Latexversion.
»Sich selbst hatte er schon längst verloren, er
wusste nur, dass es vorbei war. Was, wusste er
nicht, aber irgendwas war vorbei.«"
Pressestimmen
"An den frühen Houellebecq reicht Assayas nicht
heran, ist aber dem Angeberliteraten Beigbeder
vorzuziehen. Er hat den Traum eines jeden
Musikkritikers und Plattensammlers verwirklicht und
einen Roman geschrieben, in dem all seine
Lieblingsbands vorkommen."
(Mathias Schnitzler in der
Berliner Zeitung vom 21.10.2004)
"Die Lektüre als Generationsroman - nach dem
Motto »Weißt du noch? Wie furchtbar!« - wird für
hiesige Leser durch die vielen Bezüge auf
Frankreichs Politik-, Kultur- und Medienszene
erschwert. Es war also durchaus sinnvoll, die
deutsche Ausgabe mit einem Glossar zu versehen.
Dieses führt aber vorwiegend auch hierzulande recht
bekannte Namen (...) auf, während etwa zu dem
mehrfach erwähnten Journalisten Jean Daniel jegliche
Erläuterung unterbleibt."
(Hardy Reich in der Frankfurter
Allgemeinen Zeitung vom 02.11.2004)