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Pierre
Bourdieu: Porträts und Gespräche
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NECKEL,
Sighard (2000): Die Mechanismen symbolischer
Macht.
Kabylen
und Kapitalismus: Zum 70. Geburtstag von Pierre
Bourdieu,
in:
Frankfurter
Rundschau v. 01.08.
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Klappentext
"»Eigener Herd ist
Goldes wert« die eigene
Wohnung und das eigene Haus bilden
die Erfüllung des bürgerlichen
Familienlebens. Pierre Bourdieu und
seine Mitarbeiterinnen hinterfragen
diese scheinbare Idylle in einer
umfassenden Untersuchung. »Die
kritische Auseinandersetzung von
Bourdieu u. a. mit dem Wohneigentum
... Folgen soll nicht nur all jenen,
die sich mit dem Gedanken tragen, ein
eigenes Haus oder eine eigene Wohnung
zu erwerben, Denkanstöße
vermitteln. Sie richtet sich auch ...
allem an Stadtplaner, Soziologen,
Architekten und
Wohnungsbaupolitiker.«"
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Rezensionen
VILLINGER,
Christoph (1999): Bürgerelend mit
Terrasse.
Pierre Bourdieu:
"Der Eigene und sein
Eigenheim",
in:
Jungle
World Nr.19 v.
05.05.
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Das Eigenheim in der
Debatte
GASCHKE,
Susanne (1999): Revolution im Reihenhaus.
Die Zukunft der
Liebe: Ein Plädoyer für die
Wiederentdeckung der Doppelmoral,
in:
Die
ZEIT v. 11.03.
RACK,
Jochen (2001): Haus aus Hauch.
Das Eigenheim als
metaphysischer Ort und als Falle,
in:
Frankfurter
Rundschau v. 25.05.
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Mit dem
Single-Dasein wird
Mobilität/Heimatlosigkeit und
mit der Familie wird
Sesshaftigkeit/Heimat assoziiert.
Das Eigenheim ist dafür das
Symbol.
RACK
schreibt dazu:
"Das
Eigenheim ist ein imaginierter
Ort des gelungenen Lebens, eine
bürgerliche Utopie: 'Wir geben
ihrer Zukunft ein Zuhause', wirbt
mit feinem Gespür für die
Sorgen ihrer Kunden die
Bausparkasse LBS und verspricht
mit dem Eigenheim Geborgenheit
und Sicherheit in einer immer
unübersichtlicher werdenden
Kultur: das Heim als
Heimat."
RACK sieht den Ursprung der
"Eigenheim-Bewegung" in
den 1920er Jahren:
"eine
Geburt der Inflationskrise, in
der man gelernt hatte, dass Geld
vergänglich ist, immobile Güter
aber beständig sind".
Aber möglicherweise erweist
sich das Eigenheim letztlich als Falle:
"Die Sehnsucht des Menschen
in seiner 'ungeselligen Geselligkeit' (Kant) vor den
Nachbarn und der Geschichte die Tür zuzumachen und in seinem
Eigenheim als bürgerlicher Robinson wie auf einer einsamen
Insel inmitten der Massenkultur zu leben, schlägt um in
zerstörerischen Autismus".
Martin
Hecht: Heimat für die
Neue Mitte oder das
Single-Dasein als
Heimatlosigkeit |
BRIEGLEB, Till
(2001): Jedem sein Bollwerk.
Drei Viertel der
Deutschen wollen im Grünen wohnen, die
Politik bestärkt sie darin. Doch wer ins
Eigenheim aufs gelobte Land zieht,
beschert der Allgemeinheit gravierende
Umweltprobleme,
in:
Die
Woche Nr.39 v.
21.09.
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BRIEGLEB
stellt der Idealisierung des
Eigenheims die Realität
gegenüber:
"Sowohl anhand
von Interviews mit
Eigenheimbewohnern als auch durch
Statistiken über
Zwangsversteigerungen,
Ehescheidungen und Untersuchungen
über die Verkaufsstrategien von
Immobilien-Händlern und Banken
konnte Bourdieus Forscherteam
zeigen, dass der Traum sich in
vielen Fällen in einen einsamen
Alptraum verwandelt:
Verschuldung, soziale
Desintegration und Spießerelend
sind offensichtlich der
tatsächliche Preis der
Stadtflucht."
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BRIEGLEB, Till
& Anno SACK (2001): Zurück in die
Stadt!
Bundesminister Kurt
Bodewig will den Eigenheimbau fördern.
Hamburgs Stadtentwicklungssenator
Willfried Maier will mehr Urbanität. Ein
Streitgespräch um die Zukunft des
Wohnens,
in:
Die
Woche Nr.39 v.
21.09.
KUß,
Stefan (2001): Wer jetzt kein Haus hat,
kauft sich Bauerwartungsland.
Nach dem
Wüstenrot-Tag: Das deutsche Eigenheim
und seine beiden Normen, volle Öffnung
der Schranktür und Schmaldurchgang des
Menschen,
in:
Frankfurter
Allgemeine Zeitung
v. 23.10.
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Bücher zum
Thema
"Eigenheimbewegung" von
Alexander MITSCHERLICHs Die
Unwirtlichkeit der Städte"
(1965) bis Pierre BOURDIEUs Der Einzige und sein
Eigenheim (1998). |
GASCHKE, Susanne
(2001): Familie haben heißt verzichten.
Naiv
ist die Vorstellung, mehr Geld vom Staat
brächte automatisch mehr Zufriedenheit,
in: Die ZEIT Nr.49
v. 29.11.
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Susanne
GASCHKE
betätigt sich als Theoretikerin
einer unverblümt neoliberalen
Familienpolitik für die
individualisierte Familie der
Berliner Republik. Ihre
Zielgruppe sind die Yuppies der
"Generation
Kombi".
GASCHKEs Ansatz setzt die
Individualisierungsrhetorik
der 90er Jahre
ebenso voraus wie den
Anti-Single-Gesellschafts-Diskurs
der Sozialpolitiker.
Vor
diesem Hintergrund fordert
GASCHKE nun einen
Paradigmenwechsel: Die Familie
soll in den Medien nicht mehr
defizitär, sondern als positives
Leitbild dargestellt werden. Dazu
gilt es u. a. die verstaubte
Fernsehfamilie
"Hesselbach" für die
Generation
Golf
zeitgemäß
aufzumotzen.
Der
vollindividualisierte Mensch ist
für GASCHKE nicht der Single,
sondern der Familienmensch!
Dieser
Erfolgsmensch steht im Gegensatz
zur "Benachteiligungsdiskussion"
der
Sozialstaats-Familienpolitiker im
Mittelpunkt von GASCHKEs
Individualisierungsthese, die im
Einklang mit
Helmut
SCHELSKYs
50er
Jahre-Individualsierungsthese von
der
"nivellierten
Mittelstandsgesellschaft"
steht.
Wer
als Familie arm ist, der ist
selbst schuld! Individuelle,
"zurechenbar herbeigeführte
Armut" entsteht gemäß
GASCHKE durch unterhaltssäumige
Väter oder durch
"leichtfertig sich trennende
Eltern". GASCHKEs
Prototyp ist die
gut situierte
Erbengeneration,
die nicht erst auf die
Zuteilungsreife des
Bausparvertrags warten muss, um
sich das Eigenheim fürs Kind
leisten zu können. Deshalb
ist GASCHKEs Ideal nicht die
"Vollkasko-Familie" der
Sozialstaats-Familienpolitiker,
sondern die neoliberale,
individualisierte Familie. Diese
biedermeierliche Familie
fürchtet nichts mehr als den
Staatseingriff, der
gleichbedeutend mit zunehmender
"Qualitätskontrolle"
ist:
"Dürfte
eine Familienkasse der Zukunft
das »Erziehungsgehalt«, das
»Familiengeld« oder wie auch
immer der fragliche Transfer
schließlich hieße, kürzen,
wenn die Eltern ihre Kinder
schlagen, fehl ernähren,
nächtelang Horrorvideos
anschauen lassen?"
GASCHKE
geht es im besonderen um die
Normalisierung
der Normalfamilie:
"Mehr als alles Geld braucht
die Familie die anerkannte
Überzeugung, dass sie in diesem
Land der erstrebenswerte
Normalfall ist."
Dies
ist gleichbedeutend mit einer
Kampfansage an die
"Pluralisierung der
Lebensformen" |
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Pierre Bourdieu in der
Debatte
BRAUN,
Sebastian (2001): Kooperation und
Korruption.
Produktive
Beziehungen: Das "soziale
Kapital" als individuelle und als
kollektive Ressource ,
in: Frankfurter
Rundschau v. 31.07.
BRAUN,
Sebastian (2001): Putnam und Bourdieu und
das soziale Kapital in Deutschland.
Der rhetorische
Kurswert einer sozialwissenschaftlichen
Kategorie,
in:
Leviathan
H.3., September
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Klappentext
"Bourdieus neuer Foliant ist ein
Sittenspiegel. Er könnte, in Anspielung auf zwei
historische Prachtbände des deutschen Kollegen
Norbert Elias, auch »Über den Prozeß der
Zivilisation« heißen - und zwar der vergangenen 20
Jahre. Thema nämlich ist der zeitgenössische
Geschmack (...).
Für den Materialisten Bourdieu wird der Hedonismus
der Lebensstile von der sozialen Klassenlage
diktiert."
(Spiegel Nr.10 v. 07.03.1983)
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Rezensionen
SPIEGEL (1983): Theorie des
Geschmacks,
in: Spiegel Nr.10 v. 07.03.
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weiterführende
Links
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