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Aldous Huxley: Schöne neue Welt

 
       
   
  • Kurzbiographie

    • 1884 in England geboren
    • 1932 Roman "Brave New World"
      (deutsch: "Schöne neue Welt")
    • 1954 Buch "Doors of Perception"
    • 1958 Buch "Brave New World Revisited"
      (deutsch: ("Wiedersehen mit der Schönen neuen Welt")
    • 1963 gestorben
    • ausführliche Biografie (BBC)
 
       
     
       
   

Schöne neue Welt (1981)
Ein Roman der Zukunft

Frankfurt: Fischer

 
   
 
 

Klappentext

"Die schöne neue Welt, die Huxley hier beschreibt, ist die Welt einer konsequent verwirklichten Wohlstandsgesellschaft »im Jahre 632 nach Ford«, einer Wohlstandsgesellschaft, in der alle Menschen am Luxus teilhaben, in der Unruhe, Elend und Krankheit überwunden, in der aber auch Freiheit, Religion, Kunst und Humanität auf der Strecke geblieben sind. Eine totale Herrschaft garantiert ein genormtes Glück. In dieser vollkommen »formierten« Gesellschaft erscheint jede Art von Individualismus als »asozial«, wird als »Wilder« betrachtet, wer - wie einer der rebellischen Außenseiter dieses Romans - für sich fordert: »Ich brauche keine Bequemlichkeit. Ich will Gott, ich will Poesie, ich will wirkliche Gefahren und Freiheit und Tugend. Ich will Sünde!«

Die Debatte um Aldous Huxley nach dem Erscheinen von Houellebecqs Roman "Elementarteilchen"

"Ich weiß natürlich (...), daß man Huxleys Welt im allgemeinen als einen totalitären Alptraum beschreibt und versucht, in diesem Buch eine scharfe Anklage zu sehen; doch das ist reine Heuchelei. Brave New World ist für uns in jeder Hinsicht - sei es, was die genetische Kontrolle, die sexuelle Freiheit, den Kampf gegen das Altern oder die Freizeitkultur betrifft - ein Paradies, in Wirklichkeit ist es haargenau die Welt, die wir anstreben, wenn auch bisher noch ohne Erfolg."
(aus: Michel Houellebecq "Elementarteilchen", 1999, S.177)

"Nicht ohne Staunen wies der Schweizer Publizist Arnold Künzli in seinem Buch »Menschenmarkt« darauf hin, daß einer der Verfechter einer modernen Eugenik Julian Huxley war, ein Halbbruder von Aldous Huxley (...).
Julian Huxley (...) formulierte die These,  »Schöne neue Welt« (...) sei ursprünglich als positive Utopie intendiert gewesen, erst in der allgemeinen Depression nach dem zweiten Weltkrieg habe Aldous seinem Buch eine negativ-kritische Interpretation gegeben (...).
Man kann nicht sagen, Houellebecq habe (...) abwegige Ideen darstellen wollen. Gefährliche Ideen vielleicht, aber keine abwegigen. Die Bruderschaft der Huxleys könnte ihn zu der seines Figurenpaars inspiriert haben: hier der Notleidende, Scheiternde - dort der entrückte Überwinder."
 (aus: Leopold Federmair "Human Trash", 2002, S.301f.)

 
 
 
       
     
   

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Update: 21. März 2009