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B. S. Johnson: Werkschauen
und Porträts
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- COE, Jonathan (2003): Death by
naturalism.
How close can fiction come to describing reality? The British
author BS Johnson embarked on a quest for absolute literary naturalism
which ended in his suicide,
in: Prospect, Februar
- Neu:
FREUND,
Wieland (2003):
Der Anti-Franzen.
Der englische Schriftsteller B. S. Johnson hielt nichts
vom "neodickens'schen Erzählen". Die Literaturwelt hielt nichts von
ihm. Da nahm er sich das Leben. 30 Jahre nach seinem Tod ist es Zeit
für eine Wiederentdeckung des konsequenteten Erben Laurence Sternes,
in: Welt v. 15.02.
- Kommentar:
Wieland FREUND stilisiert B.S. JOHNSON zu
einem Helden der Arbeitsklasse und wie zufällig passt es auch noch
ins Konzept der Neue-Mitte-Neoliberalen:
"
Johnson (...) ist ein Avantgardist aus der Arbeiterklasse. So wie
der formale Elitismus seiner Bücher sein Bedürfnis befriedigte,
etwas zu gelten in den gebildeten literarischen Zirkeln Londons, so
revoltierten seine Texte auf einer anderen, nicht formalen Ebene
gegen eine Gesellschaft, in der eben nicht alle gleich waren und
sind. Jenseits aller Bastelarbeit sind Johnsons Romane voll
beißender Sozialkritik: „Christie Malry“ ist die scharfsinnige
Analyse einer kranken Arbeitswelt, das 1971 erschienene Buch
„Lebensabend“, das acht innere Monologe aus dem Altersheim
versammelt, ist eine frühe Auseinandersetzung mit der
gerontokratischen Gesellschaft, und „Albert Angelo“ ist die
flammende Anklage eines Bildungssystems, das soziale Unterschiede
bloß betoniert.
Berüchtigt waren Johnsons Ausbrüche gegen jene Lektoren und
Kritiker, die ihm als zahnlose Salonlöwen erschienen, und auf deren
Hilfe sein Ruhm und Fortkommen doch nicht verzichten konnte".
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Klappentext
"Christie Malry, ein
einfacher junger Mann, hat sich vorgenommen, reich zu
werden. Er beginnt, in einer Bank zu arbeiten. Schnell merkt
er, dass der Umgang mit Geld allein noch nicht reich macht,
aber dafür lernt er die doppelte Buchführung, bei der jede
finanzielle Transaktion eine Doppelwirkung hat: Minderung
auf einem Konto bewirkt Mehrung auf einem anderen. Christie
Malry erkennt den Nutzen dieses Prinzips und wendet es in
seinem Sinne an: zunächst wirtschaftlich - mit Erfolg -,
dann in der Beziehung mit seiner Freundin - ein Fiasko -,
schließlich in seiner Abrechnung mit der Gesellschaft - eine
Katastrophe."
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Klappentext
"B.S. Johnsons
Protagonisten sind Helden des Alltags: Unwiderstehlich böse
und komisch erzählt »Albert Angelo« die Geschichte eines
dicklichen jungen Lehrers, der es leider nicht sehr weit
bringen wird. Eigentlich ist er Architekt, aber niemand
interessiert sich für seine Entwürfe. Seinen Lebensunterhalt
verdient er als Aushilfslehrer, aber niemand interessiert
sich für seine Ausführungen - nicht zuletzt, weil seine
griechischen und türkischen Schüler kaum ein Wort Englisch
verstehen. Seit Jahren liebt er Jenny, die ihn längst
verlassen hat, wegen eines Krüppels, der sie nötiger
braucht.
Albert
fühlt sich überflüssig, unglücklich, als Versager. Am Ende
des Schuljahres lässt er seine Schüler einen Aufsatz
schreiben, in dem sie darlegen sollen, was sie von ihrem
Lehrer halten, damit sie so ihre Aggressionen
»kanalisieren«. Die Porträts des ungeliebten Lehrers lassen
nichts Gutes ahnen."
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