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Chantal Mouffe:
Über das Politische
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Kurzbiographie
- 1943 in Charleroi (Belgien)
geboren
- 1985 Buch "Hegemony and
Socialist Strategy" (zusammen mit Ernesto Laclau)
(deutsch: "Hegemonie und radikale Demokratie")
- 2005 Buch "On the Political"
(deutsch: "Über das Politische")
- Lehrstuhl für politische
Theorie an der Universität von Westminister
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Chantal Mouffe in ihrer
eigenen Schreibe
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Chantal Mouffe im
Gespräch
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Rezensionen
-
KAPPERT, Ines (2007): Den Tod weglegen.
Die Lust an der politischen Frontenbildung kann Kriege
verhindern, erklärt Chantal Mouffe in ihrem neuen Buch. Die
Sucht nach Harmonie ist fatal,
in: TAZ v. 22.03.
-
LEINEWEBER, Bernd (2007): Vorschlag zu einer Neudefinition
linker Politik,
in: DeutschlandRadio v. 17.09.
-
Neu:
WIDMANN, Arno (2007): Nie den
Klassenkampf vergessen!
Politik schafft den Feind: Chantal Mouffe geht mit Ulrich
Becks Welt-Pazifismus ins Gericht,
in: Frankfurter Rundschau v. 26.09.
- Anmerkungen:
Der 68er
Arno WIDMANN rezensiert das
Buch "Über das Politische" von Chantal MOUFFE.
Bei
den ex-linken Neubürgerlichen zeichnet sich bereits seit
längerem ein Abschied vom Konsensprinzip ab. Nicht nur
der Erfolg von rechtsradikalen Parteien, sondern auch der
Erfolg der Linkspartei zeigt, dass die Sehnsucht nach einem
neuen Populismus mit klaren Feindbildern auch im linken
Milieu zugenommen hat.
WIDMANN
beschreibt die Hintergründe folgendermaßen:
"Dass
viele der SPD-Sympathisanten, die Gerhard Schröder durch
seine Anpassung an neoliberale Forderungen verloren hat, nun
rechtsradikale Gruppierungen unterstützen, wissen wir vor
allem aus ostdeutschen Milieus. Chantal Mouffe zitiert
ähnliche Entwicklungen aus England, Belgien und Österreich:
»Im Unterschied zu denen, die glauben, Politik könne auf
individuelle Motivationen reduziert werden, wissen die neuen
Populisten ganz genau, dass Politik immer in der Schaffung
eines von einem 'Sie' unterschiedenen 'Wir' besteht, also
die Schaffung kollektiver Identitäten erfordert. Daher die
starke Anziehungskraft ihres Diskurses, der kollektive
Formen der Identifikation mit 'dem Volk' anbietet.«
Mouffe geht davon aus, dass die von den Sozialdemokratien
und ihren Theoretikern beförderte »Zweite Modernisierung«
immer größere Teile der Bevölkerung in die Arme der
Rechtsradikalen treibt. Eine Politik, die den eigenen Leuten
keinen Gegner zeigt, ist, so Chantal Mouffe, keine Politik,
sondern Verwaltung. Die Theoretiker der reflexiven
Modernisierung erscheinen bei Chantal Mouffe als Reflektoren
eben jener Bürokratie, gegen die der Kampf geführt werden
müsste."
Single-generation.de
hat dies bereits seit längerem als
Verblassen der
Individualisierungsverheißungen beschrieben und
den
Terror der Individualisierungsthese
aufgezeigt.
Im
Gegensatz zu WIDMANN sieht single-generation.de diese
Sehnsucht nach einem "linken" Populismus nicht im Aufkommen
eines Rechtsradikalismus begründet, sondern als immanente
Konsequenz einer
Politik der Besitzstandwahrung, die
die Gewinner der ersten Bildungsexpansion in den letzten
Jahren betrieben haben.
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weiterführende
Links
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