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Chantal Mouffe: Über das Politische

 
       
   
  • Kurzbiographie

    • 1943 in Charleroi (Belgien) geboren
    • 1985 Buch "Hegemony and Socialist Strategy" (zusammen mit Ernesto Laclau)
      (deutsch: "Hegemonie und radikale Demokratie")
    • 2005 Buch "On the Political"
      (deutsch: "Über das Politische")
    • Lehrstuhl für politische Theorie an der Universität von Westminister
 
       
     
       
   

Chantal Mouffe in ihrer eigenen Schreibe

 
   
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Chantal Mouffe im Gespräch

 
   
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Über das Politische (2007).
Wider die kosmopolitische Illusion
Frankfurt a/M: Suhrkamp

 
   
 
 

Klappentext

"In westlichen Gesellschaften sind post-politische Konzepte des Dritten Weges derzeit en vogue. Sie propagieren eine konsensuelle Form von Demokratie jenseits der politischen Opposition von rechts und links. Chantal Mouffe kritisiert daran, daß diese Konzepte die antagonistische Dimension des Politischen und die Ambivalenz der menschlichen Natur leugnen. Nach einer Analyse des Begriffs des Politischen, die sich auf Carl Schmitt stützt, übt Mouffe Kritik an Habermas, Rorty, Giddens und Beck. Unter Bezug auf aktuelle Probleme wie den Terrorismus deckt sie Defizite und politische Gefahren post-politischer Konzepte auf und argumentiert zwingend gegen die Möglichkeit eines universalen rationalen Konsenses und für den antagonistischen Charakter von Politik. Über das Politische ist eine kritische Auseinandersetzung mit dem aktuellen Zustand und der Zukunft der Demokratie."

 
 
 
       
   
  • Rezensionen

    • KAPPERT, Ines (2007): Den Tod weglegen.
      Die Lust an der politischen Frontenbildung kann Kriege verhindern, erklärt Chantal Mouffe in ihrem neuen Buch. Die Sucht nach Harmonie ist fatal,
      in: TAZ v. 22.03.
    • LEINEWEBER, Bernd (2007): Vorschlag zu einer Neudefinition linker Politik,
      in: DeutschlandRadio v. 17.09.
    • Neu:
      WIDMANN, Arno (2007): Nie den Klassenkampf vergessen!
      Politik schafft den Feind: Chantal Mouffe geht mit Ulrich Becks Welt-Pazifismus ins Gericht,
      in: Frankfurter Rundschau v. 26.09.
      • Anmerkungen:
        Der 68er Arno WIDMANN rezensiert das Buch "Über das Politische" von Chantal MOUFFE.

                    Bei den ex-linken Neubürgerlichen zeichnet sich bereits seit längerem ein Abschied vom Konsensprinzip ab.  Nicht nur der Erfolg von rechtsradikalen Parteien, sondern auch der Erfolg der Linkspartei zeigt, dass die Sehnsucht nach einem neuen Populismus mit klaren Feindbildern auch im linken Milieu zugenommen hat.
                    WIDMANN beschreibt die Hintergründe  folgendermaßen:
                    "Dass viele der SPD-Sympathisanten, die Gerhard Schröder durch seine Anpassung an neoliberale Forderungen verloren hat, nun rechtsradikale Gruppierungen unterstützen, wissen wir vor allem aus ostdeutschen Milieus. Chantal Mouffe zitiert ähnliche Entwicklungen aus England, Belgien und Österreich: »Im Unterschied zu denen, die glauben, Politik könne auf individuelle Motivationen reduziert werden, wissen die neuen Populisten ganz genau, dass Politik immer in der Schaffung eines von einem 'Sie' unterschiedenen 'Wir' besteht, also die Schaffung kollektiver Identitäten erfordert. Daher die starke Anziehungskraft ihres Diskurses, der kollektive Formen der Identifikation mit 'dem Volk' anbietet.«
        Mouffe geht davon aus, dass die von den Sozialdemokratien und ihren Theoretikern beförderte »Zweite Modernisierung« immer größere Teile der Bevölkerung in die Arme der Rechtsradikalen treibt. Eine Politik, die den eigenen Leuten keinen Gegner zeigt, ist, so Chantal Mouffe, keine Politik, sondern Verwaltung. Die Theoretiker der reflexiven Modernisierung erscheinen bei Chantal Mouffe als Reflektoren eben jener Bürokratie, gegen die der Kampf geführt werden müsste.
        "
                    Single-generation.de hat dies bereits seit längerem als Verblassen der Individualisierungsverheißungen beschrieben und den Terror der Individualisierungsthese aufgezeigt.
                    Im Gegensatz zu WIDMANN sieht single-generation.de diese Sehnsucht nach einem "linken" Populismus nicht im Aufkommen eines Rechtsradikalismus begründet, sondern als immanente Konsequenz einer Politik der Besitzstandwahrung, die die Gewinner der ersten Bildungsexpansion in den letzten Jahren betrieben haben.
 
     
   

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Update: 27. September 2007
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