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Helen Fielding: Bridget Jones - einsame, neurotische Karrierefrau

 
       
     
       
     
       
   

Helen Fielding: Gespräche und Porträts

 
       
   

DOMINUS, Susan (2000): Me and Ms. Jones.
The best-selling author of 'Bridget Jones: The Edge of Reason' discusses refugee camps, underwear sales and the blurry boundary between herself and her character,
in: New York Times Magazine v. 20.02.

THORPE, Vanessa (2001): Private diarist (vg).
The creator of Bridget Jones describes herself as 'shallow as a puddle' but the Oxford graduate's skill at capturing the mood of the moment now promises her box office success
in: Observer v. 08.04.

 
       
   

Die Bridget Jones-Kolumne 2005 in der Debatte

 
       
   

LOVENBERG, Felicitas von (2005): Sie ist wieder da.
Bridget Jones' Tagebuch,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 05.08.

Zehn Jahre nach der Erfindung von Bridget Jones, kehrt Helen FIELDING mit einer neuen Bridget Jones-Kolumne zum Independent zurück. Offenbar kann Großbritannien nicht auf die Bridget-Jones-Economy (The Economist) verzichten.

Am 31. Juli kündete der Independent an: "Helen Fielding: She's back - (hurrah!)". Am 03. August erzählte John WALSH nochmals die ganze Bridget Jones-Story und gestern nun schrieb Helen FIELDING ihre erste Bridget Jones-Kolumne, die nun wöchentlich am Donnerstag erscheinen soll.

Felicitas von LOVENBERG befürchtet, dass Bridget Jones nicht mehr dem neuen Zeitgeist entspricht:

"Doch während ihre Erfinderin inzwischen mit Mann und Kind ihren 47. Geburtstag gefeiert hat, ist Bridget von jugendlicher Alterslosigkeit. Nur Hintergrundgeräusche verraten den Fluß der Zeit, etwa wenn die Mutter sich nach ihrer Sicherheit in Zeiten des Terrors erkundigt oder sie selbst sich geschockt zeigt von Jude Laws Hang zum Personal.
          Daß auch Frauen mit zunehmendem Alter interessanter werden, scheint Helen Fielding noch nicht als Chance erkannt zu haben. Sollte sich Bridget jedoch nicht im Wandel treu bleiben dürfen, könnte sich die Wiederlesensfreude rasch verlieren."

Neu:
FIELDING, Helen (2005): "Suddenly something magical and new had happened to me: it was a miracle".
Bridget Jones's Diary (4)
in: Independent v. 25.08.

Am 04. August startete die neue Kolumne von Helen FIELDING und es kommt wie es kommen musste: Bridget Jones ist schwanger. Im Stil einer Aufklärungsfibel wird den neurotischen Thirtysomethings das Kinderkriegen beigebracht: Erwachsenenbildung nicht mehr in der Volkshochschule, sondern in den Medien.
 
       
       
   

Am Rande des Wahnsinns (2000)
München: Goldmann

 
       
   

Rezensionen

englischsprachiger Raum

MERRIT, Stephanie (1999): Me and Miss Jones,
in: Observer v. 21.11.

SIMHON, Rachel (1999): How Mr. Darcy manages to turn up in Persuasion,
in:
London Telegraph v. 21.11.

MOSS, Stephen (1999): Bridget Jones: The Edge of Reason by Helen Fielding.
In the first of an exclusive weekly series, Stephen Moss assesses the critical verdict on an iconic comic creation,
in: Guardian v. 22.11.

CLARK, Alex (1999): Bridget's back, and guess what, she's found a man,
in:
Guardian v. 20.11.

  • CLARK, Alex (1999): Nothing a glass of chardonnay can't put right,
    in:
    Guardian v. 01.12.

GLEICK, Elizabeth (2000): Meander Miss Jones.
Bridget's still hapless, but she's not so cute,
in: Time v. 13.03.

Französischsprachiger Raum

GARCIA, Laure (2000): Et voici les "célibattantes".
Bridget Jones et les autres...,
in:
Nouvel Observateur Nr.1856 v. 01.06.

CREPU, Michel (2000): La mélodie du bonheur.
La suite du «journal intime» de Bridget Jones, toujours aussi simple et bonne copine
in: L'Express v. 20.07.

 
       
   

Das Buch in der Debatte

STEFFEN, Christine (2001): Alles, was sie wollen, ist Mr. Right.
Frauen am Rande des Wahnsinns werden in Literatur und Film zunehmend zu modernen Heldinnen stilisiert,
in: Tages-Anzeiger v. 03.02.

"Sie sind 30, schön, klug erfolgreich und haben ein Problem: Die Heldinnen aus TV und Literatur kriegen keinen Mann",

schreibt Christine STEFFEN. Zu diesen Protagonistinnen zählt sie auch Sara aus Andrea BROWNs Buch Frösche und Prinzen sowie Tasha, die "Heldin" von Jane GREENs Roman Wie man Zigarre raucht, ohne sich die Finger zu verbrennen. Gemeinsam ist diesen Frauen, dass sie sich

"von Werten und Vorstellungen terrorisieren lassen, die jeglichen Emanzipationsbestrebungen entgegengesetzt sind. Ihre Gedanken kreisen unablässig um Männer, Mode, Diäten. Man erkennt sie an ihrer Schusslichkeit und der schlafwandlerischen Sicherheit, mit der sie Missgeschicke produzieren. Alles, was sie wollen, ist Mister Right."

STEFFEN, Christine (2001): "Wer unabhängig ist, ist auch allein".
Muss eine Dreissigjährige ohne Mann zwangsläufig verzweifelt sein?,
in: Tages-Anzeiger v. 03.02.

Interview mit der Psychoanalytikerin Maja STORCH:

"Das positive Bild der Emanzipation, wie es Alice Schwarzer postuliert hat, zeichnet eine Frau, die unabhängig von gesellschaftlichen Wertvorstellungen lebt und ihr Selbstwertgefühl nicht über Männer definiert. Was wir bei diesen Frauenfiguren am Rande des Wahnsinns sehen, ist ein Zerrbild davon, bei dem die Schattenseiten im Vordergrund stehen. Die Frau, die autonom lebt, der aber dafür die sozialen Bezüge fehlen. Sie hat die traditionellen weiblichen Werte abgelegt, kann nicht mehr kochen, ist nicht mehr in der Lage, einen Haushalt anständig zu führen, verweigert sich einem traditionellen Bild. Die Frage ist bloss: Was macht sie stattdessen? Dafür gibt es leider noch wenig Modelle. Es entsteht ein Rollenvakuum, das verunsichernd wirken kann.
Und diese Unsicherheit löst Ängste aus?
Natürlich. Einerseits die Angst, eine verbiesterte
alte Jungfrau zu werden, andererseits, irgendwann von allen verlassen, allein zu sterben. Das ist die Kehrseite der Autonomie. Wenn man unabhängig ist, ist man auch allein. Der Mensch ist aber ein zutiefst soziales Wesen. Darum haben die Frauen in diesen Büchern immer ein Heer von Freundinnen. Die Freundschaftsbeziehungen ersetzen die familiären Bande."

 
       
       
   

Schokolade zum Frühstück (1997)
München: Goldmann

 
   
     
 

Klappentext

"Bridget Jones ist etwas über dreißig, single, lebt in London, hat momentan keinen Freund, aber einen Job ohne Zukunftsaussichten, und im kommenden Jahr wird sie ihr Leben von Grund auf verändern. Sie wird das Rauchen aufgeben, ein paar Kilo abnehmen und endlich den Mann fürs Leben finden..."

 
     
 
       
   

Der Film zum Buch

Sharon Maguire: "Bridget Jones - Schokolade zum Frühstück"
 
       
   

Rezensionen

Deutschsprachiger Raum

RETZLAFF, Heidemarie (1997): Mit Anti-Cellulitis-Programm geht Bridget auf Männerfang,
in:
Berliner Morgenpost v. 21.08.

WEIDINGER, Birgit (1997): Beneidenswert, bemitleidenswert.
Von der unerträglichen Leichtigkeit der Single-Existenz,
in: Süddeutsche Zeitung v. 11.10.

HAMM, Simone (1998): Helen Fielding: Schokolade zum Frühstück,
in: Büchermarkt. Sendung des DeutschlandRadio v. 27.01.

Englischsprachiger Raum

ARNST, Catherine (1998): Single women in a hostile world,
in: Businessweek Nr.28

REID, T. R. (1998): Bridget Jones's.
Lonely Hearts Club Fans,
in: Washington Post v. 18.05.

HABIB, Lisa (1998): "Bridget Jones" is today's everywoman, role model or not, and we like her like that,
in:
CNN v. 04.07.

GILBERT, Francis (1999): Why I love Bridget Jones,
in:
New Statesman v. 26.07.

 
       
   

Bridget Jones in der Debatte

 
       
   
Deutschsprachiger Raum

HOWALD, Stefan (1998): Dünner Scherz wird breitgewalzt.
In England macht Bridget Jones Furore. Was als Zeitungskolumne begann, soll mittlerweile eine neue Generation nach 1960 geborener Frauen repräsentieren. Literatur als Stammeskunde,
in: Tages-Anzeiger
v. 14.07.

BRÖHM, Alexandra (2000): Täglich ein paar Seiten Zeitgeist.
Fiktive Tagebücher, geschrieben von Frauen, landen in Grossbritannien zuoberst auf den Bestsellerlisten,
in:
SonntagsZeitung
v. 12.03.

FREUND, Wieland (2000): Heldin des Alltags,
in:
Cosmopolitain Nr.8, August

FREUND, Wieland (2000): Shoppen, fischen, jagen.
Vergesst das Superweib! Ally McBeal, Bridget Jones und Co. läuten den Paradigmenwechsel ein,
in: Welt
v. 02.09.

MANZ, Eva-Maria (2016): Die Normalo-Frau kehrt zurück.
Tagesthema: Die beliebte Chaotin Bridget Jones kommt wieder in die Kinos. Vor 15 Jahren hat der erste Teil der Reihe die Massen begeistert. Die Filme mit Renée Zellweger sind nicht nur seichte Frauenkost, sie haben ein ganzes Genre revolutioniert,
in:
Stuttgarter Zeitung v. 06.09.

Eva-Maria MANZ stilisiert die Singlefrau Bridet Jones zum Vorbild von Fernsehserien wie New Girl und Girls zum zum Gegenbild zu den Sex and the City-Frauen. Eher steht Bridget Jones jedoch für den Wandel des Singlefrauen-Klischees von der Leitfigur zur Leidfigur der Moderne.

Englischsprachiger Raum

CHEN, Christine (1999): Bridget Jones: A Literary Ally McBeal?,
in:
Newsweek v. 13.05.

BROOKS, Libby (1999): There's life in feminism yet.
On the day the second Bridget Jones diary is published, Libby Brooks looks at the state of feminism today and what it still has to offer to women,
in: Guardian
v. 18.11.

CHAUDHURI, Anita (1999): Oh dear diary.
Anita Chaudhuri takes Bridget Jones to task,
in: Guardian
v. 23.11.

MEIKLE, James (2000): Bridget Jones habit of rewards helps increase alcohol,
in: Guardian v. 19.04.

BROCKES, Emma (2000): The lit girls.
First there was Bridget. Then came Jemima, Venetia, Tiffany, Jacqueline, Honeymoon, and now Clara. Bridget said 'Ohmigod'. Honeymoon says 'Oh My God'. Jemima? 'Oh my God, oh my God, oh my God'. But how much do the torrent of angst-ridden novels seeking to emulate the success of Helen Fielding really have in common? To help plan your beach reading this summer, Emma Brockes has produced this definitive guide to the genre,
in: Guardian v. 21.07.

ECONOMIST (2001): The Bridget Jones economy.
Hown young singles shap city culture, Lifestyles and ecnomies,
in: The Economist v. 22.02.

REAVES, Jessica (2001): I'm a Feminist - and I love 'Bridget Jones's Diary'.
Jessica Reaves once hid her copy of the Helen Fielding bestseller. Now it's front and center on her bookshelf,
in: Time v. 13.04.

WALSH, John (2005): Keeping up with Ms Jones.
Tomorrow, the nation's favourite neurotic, sozzled, singleton returns to 'The Independent'. In the meantime, John Walsh reveals how Bridget was born - and brings you up to date with the story so far,
in: Independent v. 03.08.

Französischsprachiger Raum

AUTAIN, Clémentine (2000): La rentrée des glaces,
in: Humanité v. 07.09.

 
       
   

weiterführende Links

 
       
     
       
   
 
   

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© 2002-2017
Bernd Kittlaus
webmaster@single-generation.de Erstellt: 29. Juli 2001
Update: 20. Mai 2017