"John Harris, der einstige Chefredaktor
der gehobenen Musikillustrierten «Select», glaubt den
Take-over der Britpop-Bewegung in der letzten Augustwoche
von 1995 orten zu können, als Blur mit «Country House» Oasis
im Rennen um die Hitparaden-Spitze zu schlagen vermochte.
Nun habe die Plattenindustrie erkannt, dass auch mit
Alternativmusik Geld zu verdienen war. Und von da weg galten
für Indie-Musiker die gleichen Verkaufskriterien wie etwa
für Simply Red und Sting. (...).
«The Last Party» vermag einem letztlich ja eher dünnen
Phänomen viel Interessantes abzugewinnen (..). Derweil
manche an den Kinderspielplatz erinnernde Anekdote über Blur,
Suede, Elastica, Pulp und Oasis amüsiert, ist es trist, zu
sehen, dass viele Schlüsselfiguren von «cool Britannia»
schliesslich auf die gleiche Art scheiterten wie bereits
zahllose Idole der Rockgeschichte - sie wurden zu Opfern
harter Drogen."
(Hanspeter Künzler in der Neuen Zürcher
Zeitung v.
30.10.2003)