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Jon Savage: England's Dreaming

 
       
     
       
     
       
   

Jon Savage in seiner eigenen Schreibe

 
   
  • SAVAGE, Jon (2001): Anarchy in the BRD.
    Deutschland hatte die Baader-Meinhof-Gruppe, Großbritannien die Punk-Bewegung. Beide gehen auf 1968 zurück,
    in: Financial Times Deutschland v. 09.11.

 
       
   

Jon Savage im Gespräch

 
   

RAPP, Tobias (2007): Vorbereitungen zu Elivs' Krönung.
Vor 30 Jahren starb Elvis Presley. Pophistoriker Jon Savage erzählt in einem Buch, wie das Subjekt entstand, das ihm Weltruhm brachte: der Teenager,
in: TAZ v. 16.08.

WEBER, Julian (2008): "Teenager werden nie obsolet".
Ist der Teenager ein historisches Subjekt des 20. Jahrhunderts oder bloß Erfindung der Kulturindustrie? Der britische Pophistoriker Jon Savage hat eine Geschichte der Jugend geschrieben,
in: TAZ v. 19.09.

FRÖMBERG, Wolfgang (2004): Jon Savage.
Something better change
in:
Spex Nr. 280, September

LINTZEL, Aram (2008): Ein Gefühl grenzenloser Gegenwart.
Der Rock-Theoretiker Jon Savage über "Teenage - Die Erfindung der Jugend (1875-1945),
in: Neue Zürcher Zeitung v. 26.09.

RAFFEINER, Arno (2008): Der ganz normale Scheiss.
Nach der Punk-Bibel "England's Dreaming" zeigt Jon Savage, dass es die Jugend als Lebensabschnitt schon lange gab, bevor sie mit dem Begriff "Teenage" adressiert wurde. Ein Gespräch mit dem Autor,
in:
Intro Nr.167, Dezember

 
       
   

Teenage (2008).
Die Erfindung der Jugend (1875 - 1945)
Frankfurt a/M: Campus

 
   
     
 

Klappentext

"Ist der Teenager wirklich eine Erfindung des amerikanischen Rock’n’Roll? Jon Savage revolutioniert die Geschichte der Jugend und erkundet die wahren Ursprünge des Teenagers. Sein fulminantes Standardwerk zeigt: Die Jugend ist älter, als wir denken.

Wohl jede Generation glaubt von sich, sie habe Idealismus, Provokation und Tabubruch erfunden und besonders symbolisch dafür steht die Jugend. Doch ab wann wurde »Jugend« überhaupt als eigenständiger Lebensabschnitt betrachtet? Der Kulturwissenschaftler und Musikjournalist Jon Savage beginnt im Jahr 1875 und zeigt: Über Grenzen und Generationen hinweg wurden Jugendliche mit ihrer Energie und ihrem Idealismus entweder nach Kräften kontrolliert oder ausgenutzt. Von Hollywoods Traumfabrik bis Peter Pan und der ewigen Jugend, von Wandervögeln bis zur Hitlerjugend, von den städtischen Jugendbanden bis zum umworbenen »Konsum-Kid« gewährt das Buch faszinierende Einblicke in die Vorgeschichte des modernen Teenagers."

 
     
 
       
   

Rezensionen

BALZER, Jens (2008): Sie tanzen den Truthahn-Tanz.
Wie die Geburt des "Teenagers" mit einem Weltkriegsende zusammenfiel und warum sich die Jugendkultur nur unter kapitalistischen Vorzeichen entfalten konnte,
in: Literaturen, Oktober

WALTER, Klaus (2008): Jung stirbt, wen die Götter lieben.
Der Teenager ist ein Kind des Rock'n'Roll? In seinem neuen Buch räumt Jon Savage mit diesem Klischee auf und schreibt die Kulturgeschichte der Jugend ganz anders,
in: Zeit Online v. 02.10.

STAUN, Harald (2008): Generation A.
Seit mehr als hundert Jahren lungert er in den Straßen herum oder will die Welt verändern. Und immer noch ist der Teenager ein unbekanntes Wesen. Der Brite Jon Savage will das mit seiner Kulturgeschichte der Jugend zwischen 1875 und 1945 ändern,
in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 12.10.

RABE, Jens-Christian (2008): Kein Kind, kein Mann, aber laut.
Seit wann gibt es Teenager? Seit wann eine eigenständige Jugendkultur? Seite den vierziger oder sogar schon seit den zwanziger Jahren? Jon Savage findet den Teenager früher: "Teenage. Die Erfindung der Jugend (1875 - 1945),
in: Literaturbeilage der Süddeutschen Zeitung v. 14.10.

FRITZEN, Florentine (2008): Die Stimmen der Teenager.
Jon Savage zeichnet ein präzises Panorama der Erfindung der Jugend,
in: Literaturbeilage Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 15.10.

SAUPE, Volker (2008): Wandervögel, Rowdies und Konsumenten.
Der britische Musikjournalist Jon Savage erforscht die Erfindung des Teenagers,
in: Berliner Zeitung v. 15.10.

WALTER, Klaus (2008): Wen die Götter lieben.
Jon Savage über die Erfindung des Teenagers und die Entdeckung der Jugend,
in: Literaturbeilage junge Welt v. 15.10.

FRÖHLICH, Sabine (2008): Die erfundene Jugend.
Jon Savage erzählt vielstimmig die Vorgeschichte der Teenager,
in: Neue Zürcher Zeitung v. 22.10.

DENK, Felix (2008): Die Jugend von Gestern.
Jon Savage: Punk war nicht die erste Jugendrebellion. Rock'n'Roll auch nicht. Die Geschichte der Jugend und ihrer Emanzipation geht weit ins 19. Jahrhundert zurück. Jon Savage hat sie mit seinem alten Punk-Selbstverständnis neu aufgeschrieben. Dass die Jugend von Erwachsenen erfunden wurde, ist dabei nur eine der vielen Überraschungen,
in:
de:bug Nr.127, November

WEICKMANN, Dorion (2008): Alles wollen, sofort.
Jon Savage untersucht die Geburt des Teenagers aus dem Geist des Massenkonsums,
in: Literaturmagazin der
ZEIT Nr.49 v. 27.11.

WITTSTOCK, Uwe (2008): Griechenland ist überall.
Der britische Kulturhistoriker Jon Savage beschreibt die Kulturgeschichte jugendlichen Aufbegehrens,
in:
Welt v. 11.12.

Neu:
WOLF, Patricia (2009): Verwirrung und Größenwahn.
Rimbaud war der Messias: Jon Savage über die Erfindung der Jugend,
in: Tagesspiegel v. 16.02.

 
       
   

Teenage (2007).
The Creation of Youth 1875 - 1945
Chatto & Windus

 
   
     
 

Klappentext

"In1945, just as the war was ending,‘the teenager’ arrived. This is the story of how we got to that moment—the century and a half of ferment, folly, and angst that created a separate Teen Age in Europe and America. Jon Savage goes back to 1875 (when the first bestselling teenage memoir appeared and the first teenage mass murderer was tried), and takes us all the way through to the death of Anne Frank. In between we roam London, New York, Paris and Berlin with hooligans, Apaches, and other gangs; explore free love with Rupert Brooke and eternal youth with Peter Pan; see commerce and advertising grab a new market and watch the relentless militarisation of youth, from the Boy Scouts to the Hitler Youth. Savage describes all ranks and kinds of people, from flappers and zootsuiters to the Bright Young Things, the unemployed and the Lost Generation. The book rings with music, from Ragtime to Swing, and the stories come fast and furious, comic, poignant, painfully moving. Following the endless efforts of adults to contain, channel and control youth and the ideals and rebellion of young people determined to make their own way, Teenage covers two world wars—one which obliterated the dreams of a romantic generation; the other which unleashed the power of America - and the teenager - on the world."

 
     
 
       
   

Rezensionen

Englischsprachige Rezensionen
ROSS, Andrew (2007): The Teen Commandments.
Acht, the wild cliques! Jon Savage documents the prehistory of youth subculture,
in: Village Voice v. 09.04.

ALTSCHULER, Glenn C. (2007): Teen spirit.
Tracing the roots of today's 'product-hungry' adolescents to young rebels of the past,
in: Boston Globe v. 22.04.

TAYLOR, Charles (2007): Conformsit Rebels Kindle Teen Spirit,
in: The New York Observer v. 24.07.

PAGLIA, Camille (2007): The Young and the Restless,
in: New York Times Book Review v. 06.05.

BRUNTON, Michael (2007): Talking 'Bout Their Generation,
in: Time v. 10.05.
Deutschsprachige Rezensionen

RAPP, Tobias (2007): Vorbereitungen zu Elivs' Krönung.
Vor 30 Jahren starb Elvis Presley. Pophistoriker Jon Savage erzählt in einem Buch, wie das Subjekt entstand, das ihm Weltruhm brachte: der Teenager,
in: TAZ v. 16.08.

"Grob lässt sich Savages Buch in zwei Hälften teilen: die Zeit bis 1918 und die Zeit danach. Das hat seinen Sinn. Zum einen, weil der Erste Weltkrieg und das Massensterben der europäischen Jugendlichen in den Schützengräben einen Generationenkonflikt hervorbringt, der schärfer ist als alle ähnlich gelagerten Auseinandersetzungen zuvor. Es herrschte damals ein distinktes Gefühl, dass die alte Welt gestorben ist und die Alten ihr Recht verwirkt haben, über das Leben der Jungen zu entscheiden. Zum anderen aber auch, weil Savage das Leben und die Kultur der Heranwachsenden vor 1918 aus impressionistischen Tupfern der zahlreichen Bewegungen ihrer Zeit zusammensetzt, den Hooligans in London, den Gangs von New York und Chicago, den deutschen Wandervögeln, den Pfadfindern und den französischen Décadents. Nach 1918 bekommt das Buch (und die historische Entwicklung) aber einen ganz anderen Zug: Der große Konflikt zwischen dem deutschen und dem amerikanischen Adoleszenzmodell kristallisiert sich erst dann heraus",

schreibt Tobias RAPP über das Buch von Jon SAVAGE. Zum amerikanischen und deutschen Adoleszenzsystem führt RAPP aus:

"Tatsächlich bildet Deutschland den großen Gegenpart zu den USA. Was auch an der ähnlichen Selbstwahrnehmung liegt - das Deutsche Reich begreift sich genau wie die USA als junge Nation, für beide ist die Jugend der Spiegel der Nation. Niemand denkt dies radikaler zu Ende als die Nazis, die ihr gesamtes Herrschaftssystem auf der deutschen Jugend aufbauen. »Hart wie Kruppstahl, flink wie Windhunde und zäh wie Leder« soll sie werden - und Savage weist überzeugend nach, wie geschickt die Nazis mit der Hitlerjugend und ihren diversen Unterabteilungen eine militärische Vorfeldorganisation schufen, die durch Training, ideologische Indoktrination und dadurch, dass sie Jugendlichen recht früh scheinbare Verantwortung übertrug, eine Kraft entwickelte, der England und Frankreich recht wenig entgegenzusetzen hatten."

 
       
   

England's Dreaming (2001).
Anarchie, Sex Pistols, Punk Rock
Berlin: Edition Tiamat

 
   
     
 

Klappentext

"In seinem Film. ,»The great Rock 'n' Roll Swindle« klärt der Manager der Sex Pistols Malcom McLaren in zehn Lektionen darüber auf, wie eine Pop-Gruppe gegründet und vermarktet wird, wie sich die großen Plattenfirmen am besten über den Tisch ziehen lassen und wie man die Touristenattraktion Nummer 1 auf der Welt wird. Wie in jedem modernen Mythos vermischt sich Wahrheit mit Legende und bietet jede Menge Raum für Selbststilisierungen. Jon Savage hat sich mitten in diese unglaubliche Geschichte hineinbegeben. Entstanden ist ein in England und Amerika hoch gelobtes Buch über Punk Musik, über The Clash, Ramones und andere Gruppen, die neben den Sex Pistols ihr Unwesen trieben. Wie Savage die Geschichte des Punk vor dem sozialen und politischen Hintergrund der siebziger Jahre beleuchtet und als Phänomen einer verarmten und verlorenen Jugend interpretiert, die auf die Glücksversprechungen der Gesellschaft pfeift und ihr Haß und Verachtung entgegenschleudert, ist brillant. Es ist aber auch die Geschichte der vier Jungs aus einer ziemlich verrotteten Gegend in Löndon, die Geschichte von John Lydon alias Johnny Rotten, Sid Vicious, Steve Jones und Paul Cook, »extrem häßliche« Dilettanten, »die keinen blassen Schimmer« hatten, »Ausgestoßene«, die niemand wollte. Mit »God save the Queen« stürmten sie die Charts, während der Rundfunk sich weigerte, das Stück zu spielen. Durch ihr rotzig-pubertäres Auftreten wurden sie zum »Liebling« des nach Skandalen hechelnden Boulevard und zu den Prügelknaben der Nation. Jon Savage erzählt episch, ausschweifend und läßt immer wieder die Protagonisten selbst zu Wort kommen. Eine packende Studie, in der auch die 10. Lektion geklärt wird: »Who killed Bambi?«"

 
     
 
       
   

Rezensionen

ALTENBURG, Matthias (2001): In die Asche pissen.
Matthias Altenburg entdeckt die Punk-Bewegung neu: in der fabelhaften Kulturgeschichte des Musikjournalisten Jon Savage,
in: Die Woche Nr.25 v. 15.06.

SCHÄFER, Frank (2001): Leere Augen.
"England's Dreaming" - Jon Savages Punk-Geschichte,
in: Neue Zürcher Zeitung v. 21.06.

LIEBS, Holger (2004): Vielen Punk!
"Sex Pistols", Loveparade und die Suche nach der verlorenen Zeit,
in: Süddeutsche Zeitung v. 20.07.

 
   

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Bernd Kittlaus
webmaster@single-generation.de Erstellt: 21. September 2004
Update: 19. März 2015