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Nick Hornby: der einsame Single-Mann

 
       
     
       
     
       
   

Nick Hornby in seiner eigenen Schreibe

 
   
  • HORNBY, Nick (2001): What does the new Top Ten list mean?
    in:
    The New Yorker v. 13.08.

 
   
     
 

Die Kolumne

Ab April 2004 erscheint Nick Hornbys Kolumne »Bücherliste« gleichzeitig im neuen deutschen Magazin »Monopol« und in der amerikanischen Zeitschrift »The Believer«

 
     
 
       
   

Nick Hornby: Porträts und Gespräche

 
   
deutschsprachiger Raum

FUNCK, Gisa (1998): Chronist der Ewigjungen.
Der Brite Nick Hornby schreibt über die Nöte der pubertierenden Popgeneration,
in: Tagesspiegel v. 23.09.

Infos zu: Gisa Funck - Autorin der Generation Golf

ZIEGLER, Helmut (2001): Hilfe für Danny.
Der britische Erfolgsautor Nick Hornby spendet den Erlös seines neuen Buchs für autistische Kinder - sein achtjähriger Sohn leidet ebenfalls an der Krankheit,
in: Die Woche Nr.21 v. 18.05.

HUNKE, Jörg (2001): Lassen Sie uns über Pop reden.
Warum der Schriftsteller Nick Hornby immer wieder CDs wegwirft und die Regierung auffordert, den Platz für Musik und Bücher im Haushalt zu begrenzen.
in: Frankfurter Rundschau v. 18.08.

CREUTZ, Oliver (2001): "Gutsein ist leider kompliziert".
Auch Szene-Helden werden weise: der englische Autor Nick Hornby über die Schwierigkeit, anständig zu leben, gute Songs zu schreiben - und gelassen 40 zu werden,
in: Stern Nr.35 v. 23.08.

BRÖHM, Alexandra & Philip WEGMÜLLER (2001): "Mehr denn je geht es in diesen düsteren Zeitung um die grossen moralischen Fragen".
Der britische Kult-Autor Nick Hornby über den Krieg in Afghanistan, seinen autistischen Sohn Danny und die Unterschiede zwischen Mann und Frau
in: Sonntagszeitung v. 14.10.

HÖPFNER, Marc (2002): Ich habe einen Traum,
in: Die ZEIT Nr.4 v. 17.01.

Nick HORNBY träumt von San Francisco und erzählt von seiner nicht-konventionellen Familie, die jeden Statistiker alter Schule die Haare zu Berge stehen lassen würde. Polarisierer wie Herwig BIRG oder Jürgen BORCHERT würden sich die Hände reiben, denn HORNBY ist in ihren statistikblinden Augen ein Single, weil er nicht mit seinem Sohn zusammenwohnt, sondern "ein paar Meter entfernt wohnt" von seiner Ex-Frau. Warum er seinen Traum nicht lebt, erklärt er damit, dass seine Familie die Immobilität erfordert. Auch so kann das angeblich hochmobile Singleleben aussehen!

SIEMENS, Anne (2005): Nick Hornby über Ego,
in: Süddeutsche Zeitung v. 31.12.

englischsprachiger Raum

JOYCE, Cynthia (1996): Lit Chat,
in:
Salon.com v. 14.10.

LEACH, Francis (1998): Nick Hornby,
in: Australian Broadcasting Corporation
, November

GERRAD, Nicci (1999): Soft lad,
in: Guradian Unlimited
v. 25.04.

SEATON, Matt (2000): About Nick's boy.
Until now Nick Hornby has said very little about his autistic son. Matt Seaton hears about the stress, struggles and strange humour of life with Danny and the school which has changed everything,
in: Guardian
v. 08.11.

 
       
   

Werkschau

WITTSTOCK, Uwe (1999): Nick Hornbys Erfolgsrezept. Ein Thema, drei Romane,
in: Literaturkritik.de
Nr.2/3, März

BARFUSS, Thomas (2006): Wärmestrom aus Cool Britannia.
Literatur zwischen Pop und Politik bei Nick Hornby,
in: Das Argument, H.2

BARFUSS stellt den britischen Popliteraten Nick HORNBY als Vertreter eines literarischen Wärmestroms vor - im Gegensatz zu Bret Easton ELLIS, der für den literarischen Kältestrom steht. Seine These:

"Indem seine Figuren von nichts als von sich selbst schwatzen - ihren Krisen, ihren Beziehungen, ihrer Musik, ihrem Sex - erzählen sie wie nebenbei auch die Transformationsgeschichte des linksliberalen Milieus. Was Hornbys Schilderung vom Leben in Cool Britannia das Zeug zum Exportschlager verleiht, ist dabei zweierlei: die Herausbildung eines globalen Pop-Universums macht dieselben Muster, Bilder und Bezugspunkte einem urbanen Mittelstand weltweit verfügbar; und die Globalisierung der bürgerlichen Kälte schafft das Bedürfnis nach Teilhabe an einem neuen gesellschaftlichen Wärmestrom, bei dessen politischer Fassung New Labour international eine Vorreiterrolle eingenommen hat."

 
       
   

Ballfieber - Die Geschichte eines Fans (1997)
Köln:
Kiepenheuer & Witsch

 
   
     
 

Klappentext

"Gleich sein erstes Buch machte Nick Hornby mit einem Schlag berühmt: 'Fever Pitch' hat beim Publikum und bei den Journalisten wahre Begeisterungsstürme entfacht. Hornbys Buch war bahnbrechend, weil es als erstes auf den Punkt brachte, was Fußballbesessenheit in all ihren ernsten und komischen Facetten ausmacht. 'Fever Pitch' ist die Geschichte eines Fußballfans, dessen Leben von den seltenen Siegen und zahlreichen Niederlagen seines Clubs bestimmt wird. Der Fan heisst Nick Hornby, sein Verein Arsenal London. Mit wunderbarer Leichtigkeit und sprühendem Witz schildert Hornby die Spiele und sein Leben: In zahlreichen mal amüsanten, mal nachdenklichen Anekdoten erzählt er von der Scheidung der Eltern, dem Alltag in der Vorstadt, dem lustlos absolvierten Studium in Cambridge und den ersten Freundinnen. 'Fever Pitch' ist der Versuch, einen Blick hinter die Besessenheit zu werfen. Warum hat die Beziehung, die als Schuljungenschwärmerei begann, beinahe ein Vierteljahrhundert überdauert, länger als irgendeine andere Beziehung, die ich freiwillig eingegangen bin?"

 
     
 
       
   

Gespräch

SCHRÖDER, Matthias (1997): Die Leiden des Fanseins,
in:
Subway, Januar

 
       
   

High Fidelity (1996)
Köln:
Kiepenheuer & Witsch

 
   
     
 

Das Buch in der Debatte

"Der Kult um (...) Listen führt zum Kern der Sache: Obwohl sie sich eine gewisse historische Objektivität anmaßen, sind sie sehr subjektiv, nämlich verkappte Biografien der Innerlichkeit, Listen der hundert besten Leih-Gefühle. Popmusik erlaubt es nämlich Männern, über ihre Gefühle zu reden, ohne sie benennen zu müssen, ihnen Gesichter zu geben, die nicht die eigenen sind, und sich in Traditionen einzuordnen, in denen ihre Väter nicht vorkommen. Sie ist das Esperanto von Emotionen, bei denen es in der Regel um Frauen geht, jedoch ohne daß man sie daran beteiligen muß, was auf Dauer ohnehin nur zu Komplikationen führt: Das ist tatsächlich, wie im Tagtraum, eine emotionale Selbstbedienung.
Das ist jedenfalls der Eindruck, den der Roman »High Fidelity« von Nick Hornby erweckt, der auch vom Listenanlegen und seiner Bedeutung für Männerfreund- und feindschaften handelt. Vor allem aber geht es um die Diskrepanz zwischen dem Liebesleben, wie es in Popsongs erscheint, und dem seines Helden, der seine »unrealistischen Erwartungen an Beziehungen« dem Konsum von Dusty Springfield-Platten anlastet. Hornbys Roman ist, viel deutlicher als seine Verfilmung, eine Satire über die Pop-Sozialisation, deren biografische Relevanz er auslotet, ohne sich einfach nur hinter Listen zu verstecken. Aber gerade sein Unvermögen, Gefühle zu beschreiben, ohne schließlich doch ein Musikstück anzuführen, in dem es viel besser gefaßt ist, macht ihn zum Modellfall des Popkonsumenten: Sein Drama zeigt, daß der exzessive Konsum von Lebensbildern im eigenen Leben überhaupt nicht weiterhilft.
Popmusik erscheint so als die Innenauspolsterung einer existentiellen Isolation, die letztlich auch durch Paarbildungen nicht behoben werden kann."
(aus: Walter Grasskamp "Konsumglück", 2000, S.87f.)"

 
     
 
       
   

Rezensionen

MOORE, Suzanne (1995): Slipped discs,
in: Guardian Unlimited
v. 28.03.

GROß, Thomas (1996): Das große Jungensding.
Endlich! Der Roman über die männliche Liebe zur Schallplatte ist da. In "High Fidelity" verrät Nick Hornby, was das Sammeln runder Scheiben mit konkreter Lebenshilfe zu tun hat. Und warum Frauen leider draußen bleiben müssen,
in: TAZ v. 24.02.

LINDEN, Thomas (1996): Die goldenen Illusionen der Jugend.
Komische Wiederbelebung der 70er Jahre,
in: Berliner Zeitung
v. 06.07.

 
   

Das Buch in der Debatte

GRASSKAMP, Walter (2000): Konsumglück,
München: C.H. Beck

RUNGE, Heike (2001): Beim Sex mit Babystimme reden.
Alle lieben Listen und Ranking - das Internet, die Buchhaltung und die Popliteratur. Die Zentralmetapher des Generationenromans ist die Hitparade,
in: Jungle World
Nr.18 v. 25.04.

 
   

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Update: 14. August 2015