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Simon Reynolds: Post-Punk

 
 
     
 
     
 
   

Simon Reynolds in seiner eigenen Schreibe:

 
     
 
   

Simon Reynolds im Gespräch

 
   
  • RAPP, Tobias (1998): Massenboheme auf E.
    Werden wir noch einmal so aufgeregt sein? Der Musikkritiker Simon Reynolds über Parallelen zwischen Rock- und Rave-Kultur und die Bedeutung von Drogenzyklen, den männlichen Kriegerkörper im Hardcore und die politis,
    in: TAZ v. 04.09.
 
 
 

Schmeiß alles hin und fang neu an (2007).
postpunk 1978 - 1984
Hannibal

 
 
 

Klappentext

"Auf rund sechshundert Seiten stellt Simon Reynolds Bands und Musiker vor, die auf ganz unterschiedliche Weise das Rad der Musikkultur neu erfanden: Public Image Limited, The Buzzcocks, Devo, Pere Ubu, Scritti Politti, Joy Division, Wire, Talking Heads, The Fall, Robert Wyatt, Cabaret Voltaire, The Human League, ABC, Art Of Noise und Frankie Goes To Hollywood, um nur einige zu nennen. Im Sommer 1976 explodierte Punk – und zwei Jahre später waren nur noch Rauchwolken und ein Häufchen Asche übrig. Johnny Rotten fragte beim letzten Konzert der Sex Pistols spöttisch ins Publikum: »Schon mal das Gefühl gehabt, verarscht worden zu sein?«. Damit brachte er die Enttäuschung und Verbitterung vieler Protagonisten und Fans der folgenreichsten Kulturrevolution der Siebzigerjahre auf den Punkt. Hier setzt Simon Reynolds an. In Rip It Up And Start Again nimmt er jene Musikergeneration unter die Lupe, für die das Ende von Punk ein Anfang war."

 
 
 
 
  • Rezensionen

    • Neu:
      BALZER, Jens (2007): Alle Tore offen.
      Warum die heroische Zeit des Pop weder in den sechziger noch in den neunziger Jahren war, sondern um 1980: das wilde Fest nach dem Punk,
      in: Literaturen, Juli/August
      • Inhalt:
        Anlässlich der deutschen Ausgabe von "Rip It Up And Start Again" von Simon REYNOLDS schwelgt der Popist Jens BALZER in heroischen Post-Punk-Zeiten:

                     "Blasse junge Männer beklagen zu pulsenden Beats die Klassenverhältnisse im Spätkapitalismus, strahlende Mädchen streiten in ironischer Primitiven-Verkleidung gegen sexuelle Ausbeutung und den Machismo des Rock 'n' Roll. Die Jahre zwischen 1978 und 1984 waren die heroische Zeit der Popmusik, eine Epoche, die nur so strotzt vor Kraft, Erfindungsgeist, Futurismus."
                     BALZER drösselt noch einmal die Kontroverse zwischen "Rockisten" (Greil MARCUS, Rolling Stone incl. angeschlossener bürgerlicher Feuilletons) und "Popisten" auf (Diedrich DIEDERICHSEN und Spex):
                     "Während die Rockisten zur Nostalgie neigen und zum kulturpessimistischen Lamento, schreiben die Popisten jenen Fortschrittsgedanken fort, wie ihn die Epoche des Postpunk geprägt hat. Historiografie ersetzen sie durch Theorie und die Liebe zur Tradition durch Utopismus. Zukunft gilt ihnen viel, Vergangenheit hingegen wenig."
                     Da den Popisten aus diesen Gründen bislang ein "Historiker" fehlte, sieht er Simon REYNOLDS als Glücksfall an:
                     "Er ist ein empathischer Anti-Rockist, voller Misstrauen gegenüber der Verherrlichung von Tradition und Authentizität. Dennoch ist er ein glühender Historiker."
                     In den "Indie-Rockern" ab Mitte der 80er Jahre sieht BALZER die erste Popkultur, die sich als "retro" verstand und sich der erschlafften utopischen Kräften verdankte.
 
   

Rip it up and Start Again (2005).
postpunk 1978 - 1984
Faber

 
   
 
 

Klappentext

"Punk's raw power rejuvenated rock, but by the summer of 1977 the movement had become a parody of itself. Rip It Up and Start Again is a celebration of what happened next: postpunk bands like PiL, Joy Division, Gang of Four, Talking Heads, The Fall and Cabaret Voltaire, who dedicated themselves to fulfilling punk's unfinished musical revolution. The postpunk groups were fervent modernists. Experimenting with electronics and machine rhythm or adapting ideas from dub reggae and disco, they were totally confident they could invent a whole new future for music. Confronted by a time of enormous dislocation, tension, and dread - the resurgence of the Far Right, the election of Thatcher and Reagan, and the final spasm of the Cold War - the postpunks also tried to build an alternative culture with the birth of independent labels like Rough Trade, Factory, Mute and SST, and the proliferation of the do-it-yourself ethos.

»Constant change« was the watchword of the postpunk era, with endless brilliant innovations not just in music but in lyrics, performance, style, and design. This spirit continued and mutated with the New Pop of the early eighties - Human League, Adam Ant, ABC, Madness, Dexy's Midnight Runners, Frankie Goes to Hollywood - all of whom originally came out of punk, but who playfully embraced glamour and video in order to propel their bright ideas into the heart of the mainstream.

As a distinct epoch, 1978-84 rivals the sixties for the sheer amount of fabulous music created, the spirit of adventure and possibility that infused it, and the way the sounds felt inextricably connected to the political and social turbulence of the day. In this, the first book to take a big picture view of the entire postpunk period, Simon Reynolds, acclaimed author of Energy Flash, recreates a time of tremendous urgency and idealism in pop music. Rip It Up and Start Again also offers a shadow history of the Thatcher-Reagan era, that massive backlash against the countercultural sixties and the permissive seventies, in the process capturing the poignancy of a generation radicalised by punk only to find themselves struggling against the grain of an increasingly conservative culture."

 
 
 
 
   
  • Deutschsprachige Rezensionen

    • RAPP, Tobias (2005): Zerreißen und neu starten.
      Hinweg mit dem alten Rockkanon, hier kommt der neue! Der britische Musikjournalist Simon Reynolds erzählt mit "Rip It Up And Start Again" die Geschichte des Postpunk der Jahre 1978-84,
      in: TAZ v. 20.05.
      • Inhalt:
        RAPP stellt das Buch "Rip It Up And Start Again" von Simon REYNOLDS als wichtigen Beitrag zum musikalischen Generationenkampf vor.

              
          Er bedauert, dass es das Buch wohl kaum in einer deutschen Übersetzung geben wird:
              
          "Dass sich (...) jemals ein deutscher Verlag finden wird, Simon Reynolds großartiges Postpunk-Geschichtsbuch (...) zu übersetzen, dürfte sehr unwahrscheinlich sein. Und das, obwohl es sich prima als großer Bruder von »Verschwende Deine Jugend« machen würde. Die gleiche Ära wird beschrieben, die Jahre nach Punk, also die Zeit von 1978 bis 1984. Eine ähnliche Geschichte wird erzählt: Wie sich aus dem Geist des fröhlichen Dilettantismus unter Zuhilfenahme von viel Amphetaminen eine Szene herausbildet, die sich radikal gegen die Rituale des Rock definiert und oft an Ideen mehr Interesse hat als an Musik.
              
          (...).
        Jenseits der Rekonstruktion einer vergangenen Epoche verfolgt Reynolds (...) eine ganz zeitgenössische Agenda: publizistisch nachzuvollziehen, was in der Produktion aktueller Popmusik schon längst geschehen ist, den alten Rockkanon von seinem Sockel zu stoßen nämlich. Denn auch wenn sich heute kaum noch eine Band auf die Rolling Stones bezieht - in der Liste der wichtigsten Platten aller Zeiten einer Zeitschrift wie Rolling Stone sind sie immer noch achtmal enthalten, neben sieben Dylan-Alben. Was nach 1980 erschienen ist, wird dort noch immer nur mit spitzen Fingern angefasst. There's a Kulturkampf going on: Nach der musikalischen heißt es nun endlich auch die symbolische Anziehungskraft der Babyboomerbands zu brechen. Oder anders formuliert: die Jahre von 1978 bis 1984 sind mindestens so reich und vielfältig wie jene von 1964 bis 1969. Fresst das endlich und sterbt."
    • WALTER, Klaus (2005): History-Remixer.
      Der britische Musiktheoretiker Simon Reynolds erzählt seine spannende Version des Post-Punk,
      in: Rolling Stone, August
    • HARTMANN, Andreas (2005): Scheiß auf Punk.
      Wo beginnt Punk, wo endet er? Was von New Wave hat überlebt, was hat sich überlebt? Zwei neue Bücher und diverse Platten fahnden immer noch,
      in: Jungle World Nr.33 v. 17.08.
    • MÜLLER, Markus (2005): Zwischen Rip-Off und Start-Up.
      Über Simon Reynolds, "Rip It Up and Start Again - Post-Punk 1978-1984",
      in: Texte zur Kunst, Nr.60, Dezember
 
     
     
   

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Update: 09. Januar 2009
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