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Simon Reynolds:
Post-Punk
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Simon
Reynolds in seiner
eigenen Schreibe:
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Simon Reynolds im Gespräch
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- RAPP,
Tobias (1998): Massenboheme auf E.
Werden wir noch einmal so aufgeregt sein? Der Musikkritiker Simon
Reynolds über Parallelen zwischen Rock- und Rave-Kultur und die
Bedeutung von Drogenzyklen, den männlichen Kriegerkörper im Hardcore
und die politis,
in: TAZ v. 04.09.
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Klappentext
"Auf rund
sechshundert Seiten stellt Simon Reynolds Bands und Musiker
vor, die auf ganz unterschiedliche Weise das Rad der
Musikkultur neu erfanden: Public Image Limited, The
Buzzcocks, Devo, Pere Ubu, Scritti Politti, Joy Division,
Wire, Talking Heads, The Fall, Robert Wyatt, Cabaret
Voltaire, The Human League, ABC, Art Of Noise und Frankie
Goes To Hollywood, um nur einige zu nennen. Im Sommer 1976
explodierte Punk – und zwei Jahre später waren nur noch
Rauchwolken und ein Häufchen Asche übrig. Johnny Rotten
fragte beim letzten Konzert der Sex Pistols spöttisch ins
Publikum: »Schon mal das Gefühl gehabt, verarscht worden zu
sein?«. Damit brachte er die Enttäuschung und Verbitterung
vieler Protagonisten und Fans der folgenreichsten
Kulturrevolution der Siebzigerjahre auf den Punkt. Hier
setzt Simon Reynolds an. In Rip It Up And Start Again nimmt
er jene Musikergeneration unter die Lupe, für die das Ende
von Punk ein Anfang war."
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Rezensionen
- Neu:
BALZER, Jens (2007):
Alle Tore offen.
Warum die heroische Zeit des Pop weder in den sechziger noch in den
neunziger Jahren war, sondern um 1980: das wilde Fest nach dem Punk,
in: Literaturen, Juli/August
- Inhalt:
Anlässlich der deutschen Ausgabe von "Rip It Up And Start Again" von
Simon REYNOLDS schwelgt der Popist
Jens BALZER in heroischen
Post-Punk-Zeiten:
"Blasse junge Männer
beklagen zu pulsenden Beats die Klassenverhältnisse im
Spätkapitalismus, strahlende Mädchen streiten in ironischer
Primitiven-Verkleidung gegen sexuelle Ausbeutung und den Machismo
des Rock 'n' Roll. Die Jahre zwischen 1978 und 1984 waren die
heroische Zeit der Popmusik, eine Epoche, die nur so strotzt vor
Kraft, Erfindungsgeist, Futurismus."
BALZER drösselt
noch einmal die Kontroverse zwischen "Rockisten" (Greil MARCUS,
Rolling Stone incl. angeschlossener bürgerlicher Feuilletons)
und "Popisten" auf (Diedrich DIEDERICHSEN und Spex):
"Während die Rockisten
zur Nostalgie neigen und zum kulturpessimistischen Lamento,
schreiben die Popisten jenen Fortschrittsgedanken fort, wie ihn die
Epoche des Postpunk geprägt hat. Historiografie ersetzen sie durch
Theorie und die Liebe zur Tradition durch Utopismus. Zukunft gilt
ihnen viel, Vergangenheit hingegen wenig."
Da den Popisten
aus diesen Gründen bislang ein "Historiker" fehlte, sieht er Simon
REYNOLDS als Glücksfall an:
"Er ist ein
empathischer Anti-Rockist, voller Misstrauen gegenüber der
Verherrlichung von Tradition und Authentizität. Dennoch ist er ein
glühender Historiker."
In den "Indie-Rockern"
ab Mitte der 80er Jahre sieht BALZER die erste Popkultur, die sich
als "retro" verstand und sich der erschlafften utopischen Kräften
verdankte.
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Klappentext
"Punk's raw power
rejuvenated rock, but by the summer of 1977 the movement had
become a parody of itself. Rip It Up and Start Again is a
celebration of what happened next: postpunk bands like PiL,
Joy Division, Gang of Four, Talking Heads, The Fall and
Cabaret Voltaire, who dedicated themselves to fulfilling
punk's unfinished musical revolution. The postpunk groups
were fervent modernists. Experimenting with electronics and
machine rhythm or adapting ideas from dub reggae and disco,
they were totally confident they could invent a whole new
future for music. Confronted by a time of enormous
dislocation, tension, and dread - the resurgence of the Far
Right, the election of Thatcher and Reagan, and the final
spasm of the Cold War - the postpunks also tried to build an
alternative culture with the birth of independent labels
like Rough Trade, Factory, Mute and SST, and the
proliferation of the do-it-yourself ethos.
»Constant change« was the watchword of the postpunk era,
with endless brilliant innovations not just in music but in
lyrics, performance, style, and design. This spirit
continued and mutated with the New Pop of the early eighties
- Human League, Adam Ant, ABC, Madness, Dexy's Midnight
Runners, Frankie Goes to Hollywood - all of whom originally
came out of punk, but who playfully embraced glamour and
video in order to propel their bright ideas into the heart
of the mainstream.
As a distinct epoch, 1978-84 rivals the sixties for the
sheer amount of fabulous music created, the spirit of
adventure and possibility that infused it, and the way the
sounds felt inextricably connected to the political and
social turbulence of the day. In this, the first book to
take a big picture view of the entire postpunk period, Simon
Reynolds, acclaimed author of Energy Flash, recreates a time
of tremendous urgency and idealism in pop music. Rip It Up
and Start Again also offers a shadow history of the
Thatcher-Reagan era, that massive backlash against the
countercultural sixties and the permissive seventies, in the
process capturing the poignancy of a generation radicalised
by punk only to find themselves struggling against the grain
of an increasingly conservative culture."
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Deutschsprachige Rezensionen
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RAPP, Tobias (2005): Zerreißen und neu starten.
Hinweg mit dem
alten Rockkanon, hier kommt der neue! Der britische
Musikjournalist Simon Reynolds erzählt mit "Rip It Up And
Start Again" die Geschichte des Postpunk der Jahre 1978-84,
in: TAZ v. 20.05.
- Inhalt:
RAPP stellt das Buch "Rip It Up And
Start Again" von Simon REYNOLDS als wichtigen Beitrag zum
musikalischen Generationenkampf vor.
Er bedauert, dass es
das Buch wohl kaum in einer deutschen Übersetzung geben
wird:
"Dass
sich (...) jemals ein deutscher Verlag finden wird, Simon
Reynolds großartiges Postpunk-Geschichtsbuch (...) zu
übersetzen, dürfte sehr unwahrscheinlich sein. Und das,
obwohl es sich prima als großer Bruder von »Verschwende
Deine Jugend« machen würde. Die gleiche Ära wird
beschrieben, die Jahre nach Punk, also die Zeit von 1978
bis 1984. Eine ähnliche Geschichte wird erzählt: Wie sich
aus dem Geist des fröhlichen Dilettantismus unter
Zuhilfenahme von viel Amphetaminen eine Szene
herausbildet, die sich radikal gegen die Rituale des Rock
definiert und oft an Ideen mehr Interesse hat als an
Musik.
(...).
Jenseits
der Rekonstruktion einer vergangenen Epoche verfolgt
Reynolds (...) eine ganz zeitgenössische Agenda:
publizistisch nachzuvollziehen, was in der Produktion
aktueller Popmusik schon längst geschehen ist, den alten
Rockkanon von seinem Sockel zu stoßen nämlich. Denn auch
wenn sich heute kaum noch eine Band auf die Rolling Stones
bezieht - in der Liste der wichtigsten Platten aller
Zeiten einer Zeitschrift wie Rolling Stone
sind sie immer noch achtmal enthalten, neben sieben
Dylan-Alben. Was nach 1980 erschienen ist, wird dort noch
immer nur mit spitzen Fingern angefasst. There's a
Kulturkampf going on: Nach der musikalischen heißt es nun
endlich auch die symbolische Anziehungskraft der
Babyboomerbands zu brechen. Oder anders formuliert: die
Jahre von 1978 bis 1984 sind mindestens so reich und
vielfältig wie jene von 1964 bis 1969. Fresst das endlich
und sterbt."
- WALTER, Klaus (2005):
History-Remixer.
Der britische Musiktheoretiker Simon Reynolds erzählt
seine spannende Version des Post-Punk,
in: Rolling Stone, August
-
HARTMANN, Andreas (2005): Scheiß auf Punk.
Wo beginnt Punk, wo endet er? Was von New Wave hat
überlebt, was hat sich überlebt? Zwei neue Bücher und
diverse Platten fahnden immer noch,
in: Jungle World Nr.33 v. 17.08.
- MÜLLER, Markus (2005): Zwischen
Rip-Off und Start-Up.
Über
Simon Reynolds, "Rip It Up and Start Again - Post-Punk
1978-1984",
in: Texte zur Kunst, Nr.60, Dezember
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Englischsprachige Rezensionen
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Post-Punk bei
single-generation.de
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