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SCHWÄGERL, Christian (2003): Der Frauenzusammenführer.
Der Mann ist auf jeden Fall das zweite Geschlecht: Ein Gespräch
mit dem britischen Genetiker Steven Jones,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 22.08.
- Inhalt:
Der Genetiker Steve JONES, für dessen Buch Frank
SCHIRRMACHER kräftig die Werbetrommel
rührt, darf sich heute den Lesern vorstellen:
"als
Kind habe ich diese sportlichen, lauten, auftrumpfenden Jungs
gehaßt, doch zugleich das Gefühl verspürt, einer von ihnen sein zu
müssen, um es im Leben zu etwas zu bringen. Dann ist mir
widerfahren, was ich den »Triumph der Weichlinge« nenne. Viele der
»Kerls« von damals sind biographisch abgeschmiert. Und ich, der
verzärtelte Sonderling, darf meinen Schulkamaraden inzwischen über
die BBC und den »Daily Telegraph«, für den ich
Wissenschaftskolumnen schreibt, erklären, warum das so kommen
mußte."
Auf
die Frage, warum er ein Buch über Männer schreibe, antwortet
JONES: "Sex sells, und wer schreibt, ohne ans Geld zu denken, ist
nicht bei Sinnen."
SPIEGEL
-Titelgeschichte: Das Y-Chromosom.
Oder: Warum gibt es
eigentlich Männer? |
- SPIEGEL (2003): "Ich glaube an die Kraft
der Lust".
Der britische Genetiker Steve Jones über die Verdrängungskunst
des Mannes, die wundersame Vielfalt der Spermien und schlechte
Sexforschung,
in: Spiegel Nr.38 v. 15.09.
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SCHIRRMACHER, Frank (2003): Männerdämmerung.
Wer uns denkt: Frauen übernehmen die Bewußtseinsindustrie,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 01.07.
- Kommentar:
SCHIRRMACHER diagnostiziert den
Zerfall der Gesellschaft, der mit der Übernahme der
Bewußtseinsindustrie durch Frauen bereits im Gange ist.
Sein Gewährsmann dafür ist der Anthropologe Arnold GEHLEN:
"Die
Patriarchen verdämmern, und die Nachfrage nach ihnen
sinkt. Frauen übernehmen die Vermittlung und sogar die
Macht in einer zerfallenden Gesellschaft.
»Kleine zivilisierte Völker«, so hat Arnold Gehlen eines
vorhergesagt, »oder solche, denen alle Knochen zerschlagen
sind, streben der Deckung zu, sie neigen zu
Versicherungen, Krankenscheinen, zu sexuellen
Libertisinismen und moralischen Vorträgen an die
Außenwelt. Aber gerade diese Atmosphäre kommt den
innersten Bedürfnissen des Weibes entgegen«."
- ROLL, Evelyn (2003):
Majestät müssen gar nichts.
Wie die Schriftstellerin Literaturkritiker ärgert, einen
kränkelnden Markt ankurbelt und vor allem eines schaff -
Menschen zum Lesen zu bringen,
in: Süddeutsche Zeitung v. 05.07.
- Inhalt:
Evelyn ROLL stellt anlässlich des Artikels
von Frank SCHIRRMACHER Elke HEIDENREICH als
Literaturkritikerin vor.
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STG (2003): Briten, Frauen und die Bewusstseinsindustrie.
Anders als in Deutschland kommen Chefinnen im englischen
Mediengeschäft tatsächlich langsam voran,
in: TAZ v. 08.07.
- Inhalt:
STG widerspricht Frank SCHIRRMACHER.
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HAFNER, Gerhard (2003): Männer dämmern.
Wie Herr Schirrmacher leidet,
in: Freitag Nr.29 v. 11.07.
- Inhalt:
"Die Öffentlichkeit fuhr diesmal nicht auf
Schirrmachers Provokation ab.
Während
Katharina Rutschky in der Berliner Zeitung
den Militärhistoriker
Martin van
Creveld abwatschte, weil er das krude
antifeministische Traktat Das bevorzugte Geschlecht
ablieferte, passierte wesentlich Schlimmeres mit dem
FAZ-Feuilletonisten: Die Medien reagierten auf dieses
Eiferertum so gut wie überhaupt nicht und ließen ihn im
Regen stehen", fasst HAFNER das bisherige Geschehen -
unter Ausblendung der TAZ - zusammen.
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MÄRZ, Ursula
(2003): Elektra.
Sekretärinnen der Macht
in: Frankfurter Rundschau v. 11.07.
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BUCH, Hans-Christoph (2003): Big Sister.
Die Literatur ist weiblicher geworden. Hat ihr das
genützt oder geschadet,
in: Welt v. 12.07.
- Kommentar:
Die Welt lässt den 68er BUCH gegen das von
Frank SCHIRRMACHER
diagnostizierte Matriarchat im Kulturbetrieb wettern:
"Die
Verdrängung des auf Härte und Aggressivität beruhenden
männlichen Über-Ichs durch weibliche Werte wie Konsens und
Kompromiss ist auch im Kulturbetrieb zu beobachten. Das
von Judith
Hermann personifizierte »Fräulein-Wunder« der
deutschen Literatur ist hierfür nur ein Symptom", erklärt
BUCH und wertet Frauenliteratur generell als
"Wohlfühlliteratur" ab.
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HANIKA, Iris (2003): Geschlechterspannungsgenerator,
in: Welt v. 19.07.
- Inhalt:
Iris HANIKA bezeichnet
Hans-Christoph BUCHs Artikel als missratene
Frauenbeschimpfung, während Frank
SCHMIRRMACHER gelobt wird, denn:
"Mit
der Beschimpfung nämlich wird eine gewisse Gereiztheit
erzeugt, also eine Spannung, und die ist unverzichtbar
zwischen den Geschlechtern, weil sie in der Konsequenz zu
den Handlungen führt, die die Art erhalten. Instinktiv
wissen die Menschen das. Die Männer unter ihnen tun darum
regelmäßig so, als wären sie gar keine Frauenversteher.
Dann hören sie auf mit dem Katergeschnurr, stellen sich
hin wie Löwen und brüllen, so laut sie können."
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STEPHAN, Cora (2003): Huch, sie schreibt!
Warum beleidigte Männer Angst nicht nur vor starken
Frauen haben,
in: Welt v. 19.07.
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SCHIRRMACHER, Frank (2003): Kennwort Y.
Das Peter-Pan-Syndrom: Ein Schriftsteller attackiert die
Frauen,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 21.07.
- Kommentar:
SCHIRRMACHER spinnt unter Zuhilfenahme des
WELT-Artikels von Hans-Christoph BUCHs
seine These von der
Männerdämmerung weiter.
Florian
Illies muss dabei als Beispiel für das
Peter-Pan-Syndrom herhalten (sozusagen die männliche
Variante der Wohlfühlliteratur, quasi:
Harry Potter für 30-Jährige) und auf einen Umweg über
das Sozialverhalten der Orang-Utan gelangt er zur
Sozialstaatskritik: "Die Betreuung der Gesellschaft (...)
ist längst die eines Zoos".
SCHIRRMACHER
wäre in seiner Sicht dann in etwa so etwas wie ein
Zoodirektor und das Feuilleton die Hausordnung des Zoos...
- ESCH, Christian (2003): Der Mann,
der Wolf, der Orang-Utan,
in: Berliner Zeitung v. 22.07.
- Inhalt:
"Müßig die Frage, ob Menschen und
Orang-Utans in ihrem Sozialverhalten vergleichbar seien -
interessant ist ja nur, in welcher Tierart man sich
wiedererkennt. Die FAZ zum Beispiel ist, so wurde der
halbstarke Volontär dort gleich zu Beginn von einem
älteren Kollegen belehrt, »ein Wolfsrudel - und glauben
Sie bloß nicht, sie seien der Welpe der Alpha-Wölfin und
könnten hier rumschnappen«. Die Worte sind ihm noch lange
nachgegangen. Aber wer war bloß mit der Alpha-Wölfin
gemeint in diesem Männerrudel? fragt sich ESCH angesichts
von Kennwort Y.
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WERNEBURG, Brigitte (2003): Hans-Christoph Buch und die
Frauen.
dämmernde Männer etc.
in: TAZ v. 26.07.
- Inhalt:
Brigitte WERNEBURG erwidert auf
Hans-Christoph BUCHs Artikel:
"seine Kirche ist leer.
Ja, die Männer bilden keine ästhetischen Gemeinden mehr,
sie lesen keine Belletristik, keine Literatur, und sie
gehen, so sie jung sind, das ist die letzte erhobene
Erkenntnis, in keinem Fall ins Theater. Das alles ist seit
Jahr und Tag bekannt - und ignoriert von den Stützen des
Literatur- und Kulturbetriebs. In diesem Wegsehen liegt
eine Entscheidung. Diese macht Buch und Anhang zu ähnlich
tragikomischen Figuren, wie sie die Herren auf der Kanzel
sind".
- SCHMITTER, Elke (2003):
Warnung vor den Vipern.
Symbolisieren erfolgreiche Frauen wie Elke Heidenreich,
Sabine Christiansen oder Joanne K. Rowling eine weibliche
Machtübernahme im Kulturbetrieb? In "FAZ" und "Welt"
erläutern Männer in einer aufgeregten Sommerdebatte ihre
Sorgen,
in: Spiegel Nr.31 v. 28.07.
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STREERUWITZ, Marlene (2003): Der Mann am Scheideweg.
Die Schriftstellerin über die Klagegesänge von der
angeblich neuen Frauenmacht in der Kultur,
in: Spiegel Nr.31 v. 28.07.
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HAFNER, Gerhard (2003): Das ewig Mängelwesen.
Masculinities. Mittlerweile gilt nicht mehr die Frau,
sondern der Mann als der "dunkle Kontinent" der
Geschlechterforschung. Ein Streifzug durch neue
Publikationen in Sachen Männlichkeit,
in: Freitag Nr.33 v. 08.08.
- ROLL, Evelyn (2003): Das
Beste kommt noch.
Die Frauen übernehmen die Macht? Über eine Sommerdebatte
zum richtigen Zeitpunkt: Weil es im Herbst erst richtig
losgehen wird,
in: Süddeutsche Zeitung v. 16.08.
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SICHTERMANN,
Barbara (2003): Frauen machen Talkshows, Männer
Karriere.
Nach dem Abschied von Biolek und Friedman ist der
Polit-Talk in weiblicher Hand. Doch dass Frauen die besseren
Fragen stellen, ist ein Mythos,
in: Tagesspiegel v. 17.08.
- FISCHER, Andrea (2003): Wir
sind machtlos.
Wieviel Einfluß haben Frauen wirklich?
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 18.08.
- Neu:
GÜNTNER, Joachim (2003): Männer dämmern, Frauen stapeln
tief.
Anmerkungen zur Geschlechterdebatte in Deutschland,
in: Neue Zürcher Zeitung v. 23.08.
- Inhalt:
Joachim GÜNTNER stimmt seinem
FAZ-Kollegen SCHIRRMACHER hinsichtlich der Männerdämmerung
zu:
"Schirrmachers
Diagnose wäre wohl noch überzeugender, würde er sie nicht
nur mit Frauen illustrieren, denen in der Mehrzahl Macht
bloss als Erbe ihres Ehemannes zugefallen ist. Auf die
jüngere Generation sollte er sehen.
Schon 1964 betrachtete (...) konservative Soziologe Arnold
Gehlen misstrauisch die kulturelle Umprägung im Verhältnis
der Geschlechter (...). Vierzig Jahre später tritt der
Mann in Werbespots fast nur noch als Trottel auf, verwirrt
vom überlegenen weiblichen Gegenpart, ungeschickt, blöd
blickend und weitgehend stumm. Und in der Popmusik
beherrschen sexuell herausfordernde Supergirlies die
Szene, während die knäbischen Sänger um die Wette wimmern:
«Fühlst du nicht den Schmerz in mir / O siehst du nicht,
ich kann nicht mehr», greint Jungstar Ben seine Liebste
an, und das Popidol Xavier Naidoo schmachtet: «Ihrer
Königlichkeit ist nur ein König wert / Und ich bin wenig
königlich / Sie hat all das, was ich nicht hab / Sie sieht
mich einfach nicht.» Männerdämmerung? Wer wollte es
leugnen."
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