"Alex-Li
Tandem, Ende zwanzig, Sohn einer jüdischen Mutter und eines
chinesischen Vaters, ist Autogrammhändler. Seine Freunde
können mit dieser Profession gar nichts anfangen und
versuchen ständig, ihn von dieser unseriösen und
fadenscheinigen Tätigkeit abzubringen. Doch Alex-Li ist wie
besessen, feilscht und handelt und wird immer wieder von der
Angst vor Fälschungen gequält. Sein größter Wunsch ist es,
in den Besitz einer Autogrammkarte des geheimnisumwitterten
B-Movie-Stars Kitty Alexander zu gelangen. Reichtum und vor
allem Ruhm wären ihm sicher. Eines Tages wähnt sich Alex-Li
am Ziel seiner Träume, denn er hat nicht nur eine
Autogrammkarte erhalten, Kitty Alexander will ihn bei seinem
Deal unterstützen. Doch es kommt noch besser für Alex-Li,
als die Nachricht von Kitty Alexanders Tod kursiert - ein
Gerücht, das er nicht entkräftet, steigert dies doch den
Wert der Karte. Alex-Li beginnt, den größten Coup seines
Lebens zu planen ..."
Pressestimmen
"Alex, der Autogrammhändler, ist eines
jener Kinder der Globalisierung (...). Die Grundlagen seiner
kulturellen Identität bezieht er aus dem Fernsehen. (...).
Die Hauptfigur des Buches macht es den LeserInnen nicht
gerade leicht: Alex ist ein jungenhafter Typ, dessen Charme
sich durchaus in Grenzen hält. Er ist unfähig zur Loyalität
in Freundschaften und unfähig zur Liebe. (...).
Alex infantile Persönlichkeit geht auf eine Verwundung
zurück, die nie geheilt ist: Als er zwölf Jahre alt war,
starb sein über alles geliebter Vater. An die Stelle des
verlorenen Vaters ist eine Obsession getreten: die Verehrung
der obskuren Fünfzigerjahre-Hollywooddiva Kitty Alexander."
(Christiane Tschirnt in der TAZ
vom 20.03.2003)