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Hallgrimur Helgason in
seiner eigenen Schreibe
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Hallgrimur Helgason im
Gespräch
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Neu:
POHLISCH, Oliver (2008): "Nie mehr Sushi".
Der Materialismus der Isländer war dem Schriftsteller Hallgrímur
Helgason schon lange suspekt: Über Luftschlösser, Bodyguards und
Katerstimmung,
in: TAZ v. 15.12.
- Inhalt:
Der Schriftsteller Hallgrimur HELGASON über "101
Reykjavik" und die
Finanzkrise in Island:
"In
Ihrem Roman
»101 Reykjavík« würdigen Sie das exzessive Nachtleben von
Islands Hauptstadt. Inwieweit würden Sie den Aufstieg des Hotspots
Reykjavík mit dem Boom verbinden, den Island durchlebt hat?
Das Hotspot-Image
kam zuerst auf, angeheizt durch Björks frühen Ruhm und Damon Albarns
(Sänger von Blur) Interesse an Island. Das war in den frühen
Neunzigerjahren. Der Boom begann erst nach der Jahrtausendwende. Man
kann sagen, dass das »Hip and cool«-Image Islands, jenes, das die
frühen Björk-Jahre geschaffen hatten, half, das Selbstbewusstsein
der Business-Wikinger aufzubauen. Die Geschäftsleute haben ihren
Nutzen aus der Coolness der Künstler gezogen.
Ist die
Partylaune im Postzustellbezirk 101 Reykjavík getrübt?
Die Party ist
vorbei. All die schicken Restaurants in 101 Reykjavík sind leer. Die
Leute wagen es nicht mehr, ihre glänzend schwarzen Range Rovers
durch die Gegend zu fahren. Plötzlich ist reich zu sein ein großes
Tabu. Das Schlimmste am Kater ist für viele Leute, hören zu müssen,
dass alle Welt nun über Island lacht."
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Klappentext
"101 Reykjavík ist eine schräge Komödie
um den 34jährigen Hlynur, einen ziemlichen Versager,
der die Tage im Bett vergammelt und im Internet nach
Pornos surft und auch sonst wenig Sinnvolles tut. Er
lebt noch bei seiner Mutter, und wenn er mal
weggeht, dann bloß nachts zum Kneipenbummel mit
seinen Kumpels. Er hat zwar alle möglichen
Freundinnen, doch scheint sein Interesse eher
theoretischer Natur: er führt Listen, in denen er
penibel den Marktwert seiner Freundinnen und anderer
Frauen einträgt. Nur mit Lolla ist es anders."
Pressestimmen
"Hlynur
hat keinen Bezug zur Wirklichkeit, seine Welt ist
medial. Hlynur ist ein tragikomischer Jugendheld,
der auch mit 33 seinen Platz nicht gefunden hat, ein
Don Quijote der «Generation X», ein Schattenmann der
Spassgesellschaft. "
(Aldo Keel in der Neuen Zürcher Zeitung vom
17.10.2002)
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Rezensionen
- KEEL, Aldo (2002): Der
globalisierte Isländer.
Hallgrimur Helgasons Zeitgeistroman "101 Reykjavik",
in: Neue Zürcher Zeitung v. 17.10.
- WEGMANN, Thomas (2002): Der
in den Eisschrank schaut.
Hallgrimur Helgason erzählt von Leidenschaften und
Täuschungen in der isländischen Kälte,
in: Tagesspiegel v. 27.10.
- MAUS, Stephan (2002): König
Ohnehose.
Grotesk: Hallgrimur Helgasons Roman "101 Reykjavik",
in: Süddeutsche Zeitung v. 04.11.
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