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Pressestimmen
"Junko Sakai, die Autorin,
beschreibt in ihrem Buch »Makeinu no Toboe« (»Das
Heulen einer Verliererhündin«) die Zerrissenheit
zwischen beruflichem Selbstverwirklichungswunsch und
dem traditionellen Ideal der Ehemann und Kinder
versorgenden Ehefrau. Sie trägt jenes Japan, dem sie
qua beruflicher Laufbahn entflohen ist, mental noch
in sich und leidet unter dem gesellschaftlichen
Vorurteil, wonach nur eine verheiratete Frau
wirklich erwachsen sei."
(Siegfried Knittel in der
Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung vom
07.11.2004)
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Das Buch in der
deutschsprachigen Debatte
KNITTEL, Siegfried (2004): Das Heulen
einer Verliererhündin.
In Japan zerbrechen die alten Normen, und neue gibt es noch
nicht. So entsteht eine bislang unvorstellbare Kultur der
Verweigerung,
in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 07.11.
-
KNITTEL berichtet über den gesellschaftlichen
Wandel in Japan, der mit den "Freetern" und "parasitären Frauen"
zwei "antisoziale Gruppen" hervorgebracht hat:
"Freeter sind Teilzeitarbeiter, die sich in
keinem festen Arbeitsverhältnis binden wollen (...).
Die freeter sind einer anderen Gruppe verwandt, für welche
die Sozialwissenschaft den Begriff parasite single geprägt
hat. Man versteht darunter junge Leute, zu siebzig Prozent sind es
Frauen, die zwar einer geregelten Arbeit nachgehen, aber, meist
umsonst und von ihren Müttern umsorgt, zu Hause wohnen.
(...).
Tatsächlich ist das, was freeter und parasite singles
leben, eine Individualisierung, die auf halbem Wege stehenbleibt,
eine Protesthaltung, die nur das Recht auf individuellen Lebensgenuß
einfordert, sich aber der Verantwortung für ein eigenständiges Leben
verweigert."
Diesen "antisozialen Gruppen" stellt KNITTEL
eine dritte moderne Lebensform gegenüber: die erfolgreiche
Karrierefrau, deren Schicksal er folgendermaßen beschreibt:
"Frauen, die sich beruflich durchsetzen und, weil sie
gut verdienen, nicht bei ihren Eltern leben. Folglich werden sie von
den Medien prompt non parasite singles genannt. Ihr Dilemma
ist, daß sie meist keine Männer finden, die akzeptieren, daß ihre
Frau ihren Lebenssinn nicht in der Versorgung von Mann und Kindern
findet. Ein Bestseller aus der Feder einer solchen Single-Frau macht
indes die Gebrochenheit dieser Frauen deutlich. Junko Sakai, die
Autorin, beschreibt in ihrem Buch »Makeinu no Toboe« (»Das Heulen
einer Verliererhündin«) die Zerrissenheit zwischen beruflichem
Selbstverwirklichungswunsch und dem traditionellen Ideal der Ehemann
und Kinder versorgenden Ehefrau. Sie trägt jenes Japan, dem sie qua
beruflicher Laufbahn entflohen ist, mental noch in sich und leidet
unter dem gesellschaftlichen Vorurteil, wonach nur eine verheiratete
Frau wirklich erwachsen sei. Daß das Buch ein Bestseller wurde,
macht deutlich, wie virulent das Thema in Japan ist."
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Das Buch in der
englischsprachigen Debatte
GANAHL, Jane (2004): Single-Minded.
Women in Asia are starting to say "I don't",
in: San Francisco Chronicle v. 14.11.
Neu:
BEECH, Hannah (2005): The Wasted Asset.
Japanese women are smart and entrepreneurial, so why is
so little effort made to harness their talents?,
in: Time Magazine, Asienausgabe v. 29.08.
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