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Masahiro Yamada: Das Zeitalter der parasitären Singles

 
       
   
  • Kurzbiographie

    • 1957 geboren
    • 1999 Buch "Parasaito shinguru no jidai" (Das Zeitalter der parasitären Singles)
    • 2004 Buch "Kibo kakusa shakai"
    • Professor am erziehungswissenschaftlichen Institut der Universität Tokio
 
       
     
       
   

Masahiro Yamada in seiner eigenen Schreibe

 
   
YAMADA, Masahiro (2000): The Cowing Crop of Spoiled Singles,
in: Japan Echo, Juni

YAMADA, Masahiro (2010): Aiming for a New Happiness System,
in: Chuo Online v. 22.02.

 
       
   

Masahiro Yamada in der Debatte

 
   

TRAN, Mariko (2006): Unable or Unwilling to Leave the Nest?
An Analysis and Evaluation of Japanese Parasite Single Theories,
in: electronic journal of contemporary japanese studies v. 03.07.

 
       
   

Parasaito Shinguru no Jidai (1999)
Tokio: Chikuma Shinsho

 
   
     
 

Begriff: Parasitäre Singles

"Mr. Yamada defines parasite singles as »young men and women who continue living with their parents even after they become adults, enjoying a carefree and well-to-do life as singles.«"
(Hiroyuki Takahashi & Jeanette Voss, 2000)

 
     
 
       
   
  • Das Buch in der Debatte

TAKAHASHI, Hiroyuki & Jeanette VOSS (2000): "Parasite Singles" A Uniquely Japanese Phenomenon?
in:  JEI (Japan Economic Institute)-Report, Nr.31 v. 11.08.

 
   
  • Die Debatte um parasitäre Singles in den Medien

TOLBERT, Kathryn (2000): Japan's New Material Girls.
"Parasite Singles" Put Off Marriage for Good Life,
in: Washington Post v. 10.02.

ASHBY, Janet (2000): "Parasite singles": problem or victims?
in: Japan Times v. 07.04.

GENA, Yuji (2000): Don't Blame the Unmarried Breed,
in: Japan Echo, Juni

BUTTINGER (2001): Parasiten-Singles,
in:
Oberösterreichische Zeitung v. 01.08.

Ein Kommentar u. a. zu den japanischen Singles. Nesthocker im Konsumrausch werden von dem japanischen Soziologen Asahiro YAMADA als "parasitäre Singles" bezeichnet.

SCHNEPPEN, Anne (2002): Shoganai - es kommt, wie es kommt.
Geldnöte und Arbeitslosigkeit sind in Japan eine Schande - mit der Zahl der Konkurse steigt die Selbstmordrate,
in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 06.01.

Das Gegenstück zum männlichen Selbstmörder mittleren Alters ist für SCHNEPPEN der weibliche Single:

"Auf Tokios teurer Omotesando entsteht schon wieder ein Palast des Überflusses. Die typische Kundin ist freilich nicht die Hausfrau, sondern vielmehr die junge Büroangestellte. Meist leben die noch - mit freier Kost und Logis - bei ihren Eltern. 'Single-Parasiten' nennt der Volksmund diese Frauen, die ihren ganzen Verdienst dem Vergnügungen widmen können."

HAAK, Ulrike (2002): Post aus Tokio.
Single-Frauen in Spendierhosen,
in: Tagesspiegel v. 24.03.

Schon "fast die Hälfte aller japanischen Männer zwischen 30 und 34 ist Single - vor fünfzehn Jahren war nicht mal jeder Dritte im selben Alter noch allein stehend. Und während im Jahr 1985 gerade mal jede zehnte Japanerin über 30 noch ledig war, ist es heute jede dritte. Derweil hat ein krasser Imagewandel stattgefunden: Alleinstehende berufstätige Frauen im heiratsfähigen Alter gelten heutzutage als die freiesten und entspanntesten Menschen der Nation - vielleicht sogar die einzigen freien und entspannten Menschen in einem Land, in dem das Zusammenleben immer noch von starken Hierarchien geprägt ist. Und die ledigen Damen sind ein verlässliches Element des Binnenkonsums",

schreibt HAAK über die Großstadtsingles im Japan. Diese Sichtweise des Wirtschaftsressorts des Tagesspiegels scheint doch ein wenig zu optimistisch. In Japan herrscht Rezession und dadurch ist natürlich jeder Konsument willkommen, aber gleichzeitig stehen in Japan noch gravierendere Reformen des Sozialsystems an wie hierzulande, weswegen der Begriff "parasitäre Singles" zum Kampfbegriff der Familienrhetoriker avanciert ist.

In der japanischen Literatur gibt es nur wenige jüngere Autoren, die das Lebensgefühl der jungen Singles wiedergeben. Dazu gehört vor allem der auch bei uns erfolgreiche Haruki MURAKAMI, der jedoch eher das Lebensgefühl der männlichen Singles ausdrückt.

BLUME, Georg (2002): Lauter willenlose Parasiten.
Die japanische Volkswirtschaft krankt an kollektiver Verantwortungslosigkeit,
in:
Die ZEIT Nr.38 v. 12.09.

BLUME klagt über die japanische Jugend: "Ohne Berufsziel leben sie weiter auf Kosten der Eltern. Man nennt sie «Parasiten»: Es ist die Generation, der eines Tages die Qualifikation fehlen wird, um in einem Land, dessen Bevölkerung dramatisch altert, die Pensionen zu sichern. Ihre sprichwörtliche Faulheit aber sagt alles über die Zustände im Land der Arbeitsbienen: So viel Zukunftslosigkeit war in Japan noch nie."

SCHNEPPEN, Anne (2003): Es geht darum wieviel man aushalten kann.
Die stillen Verlierer der japanischen Dauerkrise,
in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 10.08.

Anne SCHNEPPEN montiert das Unglück japanischer Kleinbürger, den Kaufrausch parasitärer Singles und das Schicksal von Freetern (freie Arbeiter) zu einem sozialpopulistischen Japan-Bild zusammen.

McNEILL, David (2008): Japanes parents marry off "parasite single" offspring.
Young people living at home in their thirties are being paired up by mum and dad at large-scale lonely hearts conventions,
in: The Independet v. 24.08.

Neu:
HARNEY, Alexandra (2010): The Rise of the Parasite Singles.
What Americans can learn from these macabre tales of mummified Japanese centenarians,
in: Slate.com v. 13.08.

 
   

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Bernd Kittlaus
webmaster@single-generation.de Erstellt: 17. Juni 2005
Update: 07. Juli 2015