"Bis
dass der Tod Euch scheidet - vom Wagnis der Zweisamkeit
Ist der
liebende Mensch tatsächlich kaum mehr als ein »liebender
Affe«, wie es der Spiegel in einer spektakulären
Titelgeschichte behauptete? Und wird die Institution Ehe
eines Tages der Vergangenheit angehören? Eberhard Straub
unternimmt einen höchst unterhaltsamen Streifzug durch die
Geschichte der Ehe und der Familie. Trotz stetig steigender
Scheidungsraten, so lautet seine These, wird die Ehe auch in
Zukunft weiterbestehen, denn noch immer zählt eine gelungene
Ehe zu den größten Glückserwartungen des Menschen.
Die Statistik
weist Scheidungsraten in nie gekanntem Ausmaß aus, in den
Großstädten dominieren die Single-Haushalte, und immer mehr
Kinder werden außerehelich geboren oder erleben noch in
ihrer Kindheit die Scheidung ihrer Eltern. Längst erklären
Verhaltensforscher und Evolutionsbiologen die Ehe für ein
Auslaufmodell der Geschichte: Der Mensch sei keineswegs zur
Monogamie geschaffen; vielmehr habe er sich mit der Ehe eine
Institution erfunden, für die er biologisch nicht disponiert
sei. Aber sind Ehe und Familie wirklich nur
gesellschaftliche Kunstprodukte, deren Auflösung
unausweichlich ist?"
Stimmen zum Buch
"Glaubt man dem
Buch, haben die Frauen die ungleiche Stellung vor Gesetz und
Gesellschaft einfach mit List und Launen ausgebügelt:
Unliebsamen ehelichen Pflichten entzogen sie sich im
achtzehnten Jahrhundert mit vorgetäuschter Migräne, im
neunzehnten mit Lungenentzündung und Kuraufenthalten. So war
es sicherlich nicht.
(...).
Aus der Geschichte der Ehe gewinnt das Buch zum Schluß kein
Argument; und aus der angekündigten
Verteidigung der Ehe als Institution wird ein Plädoyer für
die Liebe im Allgemeinen."
(Julia Voss in der Frankfurter Allgemeinen
Zeitung vom 30.11.2005)
"Würde das Buch
halten, was es verspricht, nämlich zu begründen, weshalb
gerade in Zeiten unberechenbarer gesellschaftlicher und
wirtschaftlicher Verhältnisse die Ehe die wichtigste
Voraussetzung für ein gelungenes Leben sein soll, so wäre es
vielleicht trotzdem kein Hit, aber immerhin ein
empfehlenswertes Büchlein geworden."
(Matthias Penzel in der Frankfurter Rundschau vom
21.02.2006)