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Götz Aly bei
single-generation.de
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Götz Aly in seiner
eigenen Schreibe
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ALY, Götz (2008): Papa und der Teutoterrorismus.
Was schreiben 1968er über 1968? Am liebsten verstecken sie sich
hinter dem breiten Rücken der RAF,
in: Berliner Zeitung v. 28.01.
- Inhalt:
Götz ALY vermisst bei seiner Bücherschau - wie
Günter
FRANZEN in einem anderen Zusammenhang - meist eine
Auseinandersetzung der 68er mit ihrer eigenen Vergangenheit:
"Neben
der insgesamt ziemlich aufdringlichen Terrorliteratur sind noch zwei
Bücher zu Achtundsechzig und den Folgen zu vermelden, die eher in
das Segment Erbauliches für die heranwachsende Jugend fallen: Das
von Daniel Cohn-Bendit und Rüdiger Dammann herausgegebene Brevier
»1968. Die Revolte« sowie das von Irmela Hannover und Cordt
Schnibben angeleitete Gesprächsbuch
»I Can't Get No«. Beide
Bücher funkeln nicht vor Geist, beide versäumen die
Auseinandersetzung mit den damaligen Gegnern und gründeln allein in
den Erinnerungen der einstigen Linksradikalen. Sie verzichten auf
jede sozialgeschichtliche Einordnung. Doch sind sie breiter angelegt
als die unendlich ausgedehnte, langatmige RAF-Literatur. Über seinen
Vater erzählt Schnibben: »Er war eigentlich auch im kommunistischen
Jugendverband und ist dann zu den Nazis übergelaufen.« Erst als der
Vater tot war, erfuhr er, dass dieser Mann im letzten Kriegsjahr
einen Hitler-Gegner exekutiert hatte. Zwar wusste der Sohn von den
drei Jahren Zuchthaus, die der Vater nach dem Krieg abgesessen
hatte, aber zu Lebzeiten traute er sich nie, danach zu fragen: »Ich
hatte den Mut nicht, ihn persönlich zu konfrontieren.«"
- ALY, Götz (2008):
Machtübernahme.
Die Väter der 68er,
in: Frankfurter Rundschau v. 30.01.
- Inhalt:
"Am heutigen Tag kreuzen sich die Erinnerungen an die
75. Wiederkehr der Machtergreifung Hitlers und die ausgedehnten
Feierlichkeiten für die deutschen 68er. Zwischen beiden Daten liegt
der Abstand einer Generation. Das heißt grosso modo: Die jungen und
besonders tatendurstigen Gefolgsleute der NSDAP, die 33er, wurden -
oft infolge von Krieg und Gefangenschaft etwas verzögert - die
Eltern der späteren 68er. Deshalb liegt es nahe, an diesem 30.
Januar die Parallelen in den Blick zu nehmen, die zwischen den
politischen Sturm- und Drangjahren der unmittelbar aufeinander
folgenden Generationskohorten bestehen", beginnt Götz ALY seine
Reportage über die 68er und ihre Väter.
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Götz Aly im Gespräch
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BISKY, Jens (2008): Der große Kater.
Der Historiker Götz Aly über sein Buch "Unser Kampf", das sehr
persönlich und polemisch mit der Generation der Achtundsechziger
abrechnet,
in: Süddeutsche Zeitung v. 14.02.
- SATTLER, Stephan (2008): Glücklich
gescheiterte Revolte.
Der Historiker Götz Aly wehrt sich gegen die Kritiker seines Buches
"Unser Kampf". Für ihn muss 1968 aus der deutschen Geschichte heraus
verstanden werden,
in: Focus Nr.13 v. 22.03.
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Götz Aly in der Debatte
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JÄHNER, Harald (2008): Das Gift in den Familien,
in: Berliner Zeitung v. 04.02.
- Anmerkungen:
"1968
war ich fünfzehn Jahre alt. Die Haare hingen mir fast bis auf die
Schultern, und sie sollten im Laufe des Jahres immer länger werden.
Ich war stolz auf meine körperliche Schlaffheit wie viele meines
Alters",
beschreibt
JÄHNER, ein
Angehöriger der Single-Generation,
sein pubertäres 1968er-Gefühl in der wöchentlichen 68er-Serie der
Berliner Zeitung, um sich am Ende vehement gegen Götz ALY
abzugrenzen:
"Wenn
Götz Aly über die »15- bis 25-jährigen von 1968« heute behauptet
(Berliner Zeitung vom 28.1.), sie seien »der Konfrontation um die
NS-Verbrechen ihrer Eltern ausgewichen« und hätten »stattdessen die
Völkermörder in Washington gesucht«, so ist das völlig grotesk".
-
JÄHNER, Harald (2008): Gehen wir abschlaffen!
Die 68er Debatte frisst ihre Kinder - Gab es Parallelen zwischen
1933 und den Antiautoritären?
in: Berliner Zeitung v. 06.02.
-
GROTTIAN, Peter/NARR, Wolf-Dieter/ROTH, Roland (2008): Keinerlei
Ähnlichkeit.
"Die Parallelisierung von 1933 und 1968 - Ein Binsenirrtum!" Eine
Erwiderung auf Götz Alys Essay "Die Väter der 68er",
in: Frankfurter Rundschau v. 09.02.
- Inhalt:
Nach Harald JÄHNER wenden sich auch
GROTTIAN/NARR/ROTH gegen die Parallelisierung von 1933 und 1968
durch Götz ALY.
-
ALTVATER, Elmar (2008): Das 68er Faszinosum.
Kulturverfall: Philipp Jenninger 1988 - Götz Aly 2008
in: Freitag Nr.7 v. 15.02.
- AUGSTEIN, Franziska (2008): 1968: Drei
Bücher und ein Machwerk.
Götz Aly hält die Achtundsechziger für so gefährlich wie Hitlers
Horden - weil er auffallen will. Es gibt Seriöseres und Spannenderes
zu lesen,
in: Süddeutsche Zeitung v. 19.02.
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GEHLHOFF, Rachel (2008): Nachgefragt.
Gespräch mit Klaus Schroeder über Götz Alys Buch "Unser Kampf",
in: DeutschlandRadio v. 24.02.
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HANK, Rainer (2008): Die Wiederholungsfalle.
Götz Aly hat recht: Die Bewegung von 1968 spiegelt 1933. Eine
Entgegnung an seine Kritiker,
in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 24.02.
-
LÖBBERT, Raoul & Hans-Joachim NEUBAUER (2008): Der ewige Stachel des
Aufruhrs.
Peter Schneider: Einst galt er als linke Ikone. In seiner
Autobiographie gibt der Schriftsteller Fehler zu. Gleichzeitig wehrt
er sich gegen Götz Alys Vorwurf, die Studentenbewegung sei
faschistisch gewesen,
in: Rheinischer Merkur Nr.9 v. 28.02.
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SCHIMMANG, Jochen (2008): Vom Ende des Winters.
Ein Besinnungsaufsatz,
in: TAZ v. 19.03.
- Kommentar:
Jochen SCHIMMANG, der mit
"Der
schöne Vogel Phoenix" den besten Roman über den Einfluss
der 68er-Bewegung auf das Lebensgefühl einer zu spät gekommenen
Generation geschrieben hat, schreibt u.a. über seine
Berliner Studentenzeit und setzt sich
dabei auch mit Götz ALY auseinander:
"Draußen
lag der Schnee kniehoch. Da saß also der junge Student und las, mit
Blick auf den weißen Wintermorgen, Maos Schrift »Über den
Widerspruch«. Mein Generationsgenosse Götz Aly, der zur gleichen Zeit
am selben Otto-Suhr-Institut studiert haben muss wie ich, hat uns
allen ja gerade aktuell erklärt, dass wir schon damals besser hätten
wissen können und müssen, was in China wirklich los war, wir Kinder
der 33er."
Es
wäre Jochen SCHIMMANG zu wünschen, dass sein grandioser
Entwicklungsroman neu aufgelegt wird, denn allemal besser als
"Lenz"
von Peter SCHNEIDER ist er auf alle Fälle.
Im
Buch "Das erste Buch. Schriftsteller über ihr literarisches Debüt",
herausgegeben von Renatus DECKERT, schreibt SCHIMMANG über die
Aufnahme des Romans bei den Lesern folgendes:
"Der
Autor hat seinen Erstling eine Weile gehaßt, weil dieser an ihm klebte
wie ein unablösbares Sicherungsetikett an einer Ware im Kaufhaus. Zum
Glück hat es eine nachfolgende Generation gegeben, die den
»Phönix« gelesen hat und noch
liest als einen Roman, nicht unter dem Aspekt »Ich war dabei«. Auch
für diese Generation
scheint das Buch einen hohen emotionalen Gehalt zu haben, der aber
nicht mehr in der persönlichen Erinnerung an bestimmte Lokalitäten und
Ereignisse begründet liegt, sondern allgemeiner fundiert ist. Sie
liest dieses Buch als den Entwicklungsroman, der er ist. Vielleicht
brauchen manche Bücher einige Jahrzehnte, bevor sie die angemessene
Lektüre finden."
- HENI, Clemens (2008): 1968 = 1933?
Götz Alys Totalitarismusfiktion,
in: Blätter für deutsche und internationale Politik, April
- Neu:
THIEME, Matthias (2008): 68, ungenau.
Götz Alys "Unser Kampf",
in: Frankfurter Rundschau v. 06.05.
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Klappentext
"Die
Achtundsechziger bekämpften den Staat und das Kapital,
genannt »das herrschende System«. Die Rebellen- und
Gendarm-Spiele von 1968 tobten in den Puddingbergen des
Wirtschaftswunderlandes. Die Angegriffenen reagierten
konfus, aber weit vernünftiger, als die Legende behauptet.
Anders als die gängige Veteranen-Literatur zum Thema 68
untersucht Götz Aly, wie die Gegenseite damals dachte.
Er benutzt die Akten
des Bundeskanzleramts, des Innenministeriums, des
Verfassungsschutzes und die Nachlässe aus der Emigration
zurückgekehrter Professoren wie Richard Löwenthal und Ernst
Fraenkel. Er prüft, was Zeitgenossen wie Peter Wapnewski,
Josef Ratzinger oder Joachim Fest zu der plötzlichen Unruhe
in der Jugend zu sagen hatten. Er zeigt, was die damaligen
Maoisten über die Verbrechen Mao Tse-tungs hätten wissen
können und wie sie vor der geschichtlichen Last des
Väterlands in die Verherrlichung ferner Guerilleros flohen.
Gleichzeitig schreibt Aly aus eigener Erfahrung. Er gehörte
selbst zu den Achtundsechzigern und findet heute: »Es ist
schwer, den eigenen Töchtern und Söhnen zu erklären, was
einen damals trieb.«
Anhand der Quellen
analysiert er die »Bewegung« von 1968 als speziell deutschen
Spätausläufer des totalitären 20. Jahrhunderts und kommt zu
dem Schluss: Die revoltierenden Kinder der
Dreiunddreißiger-Generation waren ihren Eltern auf elende
Weise ähnlich."
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Rezensionen
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NUTT, Harry (2008): Sein Kampf,
in: Frankfurter Rundschau v. 16.02
-
BRUNS, Tissy (2008): Die Wut der Kinder.
Waren die 68er selbst totalitär? "Unser Kampf" von Götz Aly liefert
für diese These nur unzureichende Beweise,
in: Tagesspiegel v. 18.02.
-
MATUSSEK, Matthias (2008): Dutschke, Goebbels und Co.,
in: Spiegel Nr.8 v. 18.02.
-
THEIßEN, Hermann (2008): Fundamentalkritik an den 68ern.
Götz Aly provoziert mit NS-Vergleichen,
in: DeutschlandRadio v. 18.02.
-
REINECKE, Stefan (2008): Sein Kampf,
in: TAZ v. 19.02.
- AUGSTEIN, Franziska (2008): 1968: Drei
Bücher und ein Machwerk.
Götz Aly hält die Achtundsechziger für so gefährlich wie Hitlers
Horden - weil er auffallen will.
Es gibt Seriöseres und Spannenderes
zu lesen,
in: Süddeutsche Zeitung v. 19.02.
-
WALTHER, Rudolf (2008): Ein schwieriger Vergleich,
in: DeutschlandRadio v. 24.02.
- WESEMAN, Kristin (2008): Historiker
mit Säbel und Florett.
Götz Aly und Norbert Frei rauben den 68ern ihre Einmaligkeit,
allerdings auf sehr unterschiedliche Weise,
in: Vorgänge,
Nr.181, März
-
BEHNKEN, Klaus (2008): Blöde Lämmer, schwarze Schafe.
Vierzig Jahre nach der Hochzeit der Studentenbewegung ist der
Krawallschwabe Götz Aly mit seinem Buch »Unser Kampf 1968« noch
einmal auf die Straße gegangen, um Randale zu machen,
in: Jungle World Nr.10 v. 06.03.
-
WALTHER, Rudolf (2008): Flucht aus dem Empire.
Ferndiagnose: In seinem Buch über 1968 ruiniert der Historiker
Götz Aly mit einer Mischung aus Küchenpsychologie und Denunziation
seinen wissenschaftlichen Ruf,
in: Freitag Nr.10 v. 07.03.
-
WENZEL, Uwe Justus (2008): Ein Aufbruch - wohin?
Deutungen und Selbstdeutungen der "Achtundsechziger",
in: Neue Zürcher Zeitung v. 08.03.
- Inhalt:
WENZEL handelt die Bücher von Götz ALY,
Wolfgang KRAUSHAAR, Norbert FREI und
Peter
SCHNEIDER ab.
- KAILITZ, Susanne (2008): Eine
Revolution und ein Quentchen Wahn.
Im Rückblick: An 68 scheiden sich die Geister - damals, heute und
in Zukunft,
in: Das Parlament Nr.11 v. 10.03.
- Inhalt:
KAILITZ rezensiert Bücher von
Wolfgang KRAUSHAAR, Götz ALY und Norbert FREI.
-
RÖDDER, Andreas (2008): Der Not gehorchend?
Die 68er mal in kritisch-distanzierter, mal in
freudlos-orthodoxer Perspektive,
in: Literaturbeilage der Frankfurter Allgemeinen
Zeitung v. 12.03.
- Inhalt:
RÖDDER lobt die Bücher von Götz ALY und
Wolfgang KRAUSHAAR. Die Kritik an Albrecht von LUCKEs
Buch ist zugleich Sozialstaatskritik.
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JÄHNER, Harald (2008): Ein Tor, wer seinen Erinnerungen
traut.
Die politischen Akteure von 1968 schauen auf ihre Krawalljahre
zurück. Götz Aly noch immer wütend, wenn auch in Gegenrichtung;
Peter Schneider mit sich im Reinen, Wolfgang Kraushaar liefert die
Fakten,
in: Literaturbeilage der Berliner Zeitung v. 13.03.
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