"Als roher Stoff,
unbehauen, unverstellt, echt. Leben ist Erleben. Leben ist
Schreiben. Wann vorher, wann nachher hat ein Schriftsteller
eine ähnlich euphorische Wirklichkeits-, eine ähnlich
existentielle Schreibposition vertreten?"
(Volker Weidermann in der Frankfurter
Allgemeinen Sonntagszeitung vom 17.03.2002)
"Fausers einsame Helden
faszinierten mich, ja, so stellte ich es mir vor, erwachsen
zu sein: immer unterwegs, hier was schreiben, dort
abstürzen, auf alles mögliche reinfallen, eine faszinierende
Halbwelt, die er da skizzierte; all die Gescheiterten und
zwischendrin die volle Wahrheit. Als junger Mensch, Mann im
speziellen, ist man höchst anfällig für dieses Modell: Das
Leben ein Kampf, den zu gewinnen sich nur die Vollidioten
vornehmen, die Klugen schlängeln sich so durch, sehen zu,
daß sie was abbekommen, und zeigen der Welt den
Mittelfinger, was man, so in gebückter Haltung, auch erst
mal würdevoll hinkriegen muß. Und überall derselbe Beschiß,
all die Zufluchtsparalleluniversen, ob eine Partei, ein
Sparclub, eine Beziehung, Familie wohl gar".
(Benjamin von Stuckrad-Barre in der
Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung vom 27.06.2004)
"Am augenfälligsten
manifestiert sich Fausers ästhetisches Programm in der
verkappten Autobiografie »Rohstoff«,
die jetzt als Band 2 der nicht genug zu preisenden
Werkausgabe im Alexander Verlag erscheint. »Rohstoff«
ist ein melancholisches, auch desillusioniertes Porträt
seiner Generation und der eigenen schriftstellerischen
Anfänge."
(Frank Schäfer in der TAZ vom 13.07.2004)