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Jörg Fauser: Rohstoff

 
 
     
 
   

Rohstoff (1984)
(Neuausgabe 2004 im Berliner Alexander-Verlag erschienen. Mit einem Nachwort von Benjamin von Stuckrad-Barre)

 
   
     
 

Stimmen zum Buch

"Als roher Stoff, unbehauen, unverstellt, echt. Leben ist Erleben. Leben ist Schreiben. Wann vorher, wann nachher hat ein Schriftsteller eine ähnlich euphorische Wirklichkeits-, eine ähnlich existentielle Schreibposition vertreten?"
(Volker Weidermann in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung vom 17.03.2002)

"Fausers einsame Helden faszinierten mich, ja, so stellte ich es mir vor, erwachsen zu sein: immer unterwegs, hier was schreiben, dort abstürzen, auf alles mögliche reinfallen, eine faszinierende Halbwelt, die er da skizzierte; all die Gescheiterten und zwischendrin die volle Wahrheit. Als junger Mensch, Mann im speziellen, ist man höchst anfällig für dieses Modell: Das Leben ein Kampf, den zu gewinnen sich nur die Vollidioten vornehmen, die Klugen schlängeln sich so durch, sehen zu, daß sie was abbekommen, und zeigen der Welt den Mittelfinger, was man, so in gebückter Haltung, auch erst mal würdevoll hinkriegen muß. Und überall derselbe Beschiß, all die Zufluchtsparalleluniversen, ob eine Partei, ein Sparclub, eine Beziehung, Familie wohl gar".
(Benjamin von Stuckrad-Barre in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung vom 27.06.2004)

"Am augenfälligsten manifestiert sich Fausers ästhetisches Programm in der verkappten Autobiografie »Rohstoff«, die jetzt als Band 2 der nicht genug zu preisenden Werkausgabe im Alexander Verlag erscheint. »Rohstoff« ist ein melancholisches, auch desillusioniertes Porträt seiner Generation und der eigenen schriftstellerischen Anfänge."
(Frank Schäfer in der TAZ vom 13.07.2004)

 
     
 
 
 

Das Buch in der Debatte

FAS (2002): Die neuen Klassiker.
Ein kleiner Kanon für die Gegenwart: Die wirkungsvollsten deutschen Bücher der letzten zwanzig Jahre,
in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 17.03.

  • WEIDERMANN, Volker (2002): 1984 - Die Moral hat einen Rausch.
    Jörg Fauser: Rohstoff,
    in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 17.03.

NEDO, Kito (2004): Entweder Literatur oder Partyservice.
Jörg Fauser: Rohstoff,
in: Fluter v. 11.07.

DROSTE, Wiglaf (2004): Exhumiert: "Rohstoff von Jörg Fauser".
Mein Leben unter den Irrsinnigen (9),
in: junge Welt v. 14.07.

Wiglaf DROSTE schildert seine FAUSER-Leseerfahrung (wer will kann das mit Christiane RÖSINGERs FAUSER-Leser-Typologie vergleichen) und preist den Roman Rohstoff als Lektüre für Menschen jenseits von Rechts und Links (damit ist jedoch keineswegs die Neue Mitte gemeint):

"Wenn man die Lebenslügen der Rechten wie der Linken nicht teilen möchte und, nicht aus Ressentiment, sondern aus Erfahrung, das Laufen bekommt, wenn wieder irgendeine neue Losung zur Rettung der Welt aus einem idealismusgesättigten Gesicht herausorgelt, hat man ein Gutteil seiner Mitmenschen vom Hacken. Davon erzählt »Rohstoff«"

     
   

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Update: 17. Juli 2017