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- HARTUNG, Klaus (1977):
Versuch, die Krise der antiautoritären Bewegung wieder zur Sprache
zu bringen,
in: Kursbuch Nr.48 Zehn Jahre danach, Juni
- HARTUNG, Klaus (1978):
Über die langandauernde Jugend im linken Getto. Lebensalter und
Politik,
in: Kursbuch Nr.54 Jugend,
Dezember
- HARTUNG, Klaus (1984): Die
Psychoanalyse der Küchenarbeit. Selbstbefreiung, Wohngemeinschaft
und Kommune. In: Eckhard Siepmann u.a. (Red.) The Roaring Sixties.
Aufbruch in eine neue Zeit, Berlin (West): Elefanten Press
- Inhalt:
Klaus HARTUNG beschreibt den Konflikt des
Berliner SDS mit
Rainer LANGHANS und der
Kommune I:
"Rainer Langhans wohnte
eine kurze Zeit in meiner Wohngemeinschaft. Ich lernte ihn als
ziemlich neurotisch kennen. Er hatte Probleme mit seiner Freundin,
von denen ich gar nichts wissen wollte. Dann, mit der K 1, war seine
Neurose in der Öffentlichkeit. Es war der Aufstand der Geschädigten,
die ihre Misere veröffentlichten. Darin lag der Skandal, die
Peinlichkeit für uns rationale Funktionäre des SDS. Diese
Selbstenblößung entblößte auch uns (...).
Denn indem die ersten Kommunarden so schamlos ihr »Selbst«
entblößten, ihre sexuellen Schwierigkeiten öffentlich machten, ihre
bürgerliche Herkunft, ihr Probleme mit den Eltern zugänglich
machten, trafen sie die bürgerlichen Normen an einer viel
empfindlicheren Stelle als an einer längst obsolet gewordenen
Sexualmoral. Sie verrieten ihre Familiengeschichte, sie verrieten
ihre Privatheit. Vor allem aber kehrten sie das Verhältnis von stark
und schwach um (...). Nicht der intellektuell gewappnete
Politfunktionär hat etwas zu sagen, sondern der, der Schwierigkeiten
hat".
- HARTUNG, Klaus (1993): Der Untergang der
Jugend.
Ein Monolog über einen gealterten Begriff,
in: Kursbuch Nr.113 Deutsche Jugend, September
- HARTUNG, Klaus (2001): Der Neid und das
Soziale,
in: Kursbuch Nr.143, März S.65-94
- Kommentar:
HARTUNG plädiert für die Zivilgesellschaft
und gegen den Sozialstaat. Problematischen Neid gibt es für
HARTUNG nur im Sozialstaat. Singles dienen HARTUNG als Beispiel
für die These, dass der Sozialstaat prinzipiell Neid erzeugt.
Möglicherweise ist das aber
kein Problem des Sozialstaats per se, sondern ein Problem mit
welchen Zielen Sozialpolitik betrieben wird. Ob Lebensstilpolitik
in der Zivilgesellschaft konfliktloser funktioniert, darüber wäre
zu streiten...
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HARTUNG, Klaus (2003): Rosskur im Liegestuhl.
Sparen, kürzen, streichen: Berlin geht es schlecht. Was schert es
uns, sagen die Berliner. In der Hauptstadt kann die Republik lernen,
wie man mit der Pleite lebt,
in: Die ZEIT Nr.31 v. 24.07.2003
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HARTUNG, Klaus (2003): Der neue deutsche Weg.
Mit den Reformen beginnt der Systemwechsel. An die Stelle der
lieb gewordenen Sozialnation tritt die Bürgernation,
in: Die ZEIT Nr.42 v. 09.10.
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Klappentext
"1989, gedacht als Jubiläumsjahr,
wurde zum Geschichtsjahr. Ein Weltsystem zerfiel. Blutige
Niederschlagung der Studentenrevolte auf dem Platz des
Himmlischen Friedens, grausame Endzeit in der Despotie
Ceausescus, friedliche Revolution in Prag, Budapest und
Leipzig, in Bulgarien und in den Baltischen Staaten. Europa
hat sich seitdem fundamental gewandelt. Die
Wiedervereinigung hat die Gewichte verändert."
Inhaltsverzeichnis
Schreiben
im Übergang
I. Das
große Jahr. Der Aufbruch in die Gegenwart
1. Kairos
2. Bilderdienst
3. Der 9. November
4. Laterna magica
5. Mahlstrom Sowjetunion
6. Die post-totalitäre Depression. 1989
II. Die
deutsche Frage, neu gestellt
1. War da
eine Revolution? Oder: Das Paradigma des Gelingens
2. Das Regime der Zeit
III. Die
Vergangenheit der Zukunft des Sozialismus
IV.
Abbitte an Kohl oder Der Mangel an politischen Alternativen
V.
Vereinigte Innenpolitik und geteilte Öffentlichkeit
VI.
Verfassungsfrage, Verfassungsklage
VII.
Vereinigung ohne Einigung. Fragen
Ansichten
aus Berlin
Die
Einheit der Mißvergnügten. Eine Bilanz nach dem Schock der
deutsch-deutschen Intimität
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