| |
|
[ Autoren
der 68er-Generation ] [ News ] [
Suche ] [
Homepage ]
|
|
| |
|
|
|
| |
|
Klaus Theweleit:
Männerphantasien
|
|
| |
|
|
|
| |
|
Kurzbiographie
- 1942 in Ostpreußen geboren
- Studium der Germanistik und
Anglistik
- 1977 Buch
"Männerphantasien"
- 2002 Buch "Der Knall"
- 2004 Buch "Tor zur Welt"
- Professor für Kunst und
Theorie an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste
Karlsruhe
- Lehrbeauftragter am
Soziologischen Institut in Freiburg
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
Klaus Theweleit in
seiner eigenen Schreibe
|
|
| |
|
- THEWELEIT, Klaus (1999): Über die 68er,
in: konkret, Nr.5, Mai
-
THEWELEIT, Klaus (2007): Die großen Verlage hätten mich ausgelacht.
Der Kurt-Wolff-Preis geht diesmal an den Stroemfeld-Verlag,
in: Berliner Zeitung v. 24.03.
- Inhalt:
In seiner Laudatio geht Klaus THEWELEIT auf den
Entstehungskontext seines Buches
"Männerphantasien" ein:
"Mein
erstes Buch, Männerphantasien, ging aus einem Text hervor,
der als Unterkapitel über den Weißen Terror in Erhard Lucas'
Märzrevolution 1920 geplant war; dem ersten Großprojekt des
jungen Verlages Roter Stern, in den KD Wolff den Autor Erhard
Lucas, Ex-SDSler wie wir alle, aus dem Konkurs von Schröders März-Verlag,
wo KD Wolff Lektor war, hinübergezogen hatte. Als mein Kapitel sich
auszuwachsen begann zu einem eigenen Buch, war klar, dass es als
Komplettierung der Märzrevolution im Roten Stern
erscheinen müsse. Ich hatte also einen Verlag, bevor ich einen
wirklichen Text hatte; und der Verlag einen Autor, ohne dessen Text
zu haben. Die Menschen im Verlag sind dann auch nie nur »Verleger«
für mich gewesen, auch nicht Genossen einer gewesenen »Seilschaft«,
sondern von Anfang an Freunde; d.h. es gab eine Ebene von
Gleichheit, wie sie sich im üblichen Betrieb zwischen Verlegern und
Autoren eher nicht einstellt.
Das spielte seine Rolle
vor allem in der Gestaltung der Bücher. Ich hatte ziemlich genaue
Vorstellungen, wie das Buch Männerphantasien aussehen sollte, von
der Typographie bis zur Bildmontage bis zum Umschlag; nämlich, z.
B., auf keinen Fall: Grün. Alle Bücher des Verlags bis dahin waren
in Grün gekleidet, gedacht als Signalfarbe des Roten Stern in den
Buchhändlerregalen (wie zuvor das knallige Gelb von Schröders
März-Büchern). Dies Grün, das ja bis heute von den Einbänden der
Hölderlin-Ausgabe herableuchtet, fand ich - als Dauerfarbe - nicht
das Gelbe vom Ei. Es gab erbitterte Diskussionen. Für mich waren
Theoriebücher damals weiß; suhrkamp-weiß; ich setzte Weiß durch.
Suhrkamp-Imitat sollte es allerdings nicht sein. Farbige
Umschlagbilder also."
|
|
| |
|
|
|
| |
|
Klaus Theweleit im Gespräch
|
|
| |
|
-
LAU, Mariam (2000): Der Sex und das Schweigen Pocahontas,
Geschlechterkampf und Männerfantasien.
Ein Gespräch mit Klaus Theweleit,
in: Welt v. 08.01.
- GRISSEMANN, Stefan (2003): "Sterben mit
der Schönheit im Hirn".
Der Philosoph Klaus Theweleit über die zwiespältigen
Anti-Bush-Interventionen von Künstlern und Intellektuellen, über
Glamour, Tod und Denksplitter, über Jayne Mansfields Wahrheiten und
Gerhard Schröders Lügen,
in: Profil Nr.10 v. 03.03.
- Kommentar:
Eine popkulturelle Stellungnahme angesichts
des neuen Madonna-Videos:
"Pop hat, jedenfalls bei bestimmten
Bevölkerungsteilen der Welt, inzwischen die Religionen ersetzt. So
tritt Glamour an die Stelle des Glaubens. Man stirbt dann im
Angesicht des Models, mit der Schönheit im Hirn, das wurde schon für
den Ersten Weltkrieg so beschrieben".
An welchen Roman
THEWELEIT gedacht hat, das ist nicht überliefert, aber dazu passt
auch eine Szene aus "Demian" von Hermann HESSE:
"Jetzt auf
meinem dunklen Posten dachte ich mit Innigkeit an die Bilder meines
bisherigen Lebens, an Frau Eva, an Demian.
(...). In den Wolken war eine große Stadt zu sehen, aus der strömten
Millionen von Menschen hervor (...). Mitten unter sie trat eine
mächtige Göttergestalt, funkelnde Sterne im Haar, groß wie ein
Gebirge, mit den Zügen der Frau Eva (...).
Einer von den Sternen brauste mit hellem Klang gerade zu mir her,
schien mich zu suchen. - Da krachte er brüllend in tausend Funken
auseinander, es riß mich empor und warf mich wieder zu Boden,
donnernd bracht die Welt über mir zusammen."
- HARNISCH, Henning
& Norbert THOMMA (2004): "Ich wollte Helmut Rahn sein".
Die Europameisterschaft tritt in die entscheidende Phase. Und
Klaus Theweleit? Er erklärt uns den Fußball – und warum er Günter
Netzer für einen Schurken hält,
in: Tagesspiegel v. 27.06.
- Inhalt:
THEWELEIT erklärt u.a. was die
"Männerphantasien" mit Fußball zu tun haben:
"In
Ihrem Buch heißt es: »Mein fußballgeschädigtes Knie entwickelte
ein Denken, übernahm also Aufgaben des Gehirns.« Was hinkt sei
»oft ein verletzter Körper auf der Suche nach dem Weg.« Das ist
doch auch verrückt, esoterischer Stuss.
Ohne den nötigen Schuss Selbstironie wäre es das.
Aber mein rechtes Knie hat oft Dinge entschieden, die sich mir
entzogen, es hat mich korrigiert. Ich wäre nie aus Kiel
weggegangen ohne das verletzte Knie, das mich zu sechs Wochen in
der Klinik zwang. (...).
Das Denken des Knies half entscheidend beim Problem Bundeswehr.
Ich wäre blöd genug gewesen, nicht zu verweigern, ich wollte das
heroisch durchziehen. Wegen des Knies wurde ich freigestellt. Mein
Leben wäre ohne das Knie völlig anders verlaufen. Ich war später
noch einmal im Freiburger Krankenhaus und hatte vier Wochen Zeit,
gründlich den Anti-Ödipus von Gilles Deleuze und Felix Guattari zu
lesen. Ich habe gemerkt, das ist es doch, danach habe ich seit
zwei Jahren für meine Promotion gesucht!
Diese Promotion wurde als Buch bekannt,
»Männerphantasien«; darin geht es um den Typus des soldatisch
verhärteten deutschen Manns."
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
Das Buch in der Debatte
- LAU, Jörg (2004): Männerhaß
und Männerselbsthaß als kultureller Mainstream,
in: Merkur. Doppelheft: Ressentiment! Zur Kritik der
Kultur Nr.665/666, September/Oktober, S.934-943
- Inhalt:
Jörg LAU arbeitet an
seiner
Männlichkeit und stellt
die These auf, dass das die antideutschen Ressentiments
der 68er
bei den
78ern auf dem Felde der
Geschlechterbeziehungen wiedergekehrt sind.
Als Beispiel führt LAU Klaus
THEWELEITs "Männerphantasien" auf, in denen "das
Ressentiment gegen die deutsche (stets schon proto- und
kryptofaschistische) Kleinfamilie als Inbild einer im
innersten Kern verrotteten Normalität
(...)(zusammenfließt) mit dem feministischen Ressentiment
gegen die Männerherrschaft".
Die Folge: "Theweleit machte
es möglich, daß man als westdeutscher Heranwachsender
seine Ablösungs- und Liebesnöte als antifaschistischen
Kampf verstehen konnte."
-
Neu:
CONRADS, Martin (2008): Die Frau als Angstgegner,
in: fluter.de v. 23.05.
|
|
| |
|
|
|
| |
|
Weiterführende
Links
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|