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- GREFFRATH, Matthias (2000): Die Panik
vor der Revolte,
in: TAZ v. 15.04.
- GREFFRATH, Matthias (2000): Gedanken
eines bekennenden 68ers über das Leben zwischen den Zeit und ein
nicht mehr neues Stück,
in: Theater heute. Jahrbuch 2000, Friedrich Berlin Verlag
- GREFFRATH,
Mathias (2001): Und wo bleibt die
Gerechtigkeit?
Über soziale
Sicherheit, gesellschaftliche
Ungleichheit und die Zukunft der
sozialdemokratischen Grundwerte
in: Frankfurter
Rundschau v. 03.03.
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GREFFRATH, Mathias (2002):
Dekorneutrale Demokratie,
in: TAZ
v. 17.04.
- GREFFRATH, Matthias (2002): Fade
Globalisierungssoße.
Vom Recht der Gesellschaft, ihren Vermögensanteil am technischen
Fortschritt einzufordern. Ein radikales Plädoyer für Umverteilung,
in: Frankfurter
Rundschau v. 31.08.
- Inhalt:
Die FR dokumentiert die Festrede, die
Greffrath anlässlich der Einführung des Schriftstellers
Uwe Timm
als neuer "Stadtschreiber" von Bergen-Enkheim gehalten hat:
"Eine Rückwendung, das heißt auf
Lateinisch: Revolution.
Und wer heute noch zur
Revolution aufruft, ist eine skurrile Gestalt. So wie der Mann, um
dessen Beerdigung es in Uwe Timms letztem Roman geht. Der Roman
heißt »ROT«. Das steht für
Sozialismus, und was uns fehlt, seit er fehlt, das steht für die
Farbe, die uns die wärmste ist. Der Erzähler des Romans, Thomas
Linde, ist ein übrig gebliebener 68er, der Beerdigungsreden hält,
gegen Geld, auf Friedhöfen. Unübliche Reden, in denen die Arbeit der
Verstorbenen eine große Rolle spielt. Das, was sie der Welt
hinzugefügt haben, das, was ihre kleine Geschichte mit der großen
Geschichte verbindet. Das, was in den meisten Reden auf Friedhöfen
nicht vorkommt, weil es nicht der Rede wert ist."
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GREFFRATH, Mathias (2003): Eine Art Turbofeudalismus,
in: TAZ v. 15.01.
- Inhalt:
Der bekennende 68er GREFFRATH versucht sich als
Gegenspieler des
Sessel-Demonstranten MÜLLER-VOGG.
Statt um einen
Steuersenkungsprotest geht es um den Kampf für mehr
Staatseinnahmen und die Erhaltung des Sozialstaats:
"Ich schlage lustvolle kleine
Anfänge vor, etwa eine freiwillige Steuerwehr, die vor der
Deutschen Bank vorfährt, wenn eine ungerechte Steuersenkung ihr
Milliardengewinne schenkt, oder die Zufahrtsstraßen nach
Liechtenstein blockiert, bis das illegal dorthin verbrachte Geld
wieder zurückkommt - ohne Reichenrabatt. Nachts fantasiere ich von
gewaltigen Piss-ins, dort, wo die öffentlichen Örtchen
kommerzialisiert wurden".
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GREFFRATH, Mathias (2003): Barbarische Anpasser,
in: TAZ v. 24.09.
- Neu:
GREFFRATH, Mathias (2004): Der leere Sockel,
in: TAZ v. 14.01.
- Kommentar:
"Volkshochschulen,
Wüstenrot und Lesering.
Schelskys Mittelstandsgesellschaft wurde zum Spitzenslogan der
soziologischen Nachkriegsideologie. Für ein Jahrzehnt verschwanden
Klasse, Bürgertum, ja selbst
Unterschicht aus der Diskussion",
doziert GREFFRATH.
Paul NOLTE hat in der
ZEIT vom
17.12. 2003 diese konservativ-bürgerliche Idee von der
"klassenlosen" Gesellschaft verabschiedet, um sein
sozialpädagogisches Konzept der neuen Werteelite vorzustellen.
"Das
klingt fürsorglicher und weniger zynisch als etwa
Peter
Glotz fatalistische Prognose, ein Drittel werde eben im digitalen
Kapitalismus nicht mehr gebraucht, man möge ihnen ein karges
Grundeinkommen garantieren, damit sie nicht mit Steinen schmeißen.
Nolte will die Prolls wieder in die »Mehrheitsgesellschaft«
integrieren, an die bürgerlichen Werte »anschließen«", anerkennt
GREFFRATH erst einmal, um anschließend NOLTEs Vorschläge als
Plädoyer für einen "Turbokapitalismus mit
guten
Manieren" zu kritisieren.
GREFFRATH setzt NOLTE seine eigene Utopie
entgegen, in der die Tradition der bürgerlichen Geschichte, und
ihren beiden Strängen - Aufklärung und Kapitalismus - vereint wird:
"die der weltbürgerlichen Arbeitsgesellschaft."
"»Work
hard and play by the rules«, das ist die
halbierte Bürgerlichkeit, solange man nicht über die
rules streitet. Und deshalb bleibt, wie
Adorno
schon sagte, der Sockel einstweilen leer",
entgegnet er NOLTE.
Unkritisiert bleibt dagegen
der lange
Artikel von NOLTE in der TAZ vom 31.12.2003.
Möglicherweise gibt es ja zwischen GREFFRATH und NOLTE mehr
Übereinstimmungen als Unterschiede.
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