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Michael
Buselmeier: Heidelberger Neoromantik
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Michael Buselmeier in
seiner eigenen Schreibe
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- BUSELMEIER, Michael (2001): Wer wir
wirklich waren:
Spontis und K-Grüppler in den siebziger Jahren.
Meine Antwort auf Joscha Schmierer,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 23.01.
-
BUSELMEIER, Michael (2004): Bewältigen als Lebensform.
Zeitschriftenrundschau,
in: Freitag Nr.47 v. 12.11.
- Inhalt:
Michael BUSELMEIER berichtet uns von der
Entstehungs- und Entwicklungsgeschichte der Zeitschrift Kommune:
"Die
Zeitschrift
Kommune,
1982 als Forum für Politik, Ökonomie und Kultur begründet, ist
hervorgegangen aus einem maoistischen Organ namens Kommunismus
und Klassenkampf, welches seinerseits auf das Heidelberger
Studentenblatt forum academicum zurückweist - eine hier
verkürzt dargestellte, doch nicht unübliche Entstehungsgeschichte.
In ihren ersten Jahren war die Kommune eine lebendige
Monatsschrift der heimatlos gewordenen Linken, bis sie sich, als
eine Art inoffizielles Theorieorgan, den Grünen andiente. Lange vor
der Wende wurde umfassend über die Situation in Osteuropa und auf
dem Balkan berichtet, und es gab, Heft um Heft, eine »grüne
Strategiedebatte«.
Seit der allmächtige Chefredakteur Joscha Schmierer
in Fischers Außenministerium planend tätig geworden ist und Die
Grünen eine ganz normale Partei geworden sind, ist auch die
Kommune naturgemäß ruhiger, biederer, man könnte auch sagen,
ein Stück weit staatstragend geworden."
Wer
BUSELMEIERs "Untergang
von Heidelberg" gelesen hat, der versteht, warum der
Artikel
von Günter FRANZEN als Reaktion nur Fragezeichen
hinterlässt:
"Franzen
berichtet von vier Altersgenossen der Jahrgänge 1940 bis 1950, die
unerwartet früh gestorben sind, Wegbegleiter, denen er nachtrauert,
derweil an ihren Gräbern die greisen Mütter stehen, scheinbar
regungslos und kerzengerade. Selbst wenn das in diesen Fällen so
gewesen sein sollte - verkraften die »deutschen Mütter« wirklich
ungerührt alles? Oder wird hier nicht nur ein anderes Klischee
aufgewärmt, das von erbärmlich schwachen Männern und dominanten (Trümmer-)Frauen
handelt und aus diesem Widerspruch das frühe Sterben der Söhne
erklären will, genauer: aus deren »Feigheit vor der Frau« und deren
Unfähigkeit, »die Macht der alleingelassenen Mütter« zu begrenzen?
War 68 tatsächlich eine »muttergestützte Rebellion«, und hätten wir,
wären wir weitsichtiger gewesen, gegen das Matriarchat aufbegehren
sollen, zu Hause statt auf der Straße?"
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Rezensionen
- JUNG, Werner (2003):
Schreiben ist immer Romantik.
Michael Buselmeiers Tagebuch-Collage,
in: Tagesspiegel v. 09.11.
-
WEINGARTNER, Gabriele (2004): Mit erhobener Faust.
Tagebuch der Selbstentblössung. In seinem Roman
"Amsterdam. Leidseplein" beschreibt Michael Buselmeier den
Lebensfrust der '68er,
in: Freitag Nr.7 v. 06.02.
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Klappentext
"In Der Untergang von
Heidelberg bewegt sich der Ich-Erzähler, von
Nierenschmerzen geplagt, einen heißen Sommertag lang
wahrnehmend, erinnernd, reflektierend durch seine
Mutterstadt, die er am Ende Richtung Frankfurt verläßt.
Während er die Halbschlafbilder beim Erwachen, das Frühstück
mit seinem Kind, das Trödeln am Schreibtisch, den Verkauf
der Stadtzeitung in der Fußgängerzone, die Gerüche des
Viertels, in dem er aufgewachsen ist, und nächtlich
imaginierte Gespräche mit ehemaligen Freunden im politischen
Klima der späten siebziger Jahre akribisch notiert, Abläufe,
die immer assoziativ durchbrochen werden von Erinnerungen an
die Kindheit und den Tod der Mutter sowie von Reflexionen
über die Studentenrevolte, stellt sich das chaotische Bild
einer Stadt im Kopf eines verunsicherten linken
Intellektuellen her. Detaillierte Aufzeichnungen wechseln
mit heftiger Anklage; Gewaltphantasien, Haß, auch Selbsthaß
werden nicht unterdrückt. Der aktuellen Zerstörung der Stadt
durch sogenannte Sanierung, Tourismus und andere
kommerzielle Strategien wirft Buselmeier seine rebellische,
maschinenstürmerische Utopie der Stadt als Heimat
entgegen, die freilich aus »untergegangenen«
Erinnerungsbildern komponiert ist, denen der Autor nicht
gänzlich vertraut. Denn die »ursprünglichen« Erlebnisse
verwandeln sich spätestens beim Schreiben in etwas Neues,
Künstliches; allenfalls die darin aufscheinenden
Gefühlssignale erinnern an das, was einmal gewesen sein
mag."
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Rezensionen
- HAGE, Volker (1981): Auf der
Suche nach der verlorenen Stadt,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 14.04.
- AUFFERMANN, Verena (1982):
Schrei nach Heimat,
in: Die ZEIT v. 15.01.
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Weiterführende
Links
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