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Peter Schneider bei
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Peter Schneider im Gespräch
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- LÖBBERT, Raoul & Hans-Joachim NEUBAUER (2008): Der ewige Stachel des
Aufruhrs.
Peter Schneider: Einst galt er als linke Ikone. In seiner
Autobiographie gibt der Schriftsteller Fehler zu. Gleichzeitig wehrt
er sich gegen Götz Alys Vorwurf, die Studentenbewegung sei
faschistisch gewesen,
in: Rheinischer Merkur Nr.9 v. 28.02.
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Klappentext
"Peter Schneider
war einer der Akteure von ‘68, mit Rudi Dutschke, Gaston
Salvatore, Ulrike Meinhof. Als einer von ganz wenigen unter
ihnen hat er damals Tagebuch geführt – ein Schatz, den er
erst jetzt hebt.
Die Jahre 1967/68 waren eine Zeit des Aufbruchs, die Peter
Schneider und viele seiner Generation als eine zweite Geburt
erlebten. Schneider blättert in seinen
Tagebuch-Aufzeichnungen und setzt sich mit den Hoffnungen,
Utopien und Verstiegenheiten dieser Zeit auseinander. Es ist
kein nostalgischer Rückblick, der da entsteht – eher ein
Streitgespräch des 68-Jährigen mit dem 68er über den
Frühling vor dem deutschen Herbst. Dabei wird Ernst gemacht
mit dem Anspruch, alles Politische sei privat und umgekehrt.
In Schneiders Darstellung verschränkt sich der weltweite
Aufbruch von 67/68, der der Generation der Väter den
Gehorsam verweigerte und eine neue Gesellschaft nach neuen
Regeln erschaffen wollte, und eine Amour fou, die den
Tagebuchschreiber womöglich mehr umwühlte als seine
revolutionären Überzeugungen; der Widerstreit zwischen
Künstlerehrgeiz und politischem Aktivismus; das
Nebeneinander von Welterlösungsideen und tiefer persönlicher
Verzweiflung; der Absturz einer historisch notwendigen
Erneuerungsbewegung in persönliche ideologische Erstarrung.
Bei ihrem Infight begegnen sich der alte und der junge Autor
durchaus auf gleicher Augenhöhe. Zwar hat der ältere das
biologische Privileg, dass er das letzte Wort behält. Dem
jüngeren bleibt die Waffe, dass seine radikalen und zuweilen
blutrünstigen Ausbrüche gegen die »herrschende Klasse«
authentisch sind und sich durch besänftigende
Erinnerungsarbeit nicht aus der Welt schaffen lassen. In
einem Punkt ist sich der 68-Jährige mit dem 68er einig:
Nicht diejenigen, die den Aufbruch wagten, haben sich zu
rechtfertigen. Sondern die anderen, die nach dem
Zivilisationsbruch des Dritten Reichs glaubten, in den
Schuhen und Anzügen ihrer Väter ihrer Karriere nachgehen zu
können, als wäre nichts geschehen."
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Rezensionen
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MATUSSEK, Matthias (2008): Dutschke, Goebbels und Co.,
in: Spiegel Nr.8 v. 18.02.
-
WENZEL, Uwe Justus (2008): Ein Aufbruch - wohin?
Deutungen und Selbstdeutungen der "Achtundsechziger",
in: Neue Zürcher Zeitung v. 08.03.
- Inhalt:
WENZEL handelt die Bücher von
Götz ALY,
Wolfgang KRAUSHAAR, Norbert FREI und
Peter SCHNEIDER ab.
-
REINECKE, Stefan (2008): Ist das Bürgertum mit sich selbst
versöhnt?
1968 ist noch immer ein hart umkämpftes Datum - meinen
viele. Aber stimmt das eigentlich noch in Zeiten von
Schwarz-Grün?
in: Literaturbeilage der TAZ v. 12.03.
- Inhalt:
REINECKE bespricht die Bücher von Norbert
FREI, Reinhard MOHR,
Wolfgang KRAUSHAAR und
Peter SCHNEIDER.
-
JÄHNER, Harald (2008): Ein Tor, wer seinen Erinnerungen
traut.
Die politischen Akteure von 1968 schauen auf ihre
Krawalljahre zurück.
Götz Aly noch
immer wütend, wenn auch in Gegenrichtung; Peter Schneider
mit sich im Reinen,
Wolfgang Kraushaar liefert die Fakten,
in: Literaturbeilage der Berliner Zeitung v.
13.03.
- SCHILDT, Axel (2008): Eine
schöne, wilde Zeit.
Zum 40-jährigen Jubiläum von 68 ist eine Fülle von
Büchern erschienen. Sie zeigen: Die Historisierung der
Revolte hat längst begonnen,
in: Literaturbeilage der ZEIT Nr.12 v. 13.03.
- Inhalt:
SCHILDT liefert eine Sammelrezension der
Bücher von Albrecht von LUCKE,
Peter SCHNEIDER, Reinhard MOHR,
Wolfgang KRAUSHAAR und
Norbert FREI ab.
- Neu:
THEIßEN, Hermann (2008): Erinnern, erklären, entzaubern.
Vier Bücher über die 68er,
in: DeutschlandRadio v. 21.04.
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