"Was
ist aus ihnen geworden, aus denen, die um 1968 herum die
bürgerliche Welt und sich selbst verändern wollten? Einer
von ihnen ist Uwe Proß, inzwischen Arzt in einem
Krankenhaus. Die Ideen der Studentenbewegung sind noch da:
in der Erinnerung, im Anspruch. In der Praxis aber herrschen
Karrieredenken und Geld, medizinische Fehler werden
vertuscht. Davon wird erzählt, anklagend, aus der Position
hilfloser Verstrickung in eine ungewolltes System. Zuletzt:
der Arzt als Patient, am Ende der Stufenleiter. »Herabsetzende Äußerungen« über Beruf
und Ärzteschaft sind berufsunwürdig, so schreibt es die
Ärztekammer vor."