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Tilman
Spengler: Die große
Entsolidarisierung
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Kurzbiographie
- 1947 in Oberhausen geboren
- 1991 Buch "Lenins Hirn"
- 2001 Buch "Meine
Gesellschaft"
- 2003 Buch "Mallorca"
- 2004 Mitherausgeber des
Kursbuch 157 "Die große
Entsolidarisierung"
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Tilman Spengler in
seiner eigenen Schreibe
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Tilman Spengler im Gespräch
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- MANGOLD, Ijoma
(2004): Die Entwicklungsabteilung.
Der Rowohlt Verlag gibt das "Kursbuch" auf,
in: Süddeutsche Zeitung v. 02.08.
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Beiträge des Sammelbands
- HAHN, Anna Katharina - Ich,
z.B.. Aufzeichnungen einer Entsolidarisierten
- UNGUT, Peter - Die Agonie des
Sozialen
- Inhalt:
Peter UNGUT beklagt den gegenwärtigen
Wertewandel als Niedergang der Nächstenliebe in Zeiten des
Familialismus:
"»Um die Erfinder neuer Werte dreht sich die Welt« - so
kündet Friedrich Nietzsche ostinat im Zarathustra. Jesus hat
die soziale Innovation der Nächstenliebe in die Welt
gebracht. Die Hingabe für Clan, Volk, Reich und Führer, die
gab es lange schon. Doch Mitgefühl und Fürsorge für den
Nächsten, Blutsunverwandten - das war neu. Die Provokation,
alle Menschen seien vor Gott gleich, bezog sich keineswegs
auf das Jenseits. (...).
Doch das Gebot der Nächstenliebe gerät in Konflikt mit dem
Darwinismus des Marktes. (...). Nicht Mitleid, sondern
Verachtung für die Schwachen und Armen, die Verlierer und
Ausgesonderten der Märkte, greift um sich. (...). Reichtum
ist Synonym für Leistung und Verdienst. Das muß nicht mehr
im Einzelfall nachgewiesen werden, sondern wird unterstellt.
(...).
Streichung und Kürzungen von Sozialleistungen firmieren als
»Anreize zur Stärkung der Eigenverantwortung«.
Die Kürzung von Arbeitgeberbeiträgen zur Rentenversicherung
wird verkauft als »Beitrag zur Generationengerechtigkeit«.
Die Freistellung der Arbeitgeber vom hälftigen Anteil an
wesentlichen Krankenversicherungsleistungen (...) wird als
Reform zur Beitragssenkung vermarktet. (...).
Schon finden sich Forscher, die das Mitgefühl mit jemandem,
der nicht zum Clan gehört, als genetische Störung erkannt
haben wollen."
-
NOLTE, Paul
- Die große Sprachlosigkeit der Reformen. Mit Glossar:
Kleines Wörterbuch der Reform-Sprachstörungen
- MÖNCH, Regina - Die
Wahrnehmungsfalle. Warum der Osten sich selbst blockiert
-
EHRENBERG, Alain - Das
erschöpfte Selbst
- HEITZMANN, Barbara - Die neue
Eigenverantwortung. Jüngste Tendenzen in
Managementkonzepten, Sozial- und Rechtspolitik
- HENNINGSEN, Bernd - Tango des
Nordens. Transformation, Konsens und Solidarität im
nördlichen Europa
- SCHEER, Hermann - "Die Magier
kamen, doch keiner verstand zu deuten die Flammenschrift an
der Wand." Warum auch die Internationale Konferenz über
Erneuerbare Energien am entscheidenden Momentum versagte
- BETANCUR, Karin Ceballos -
Der Tag, an dem wir baden gingen
-
MÜNKLER, Herfried - Nach der
Wehrpflicht. Militär und Zivilgesellschaft
- SCHMÖLDERS, Claudia - Einer
redet, viele hören zu. Das Märchen vom Kanon
- BÜRSCH, Michael - Für mich,
für uns, für alle. Die Wiederentdeckung der Solidarität als
Bürgergesellschaft
- THORBRIETZ, Petra - "Und
unseren, gut, nennen wir ihn Nachbarn auch". Kein
Gewohnheitsrecht mehr auf Krankheit
- GEULEN, Christian -
Rekonstruktive Einfühlung. Lebensläufe der NS-Zeit und die
Einübung in postnationaler Solidarität
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Rezensionen
- Neu:
RÜHLE, Alex (2004):
Sei Du selbst, dann wirst du krank.
"Die große Entsolidarisierung" - ein Kursbuch zur Krise,
in: Süddeutsche Zeitung v. 07.10.
- Inhalt:
RÜHLE, der mit Max FRISCH der
Produktivität der Krise huldigt, lobt die
Kursbuchbeiträge,
weil "in den meisten der dort
versammelten Texte auf allen endzeitlichen Diskurs
zugunsten kühler Beschreibung verzichtet wird."
Erwähnt werden die Texte von
Petra THORBRIETZ, Barbara HEITZMAN und Paul NOLTE.
In den Mittelpunkt
stellt RÜHLE jedoch einen Vorabdruck aus Alain EHRENBERGs
Buch "Das
erschöpfte Selbst",
das ihm einen Seitenhieb auf den Katastrophendiskurs in
Talkshows ermöglicht:
"Nach dem Lesen dieses Essays
bekommt man plötzlich Mitleid mit all den bleichen
Krisentheoretikern bei Christiansen, meint man doch,
hinter dem katastrophischen Gemurmel nur die
Totalerschöpfung all dieser an authentischer
Selbstüberforderung erkrankten Menschen herauszuhören."
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Weiterführende
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