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Ulrich
Enzensberger: Die Jahre der Kommune I
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Ulrich Enzensberger in
seiner eigenen Schreibe
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ENZENSBERGER, Ulrich (2004): Kommune 1. Warum brennst du, Konsument?
Sie wollten den Alltag
revolutionieren, "Außerparlamentarische Opposition" sein,
bürgerliche Beziehungen aufheben. Jede Menge Mythen strickten sich
rund um die Kommune I in Berlin: Gruppensex und Probleme mit Abwasch
und Orgasmen. Man nannte sie Bürgersöhnchen und Terroristen. Einer
der Kommunarden hat jetzt ein Buch über diese Zeit geschrieben. Ein
Vorabdruck,
in: TAZ v. 25.09.
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Klappentext
"Die Geschichte der Kommune I,
erzählt von einem, der dabei war
Neben Fritz
Teufel, Dieter Kunzelmann, Rainer Langhans und
anderen war Ulrich Enzensberger einer jener
»Kommunarden«, die in der Zeit, als die USA Vietnam
erledigen wollten, mit dadaistisch-politischen
Aktionen Westberlin verrückt machten. Die KI
provozierte die von den Alliierten kontrollierte
Front- und Mauerstadt und ihre Bewohner, die nicht
wahrhaben wollten, dass die Deutschen den Zweiten
Weltkrieg angefangen und verloren hatten. Es kam zur
Revolte der Außerparlamentarischen Opposition, die
davon träumte, die Westsektoren der alten
Reichshauptstadt in eine Freie Räterepublik, in eine
Drehscheibe der Weltrevolution zu verwandeln. – Oder
war da etwa noch mehr?
»Wir sind das Schlangenei, aus dem die Rote Armee
Fraktion gekrochen ist. Ein Mythos. Wir sind die
Erfinder der Spaßgesellschaft. Wir waren die ersten,
die auf den irren Gedanken kamen, ein Kaufhaus in
Brand zu stecken. Einer war das Alphamännchen. Wir
hatten alle einen Kopfschuss. Gruppensex.
Antisemiten. Unser Vorbild war Mao. Alles nicht
wahr. Da waren gar keine Frauen dabei. Die hatten
Orgasmusprobleme. Das Problem war der Abwasch.
Spaßguerilla. Wir sind dem Osten auf den Leim
gegangen. Teufel hat uns ins Gesicht geschissen.
Bürgersöhnchen. Wir wollten die deutsche Familie
zerstören. Apo-Opas. Wir waren restlos verklemmt.
Bis Uschi kam. Urdeutsch. Bei jeder Anklageschrift
haben wir uns kindlich gefreut. USA–SA–SS. Wir haben
die Klotüren ausgehängt. Ein Mythos. Terroristen.
Ulbrichts Lakaien. Ein einziger Horrortrip. Die
ersten deutschen Pop-Ikonen.
Verfassungsschutzgesteuert. Verkrustete Formen
aufgesprengt. Tonnenweise LSD gefressen. Wir saßen
jahrelang im Knast. Kunzelmann ist wirklich tot.
Noch einen Rotwein. Wir leben jetzt in der Toskana.
Ideal für eine Vorabendserie. Wenn es der
Wahrheitsfindung dient. Alle Professoren geworden.
Alles Sozialfälle. Das ist die Wahrheit. Ein
Mythos.«"
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Rezensionen
- FUHR, Eckhard (2004): Lauter
(Gegen-) Machtmenschen.
Ulrich Enzensberger erzählt, was die Kommune I mit der
Großen Koalition zu tun hat,
in: Welt v. 02.10.
- MELLER, Marius (2004): Weltgeist
mit Joint.
Ulrich Enzensberger war dabei: "Die Jahre der Kommune 1",
in: Tagesspiegel v. 06.10.
-
Neu:
KRAUSHAAR, Wolfgang (2004): Im Auge des Hurrikans.
Ulrich Enzensberger
erzählt die Geschichte der Kommune I aus erster Hand,
in: Literaturbeilage der ZEIT Nr.42 v. 07.10.
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