Klappentext
"Ein Nachzügler erobert das Leben:
In einem Dorf nahe des Rheins wächst er als jüngster
Sohn der Wirtsfamilie heran. Während seine
Geschwister bereits ihr eigenes Leben führen, erlebt
er das Geschehen im Dorf von seinem Platz hinter dem
Tresen. Auf Bierdeckeln lernt er Rechnen, bei
Beerdigungsfeiern serviert er den Schnaps zum
Streuselkuchen, und nach Schlägereien kümmert er
sich um die Verletzten. Der kleine Wirt ist der
Vertraute all jener, für die die Wirtschaft ihr
Wohnzimmer ist. Eines wird er dabei nicht los - das
Gefühl bitterer Einsamkeit und tiefer Sehnsucht. Mit
Nadine wird alles anders: Die Frau des neu
hinzugezogenen Lehrers macht ihn, den
Sechzehnjährigen, zu ihrem Liebhaber. Er gerät in
einen Strudel aus Euphorie und Verzweiflung, denn
der Betrogene ist sein einziger Vertrauter, ein
tatsächlicher Freund, der für ihn da war, als seine
Mutter starb ..."
Pressestimmen
"Thomas Thünkers
Romandebüt (...) ist (...) ein Pubertätsroman, aber
kein artig bebildertes Poesie- oder Familienalbum.
Wo seine
Kollegen mit urbaner Ironie und artistischen
Kunststückchen aufwarten, bietet Thünker auf dem
Dorf unter Arbeitern und Bauern aufgewachsen, nur
solides Handwerk."
(Martin Halter in der Frankfurter
Allgemeinen Zeitung vom 28.04.2004).
"Raus aus dem Elternhaus, raus aus dem Dorf geht die
Bewegung dieser Erzählung. Raus aus dem Milieu, und
in neue Welten hinein."
(Christoph Bartmann in der
Süddeutschen Zeitung vom 04.05.2004).
"Der 45-jährige Thünker erzählt seine Geschichte aus
der Perspektive des einsamen Jugendlichen in einem
Dorf irgendwo zwischen Rhein und Eifel, über die
politisch unschuldigen und historisch
unspektakulären siebziger Jahre. Die Eifel ist bei
Thünker eine Gegend, wo Inzest und Trunksucht
herrschen, die Höhepunkte des Jahres das
Junggesellenfest und die Kirmes sind, wo die wahren
»Kings« am Tresen stehen und wo die katholische
Kirche das Glaubensbekenntnis bestimmt. Probleme
werden nicht ausdiskutiert, sondern handfest gelöst."
(Hajo Steinert in der Welt vom
31.07.2004)