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Bruno Preisendörfer: Das Bildungsprivileg

 
       
     
       
   
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    Bruno Preisendörfer in seiner eigenen Schreibe

     
         
           
       

    Das Bildungsprivileg (2008).
    Warum Chancengleichheit unerwünscht ist
    Frankfurt a/M: Eichborn Verlag

     
       
     
     

    Klappentext

    "Alle reden von Bildung für alle, damit Deutschlands Zukunft gesichert ist. Politiker und Bildungsbeauftragte fordern, dass Unterschichten und Migranten verstärkt Zugang zu höheren Schulen und Universitäten haben sollen. Zugleich werden Hauptschulen geschlossen, die Gymnasialzeit verkürzt, und den Zugang zur Hochschule gibt es nur gegen Bares. Denn nach wie vor sind wir alle überzeugt: Wer es nur wirklich schaffen will, kann es auch schaffen.

    Dass bildungsferne Kinder in unserem dreigliedrigen Schulsystem benachteiligt sind, ist keine neue Erkenntnis, sagt Bruno Preisendörfer. Wohl aber, dass dieser Zustand beabsichtigt ist. Mit Verve und bissiger Ironie entlarvt er die Sonntagsreden der Politiker und anderer Privilegierten, die in Wirklichkeit gar nicht wollen, dass diejenigen, die gern als ›Bildungsreserve‹ bezeichnet werden, wirklich Bildung erfahren. Denn die Konsequenzen für die Kinder des Mittelstands und des Bürgertums liegen auf der Hand: Wo die einen hinzukommen, ist für die anderen kein Platz mehr – egal ob im Gymnasium, an der Universität oder bei der Karriere."

     
     
     
           
         
       
    • Rezensionen

    • BISKY, Jens (2008): Ungewollte Gerechtigkeit.
      Eine fulminante Streitschrift gegen das Bildungsprivileg,
      in: Süddeutsche Zeitung  v. 04.02.
      • Anmerkungen:
        Jens BISKY lobt das Buch "Das Bildungsprivileg" seines Kollegen Bruno PREISENDÖRFER.

                    Kompensatorische Bildung war einst der Begriff, der für die Förderung bildungsferner Schichten stand. Seit jedoch die erfolgreichen Bildungsaufsteiger selber Kinder haben, fürchten sie nichts mehr als die Konkurrenz durch erfolgreiche Aufsteiger aus den Unterschichten.
                    Ulf POSCHARDT steht z.B. mit seinen Pöbeleien gegen die Unterschichten für eine Kanalisation dieser Ängste, die jenen jenseits des eigenen Milieus die Ausbeutung des Sozialstaats vorwirft.
                    PREISENDÖRFER nennt den zentralen Nachteil von Aufsteigern gegenüber den Etablierten:

                    "Ein Kind aus nicht-akademischem Haushalt opfert, wenn es sich anschickt, die Gipfel der Bildung zu erklimmen, seiner Zukunft die Herkunft, entfremdet sich mit jedem Schritt von der Familie, von seinem Milieu. Ein Akademikerkind hingegen verbleibt im vertrauten Umfeld. Vieles von dem, was wir Begabung nennen, erweist sich bei näherem Hinsehen als Effekt dieses Vertrautheitsvorschusses."
                    Single-generation.de hat diesen Aspekt radikaler ausformuliert: Das postadoleszente Single-Dasein  ist in der Vergangenheit nicht selten die Konsequenz eines Aufstiegsversuchs gewesen. Wer Singles auszugrenzen versucht, der gehört zu den Etablierten, die sich die nachrückende Konkurrenz vom Halse halten will. Aufstrebende Singles wiederum haben in Reaktion darauf versucht ihren Lebensstil positiv umzuwerten.
                    
        Die Debatte um das Single-Dasein kann nicht ohne diesen Hintergrund verstanden werden. Anhand zweier Karrierefrauen der Generation Golf (Geburtselite vs. Aufsteiger) hat single-generation.de diesen Aspekt exemplarisch aufgezeigt.
    • KAUBE, Jürgen (2008): Bildung nur für Reiche,
      in: DeutschlandRadio v. 09.03.
    • WEICKMANN, Dorion (2008): Robin Hood entert das Gymnasium.
      Einspruch gegen unser ungerechtes Schulsystem,
      in: Die ZEIT Nr.23  v. 29.05.
    • PFISTER, Sandra (2008): Chancengleichheit unerwünscht,
      in: DeutschlandRadio v. 25.08.
     
       

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    Bernd Kittlaus
    webmaster@single-generation.de Erstellt: 04. Februar 2008
    Update: 05. Juli 2009