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Bruno
Preisendörfer: Das Bildungsprivileg
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Aktuellster
Beitrag
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Bruno Preisendörfer in
seiner eigenen Schreibe
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PREISENDÖRFER, Bruno (2008): Links, bis es
wehtut.
Die Wiederkehr des Sozialen und die Furcht der Bürger,
in: Le Monde diplomatique v. 11.07.
- Inhalt:
"Die
Diskursgletscher ziehen sich zurück, und die Wirklichkeit
kommt wieder zum Vorschein. Das Kulturelle, das
Symbolische, das Imaginäre haben bei einem Teil der
deutenden Intelligenz ihre Reize eingebüßt und sind
langweilig geworden. Die Rhetorik des Respekts und der
Anerkennung sucht wieder festen Grund in der lange
verachteten Sozialpolitik",
meint Bruno Preisendörfer.
-
PREISENDÖRFER, Bruno (2008): Bildung,
Interesse, Bildungsinteresse,
in:
Aus Politik und
Zeitgeschichte Nr.49 v. 01.12.
-
Neu:
PREISENDÖRFER, Bruno
(2009): Offener Brief an Jan
Fleischhauer,
in:
fackelkopf.de, Juli
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Klappentext
"Alle
reden von Bildung für alle, damit Deutschlands
Zukunft gesichert ist. Politiker und
Bildungsbeauftragte fordern, dass Unterschichten und
Migranten verstärkt Zugang zu höheren Schulen und
Universitäten haben sollen. Zugleich werden
Hauptschulen geschlossen, die Gymnasialzeit
verkürzt, und den Zugang zur Hochschule gibt es nur
gegen Bares. Denn nach wie vor sind wir alle
überzeugt: Wer es nur wirklich schaffen will, kann
es auch schaffen.
Dass
bildungsferne Kinder in unserem dreigliedrigen
Schulsystem benachteiligt sind, ist keine neue
Erkenntnis, sagt Bruno Preisendörfer. Wohl aber,
dass dieser Zustand beabsichtigt ist. Mit Verve und
bissiger Ironie entlarvt er die Sonntagsreden der
Politiker und anderer Privilegierten, die in
Wirklichkeit gar nicht wollen, dass diejenigen, die
gern als ›Bildungsreserve‹ bezeichnet werden,
wirklich Bildung erfahren. Denn die Konsequenzen für
die Kinder des Mittelstands und des Bürgertums
liegen auf der Hand: Wo die einen hinzukommen, ist
für die anderen kein Platz mehr – egal ob im
Gymnasium, an der Universität oder bei der Karriere."
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Rezensionen
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BISKY, Jens (2008): Ungewollte Gerechtigkeit.
Eine fulminante Streitschrift gegen das Bildungsprivileg,
in: Süddeutsche Zeitung v. 04.02.
- Anmerkungen:
Jens BISKY lobt das Buch
"Das Bildungsprivileg" seines Kollegen Bruno PREISENDÖRFER.
Kompensatorische
Bildung war einst der Begriff, der für die Förderung
bildungsferner Schichten stand. Seit jedoch die
erfolgreichen Bildungsaufsteiger selber Kinder haben,
fürchten sie nichts mehr als die Konkurrenz durch
erfolgreiche Aufsteiger aus den Unterschichten.
Ulf
POSCHARDT steht z.B. mit seinen Pöbeleien gegen
die Unterschichten für eine Kanalisation dieser Ängste,
die jenen jenseits des eigenen Milieus die Ausbeutung des
Sozialstaats vorwirft.
PREISENDÖRFER
nennt den zentralen Nachteil von Aufsteigern gegenüber den
Etablierten:
"Ein
Kind aus nicht-akademischem Haushalt opfert, wenn es sich
anschickt, die Gipfel der Bildung zu erklimmen, seiner
Zukunft die Herkunft, entfremdet sich mit jedem Schritt
von der Familie, von seinem Milieu. Ein Akademikerkind
hingegen verbleibt im vertrauten Umfeld. Vieles von dem,
was wir Begabung nennen, erweist sich bei näherem Hinsehen
als Effekt dieses Vertrautheitsvorschusses."
Single-generation.de
hat diesen Aspekt radikaler ausformuliert: Das
postadoleszente Single-Dasein ist in der
Vergangenheit nicht selten die Konsequenz eines
Aufstiegsversuchs gewesen. Wer Singles auszugrenzen
versucht, der gehört zu den Etablierten, die sich die
nachrückende Konkurrenz vom Halse halten will.
Aufstrebende Singles wiederum haben in Reaktion darauf
versucht ihren Lebensstil positiv umzuwerten.
Die
Debatte um das Single-Dasein kann nicht ohne diesen
Hintergrund verstanden werden. Anhand
zweier Karrierefrauen der Generation
Golf (Geburtselite vs. Aufsteiger)
hat single-generation.de diesen Aspekt exemplarisch
aufgezeigt.
-
KAUBE, Jürgen (2008): Bildung nur für Reiche,
in: DeutschlandRadio v. 09.03.
- WEICKMANN, Dorion
(2008): Robin Hood entert das Gymnasium.
Einspruch gegen unser ungerechtes Schulsystem,
in: Die ZEIT Nr.23 v. 29.05.
-
PFISTER, Sandra (2008): Chancengleichheit unerwünscht,
in: DeutschlandRadio v. 25.08.
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Weiterführende
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