Klappentext
"Gerhard Seyfrieds großer, weitgehend
autobiographischer Roman aus der Zeit der deutschen
Terrorismus.
München, Anfang der Siebziger Jahre. Im Hinterzimmer
der Roten Hilfe treffen seltsame Gestalten zusammen:
Anhänger der umherschweifenden Haschrebellen und der
Spaßguerilla, revolutionsromantische Tupamaros,
abenteuerlustige Studenten und Anarchistinnen. Sie
alle eint die Wut auf die Arroganz und Brutalität
der Behörden. Unter ihnen sind Jenny und Fred, die
sich kennen und lieben lernen. In einem kurzen,
ausgelassenen Sommer der Anarchie entwickeln sie
ihre eigene Form des Widerstands: Spottverse,
unverschämte Sprüche, die sie im Rücken der Polizei
an Wände sprühen, Glasmurmel-Angriffe auf
Bankschaufenster. Doch die Szene verändert sich: die
Spaßguerilla wird von militanten RAF-Leuten
unterwandert, Lorenz entführt und Schleyer ermordet.
Als Jenny verhaftet wird, ausbrechen kann und in den
Untergrund abtaucht, weiß Fred, dass es ernst wird.
Und er macht sich auf die Suche nach seiner
Geliebten...
Gerhard Seyfried hat den ersten Roman
aus dem Umfeld der Bewegung 2. Juni geschrieben. Er
erzählt von einer Zeit, in der ausgelassene
Lebensfreude und tödlicher Ernst näher
beieinanderstanden als je in der deutschen
Nachkriegsgeschichte."
Pressestimmen
"Gerhard Seyfried war der Zeichner der
undogmatischen Linken der Siebziger- und frühen
Achtzigerjahre; Hausbesetzer, politisierte Kiffer
und andersdenkende Schüler im Westen, aber auch
Oppositionelle in Osteuropa zum Beispiel fanden
Trost in seinen einfachen Zeichnungen.
Als das Umfeld, in dem und für das er gezeichnet
hatte, spätestens nach 1989 verschwand,
funktionierte das alles nicht mehr, auch nicht
finanziell. Er verlegte sich auf Zeichnungen für
Schweizer Hanfblätter, machte auch mal Wahlplakate
für Ströbele und überraschte vor anderthalb Jahren
mit einem historischen Roman (...).
Sein neues Buch »Der schwarze Stern der Tupamaros«
dagegen spielt in den Siebzigerjahren im Milieu der
undogmatischen Linken in München und Berlin.
Seyfried war eben hier zu Hause - anzunehmen, dass
der eher schüchtern wirkende Held des Romans
autobiografische Züge trägt."
(Detlef Kuhlbrodt in der TAZ vom
14.08.2004).