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Günther Lachmann: Von Not nach Elend

 
       
     
       
   
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    Günther Lachmann in seiner eigenen Schreibe

     
       

    LACHMANN, Günther (2002): Wie funktioniert eine alternde Konsumgesellschaft?
    Die Alten müssen in Zukunft länger und mehr arbeiten und werden eine wichtige Zielgruppe mit neuen Ansprüchen und Möglichkeiten,
    in: Welt am Sonntag v. 10.11.

    Die Werbewirtschaft hat sich wohlklingende Begriffe wie "Best Ager", "Golden Generation" oder auch "Silver Surfer" für die jungen Alten ausgedacht. Die längere Lebensarbeitszeit soll ihnen mit Konsum versüßt werden. Das Problem ist nur: Die Massenarbeitslosigkeit wird erst in frühestens 10 - 20 Jahren spürbar zurückgehen - wenn überhaupt. Bis dahin dient eine Ausweitung der Lebensarbeitszeit nur der problemloseren Durchsetzbarkeit des Niedriglohnsektors.

    LACHMANN, Günther (2002): Lufthoheit über Kinderbetten.
    Mit dem Ausbau der Kinderbetreuung greift der Staat in die Erziehung ein. Schadet dieser Schritt der Mutter-Vater-Kind-Beziehung?
    in: Welt am Sonntag v. 10.11.

    Günther LACHMANN unterfüttert die familienpolitischen Leitlinien von Helmut KOHL und Roland KOCH mit Argumentationshilfen für kulturelle Modernisierungsverlierer.

    KUMMER, Jochen & Günther LACHMANN (2003): Kinderlose im Visier.
    Jetzt wird es ernst mit den Sozialreformen - wer nicht für Nachwuchs sorgt, soll kräftig zur Kasse geben werden,
    in: Welt am Sonntag v. 05.10.

    Offenbar gibt es nichts Neues zum Thema, weswegen die Autoren Altbekanntes aufwärmen, um die Kinderlosenfeindlichkeit in Deutschland weiter anzuheizen.

    Rente nach Kinderzahl - Der nicht erklärte Krieg gegen Singles

    LACHMANN, Günther (2004): Plötzlich steht Hartz wieder auf der Agenda.
    Gewerkschafter und Politiker fordern Änderungen bei der Zusammenlegung von Arbeitslosenhilfe und Sozialhilfe. Was heißt die Reform für die Menschen? Fünf Betroffene berichten,
    in: Welt am Sonntag v. 27.06.

    Günther LACHMANN stellt fünf arbeitslose Männer vor, die durch die Hartz-Reformen unterschiedlich betroffen werden: der Single (49jähriger Ingenieur, der von einer 100-Qudratmeter-Wohnung in München in eine kleine Vorort-Wohnung umziehen musste), der Ehemann (41jähriger Sozialpädagoge, der fürchtet, dass seine Ehefrau zu viel verdient), der Sparsame (35jähriger Bauingenieur und allein erziehender Vater, der Angst davor hat, dass seine Altersvorsorge verloren geht), der Vielseitige (52jähriger Pädagoge eines Jugendausbildungswerkes und geschiedener Vater, der sich ebenfalls um seine Altersvorsorge sorgt), der Ex-Geschäftsführer (43Jähriger, der um seine private Altersvorsorge fürchtet und sich sorgt, dass seine Frau zu viel verdient).

    Repräsentativ sind diese Fälle nicht, aber sie stehen beispielhaft für eine Zielgruppe der WamS: Besserverdienende der Neuen Mitte mit Angst vor dem Absturz. Was fehlt: die Normalfälle des Alleinlebens im mittleren Lebensalter, also die Karrierefrau der Generation Ally und der, gering verdienende männliche Partnerlose, sowie Niedriglöhner und sonstige Modernisierungsverlierer...  

    SCHMERGAL, Cornelia & Günther LACHMANN (2006): Eltern - Betreuung wichtiger als Geld.
    Umfrage der "Welt am Sonntag": Wenig Hoffnung auf die Familienpolitik. Neue Debatte über freies Kindergartenjahr,
    in: Welt am Sonntag v. 14.05.

     
           
       

    Von Not nach Elend (2008).
    Eine Reise durch deutsche Landschaften und Geisterstädte von morgen
    München: Piper Verlag (vergriffen)

     
       
         
     

    Klappentext

    "Was Wissenschaftler vornehm »demografischer Wandel« nennen, ist in Wirklichkeit ein langsamer Tod, der ganze Landstriche entvölkern wird. Er befällt Dörfer und Städte dort, wo Deutschland noch am ursprünglichsten ist, wo Traditionen und Dialekte, Kultur und Geschichte zu einer glücklichen Kindheit gewachsen sind und jenen unauslöschlichen Ort in unserer Erinnerung bilden, den wir Heimat nennen. In dieser schockierenden Reportage beschreibt Günther Lachmann die Geisterstädte der Zukunft und das verheerende Zusammenspiel von Demografie und wirtschaftlichem Niedergang. Er schildert die Entvölkerung in den klassischen Industriestandorten des Westens oder in schon jetzt menschenleeren Gebieten in Ostdeutschland. Alle betroffenen Regionen werden analysiert, ihre Chancen für die Zukunft dargestellt."


    Inhaltsverzeichnis

    Prolog

    Der Norden
    Wie eine Insel zwischen den Meeren
    Lange Wege
    Familien »verwürfein«

    Der Osten
    Kollaps am Stettiner Haff
    Aus dem Leben eines Landrats
    Depressionen in der Altmark
    Eine treffende Analyse
    Da hilft nur noch der Abriss
    Schwerer Start nach der Kreisreform
    Ein Beschluss mit Folgen
    Aus vier Krankenhäusern mach eins
    Endlich mal 'ne gute Nachricht

    Die Mitte
    Abschied vom Harz
    Dem Nachbarn geht's auch nicht besser
    Abstecher nach Nordhessen

    Der Süden
    Ins weiß-blaue Abseits
    Beim Geld hört die Freundschaft auf

    Der Westen
    Im Pott, da brodelt's
    Gelsenkirchener Innenleben
    Bismarcks Abstieg
    Villen zu verkaufen in Duisburg
    Weniger Schulen, mehr Pflegeplätze
    Ruhrstadt-geht das?

    Herausforderung Landleben
    Landleben online
    Der kleine Dorfladen

    Die Topografie des Schrumpfens
    In unseren Städten tickt eine Zeitbombe

    Der Norden
    Überalterung in Schleswig-Holstein
    Der Harz vergreist

    Der Westen
    Verlustregionen in NRW und Hessen

    Der Süden
    Sogar in Bayern gibt's Verlierer

    Der Osten
    Menschenleere Landstriche
    Dramatischer Wandel in Brandenburg
    Schrumpflabor Sachsen-Anhalt
    Thüringen: Ein Aufsteiger kämpft gegen den Abstieg
    Ablauf und Folgen des Schrumpfens am Beispiel Thüringens
    Sachsen im Abwärtsstrudel
    Das Koch-Milbradt-Papier gegen das Schrumpfen
    Ohne Perspektive

    Boom der Metropol-Regionen
    Orte der Hoffnung und Prosperität

    Schlussbemerkung

     
         
     
           
       

    Beiträge von single-generation.de zum Thema

    Demografie und Demokratie: Wie ein Buch dem Zeitgeist der Demographisierung gesellschaftlicher Probleme erliegt und dadurch die Konflikte um den Wohlfahrtsstaat noch zusätzlich verschärft

    Deutsche Kommunen im demografischen Wandel. Oder: Wie die Demographisierung gesellschaftlicher Probleme die deutsche Politik bestimmt

     
       

    Rezensionen

    TRÄGER, Eva-Maria (2008): Der Landrat hat so kleine Augen.
    Ein Drama: Journalist Günther Lachmann reist durch das alternde und entvölkerte Deutschland und haucht Begriffen wie Geburtenknick, Überalterung und Beschäftigungslücke Leben ein,
    in: Süddeutsche Zeitung v. 16.04.

    Neu:
    BERNHARD, Henry (2008): Klischee statt Beobachtungen.
    Günter Lachmann ergeht sich im einem antimodernen Reflex,
    in: DeutschlandRadio v. 21.04.

     
       

    Weiterführende Links

     
         
       
     
       

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    Bernd Kittlaus
    webmaster@single-generation.de Erstellt: 08. März 2015
    Update: 20. Juli 2015