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Hajo Schumacher: Roland Koch - Verehrt und verachtet

 
       
   
  • Kurzbiographie

    • 1964 in Münster geboren
    • 2000 - 2002 Chefredakteur der Zeitschrift MAX
    • 2004 Biografie "Roland Koch"
 
       
   
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    Hajo Schumacher in seiner eigenen Schreibe

     
           
       

    SCHUMACHER, Hajo (2004): Demonstrieren für Hartz IV.
    Eine Polemik,
    in: DeutschlandRadio v. 04.09.

    SCHUMACHER, Hajo (2004): Roland Koch und die Generation Golf.
    Jugend genügt nun nicht mehr: Der hessische Ministerpräsident ist der erste aus der jungen CDU-Elite, der es bis in die Parteispitze geschafft hat,
    in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 20.11.

    Hajo SCHUMACHER verpasst Roland KOCH das Image eines Angehörigen der Generation Golf, obgleich KOCH nicht zur Altersgruppe gehört, die Florian ILLIES in seinem Bestseller Generation Golf beschrieben hat:

    "Was um Himmels willen hat Roland Koch mit der Generation Golf zu tun? Offenbar liegt ein Versehen vor, ein klarer Fall von Generationenanmaßung. (...) Sein gefühltes Altere sei ja »höchstens 35«, und Fragen wie »Warum machen wir das alles?«, die stelle er sich mindestens so häufig wie andere. Früher war die Antwort einfach: »Für den Aufbau!« oder: »Aus Protest!« Jetzt, da sich alle Verläßlichkeiten auflösen, ist keine Zeit für Sinnfragen, findet Koch. Nicht reden. Machen. »Bringt Leistung, seid Elite für die eigene Zukunft!« lautet sein Vorschlag für eine Parole."

    KOCH soll also der neue Anführer der orientierungslosen Generation Golf werden, jener Generation im Wartestand. SCHUMACHER formuliert das so:

    "Koch hat geschafft, was Guido Westerwelle und Sigmar Gabriel bislang vergeblich versuchten: Er ist Anführer der neuen Generation von Politikern, derer, die nach Schröder, Fischer, Schily kommen, der Nachachtundsechziger, aufgewachsen ohne existentielle Grenzerfahrung, Krawall und mentalen Vatermord, bruchlos, frei von Krieg, Diktatur, Hunger, Nazi-Lehrern, Schnüffelstaat, Erlebnissen, die ihm ein unverrückbares Weltbild hätten mitgeben können, ein »inneres Geländer«, wie Egon Bahr es nennt. Wie die Generation Golf hat Koch kein inneres Geländer."

    Als Lebensinhalt gilt KOCH - wen wundert es jetzt noch - der Kampf gegen die Werte von 1968:

    "1968, das ist für Koch die Zahl des Bösen, in der sich alles ballt, was ihn je verletzte.
    Obsessiv müht sich Koch, den Gegenentwurf zum Balsamico-Lifestyle darzustellen. Er bekennt sich zu Kirche, Kohl, Krawatte, zu Familie, Fleiß und Ordnung.
    (...).
    Erfindet Schröder die Agenda 2010, kontert Koch mit 1948, dem Jahr, als der Wiederaufstieg Deutschlands mit Ärmelhochkrempeln begann. Nostalgie ist die Utopie der Konservativen."

    Es gibt jetzt eigentlich nur noch ein Problem für Roland KOCH und das heißt Angelika MERKEL.

    SCHUMACHER, Hajo (2006): Eine Frau für alle.
    Familienministerin Ursula von der Leyen verkauft Politik wie eine Marketing-Expertin,
    in: Welt v. 01.02.

    SCHUMACHER, Hajo (2007): Starke Frauen, weiche Männer,
    in: DeutschlandRadio v. 17.01.

    Hajo SCHUMACHER hält - wie sein Altersgenosse Onkel Jolo - nichts von seiner Generation, die der Jugend von morgen kein Vorbild sind:

    "Viele Pädagogen wurden mehrheitlich ausgebildet in einer Zeit, als Männer stricken mussten, Erdbeertee tranken und sich ihres Geschlechtes vorauseilend schämten. Orientierung, Hilfe, ja Vorbilder im schweren Fach Mannsein sind in deutschen Schulen Fehlanzeige.
                
    Was Frauen inzwischen vielleicht im Übermaß an Anerkennung bekommen, das fehlt den Jungs. (...). Ein neuer Maskulinismus muss her, der sich nicht nur plump aus dem Kampf gegen das andere Geschlecht heraus definiert. Sonst wird womöglich George Clooney noch zum Vorbild für unseren Nachwuchs. Der amerikanische Schauspieler wurde gerade erst wieder zum most sexy man of the world gewählt. Frauen, sagt er, empfinde er dennoch als ziemlich anstrengend. Seine Villa bewohnte er jahrelang allein mit seinem Hausschwein Max."

    SCHUMACHER, Hajo (2008): Die hysterische Gesellschaft.
    Aufwachsen hinter dem Milchglas,
    in: Berliner Gazette v. 23.01.

    Neu:
    SCHUMACHER, Hajo (2009): Tür an Tür mit Hildegard.
    Mamas & Papas,
    in: Berliner Morgenpost v. 05.09.

    "Wir haben nichts gegen Singles, nicht mal gegen kinderlose, jedenfalls nicht gegen alle. Als Paten sind sie gut zu gebrauchen, bisweilen sogar als Babysitter. Eine Sorte kinderloser Singles ist allerdings zu nichts zu gebrauchen außer zum Ärgern. Hildegard zum Beispiel",

    beginnt Hajo SCHUMACHER seine Polemik gegen kinderlose Singlefrauen.

     
           
           
       

    Roland Koch (2004).
    Verehrt und verachtet
    Frankfurt a/M:
    Fischer Verlag

     
       
         
     

    Klappentext

    "Er wird verehrt, er wird verachtet – nur gleichgültig ist er kaum jemanden: Roland Koch. Seine Fans halten ihn für das größte Talent der Union, andere für einen Kriminellen.
    Hajo Schumacher hat mit Kochs Schulfreunden, politischen Weggefährten, mit Wirtschaftsbossen, Medienmachern sowie seinen politischen Gegnern gesprochen, die bereit waren, bisher Unbekanntes über den hessischen Ministerpräsidenten und vielleicht künftigen Kanzler zu berichten: u.a. Rafael Seligmann, Helmut Kohl, der Dalai Lama, Ruppert v. Plottnitz und Helmut Markwort."

    Zitat:

    Roland Koch und die Tankstellen-Connection

    "Anfang der 80er Jahre kam es zu zwei historischen Treffen. (...). Auf der Autobahnraststätte Wetterau (...) fand ein historischer Friedensschluß statt, in einem eigens gemieteten Separee. Die Raststätte lag logistisch günstig für Karlheinz Weimar, der aus Westhessen anreiste, und den Mittelhessen Bouffier, der mit Reif, Siebert und Hoff bereits ein paar Bündnispartner mitgebracht hatte. Dabei waren noch Franz Josef Jung, die Darmstädterin Karin Wolff und Jürgen Banzer.
    In diesem wenig heimeligen Ambiente wurde eine Bande geboren, die einzigartig war in Deutschland. Sie wurde später die »Tankstelle« genannt. Den Begriff hatte der junge Konservative Christean Wagner geprägt, und es war als despektierliche Chiffre für den linken Klüngelklub gemeint. Doch »Tankstelle« wurde nicht zum Schimpfwort, sondern zum Markenzeichen." (S.84f)

    Pressestimmen

    "Je länger man das Buch liest, desto deutlicher spürt man: Schumacher muss Koch sehr nah gekommen sein. Das hat den Vorteil, dass er spannende, brillant geschriebene Geschichten liefern kann. Ein Sittengemälde der guten, alten West-CDU. Man lernt Kochs gesamtes Netz kennen, all die Jungs (und ein Mädel) von der Jungen Union in Hessen, die sich an einer Autobahnraststätte zum ersten Mal trafen, ein Bündnis schmiedeten und bis heute als »Tankstellen«-Team zusammenhalten.
    Koch war von Anfang an der Chef, der Schlaueste und Fleißigste, nur nach Cola süchtig und in jeder Lebenslage interessiert an »Effizienz«."
    (Lukas Wallraff in der TAZ vom 04.12.2004)

    "Hajo Schumacher (...) nennt zehn Gründe, warum Roland Koch auf jeden Fall Kanzler wird. Und fügt zehn an, warum auf keinen Fall. Den gemeinen Koch-Hasser dürfte sein Buch in Verwirrung stürzen: Dieser mag sich danach in der Ansicht bestätigt sehen, mit dem Mann nicht unbedingt in Urlaub fahren zu wollen (...). Aber ein Land könnte man ihm eventuell anvertrauen. Aus der Sicht Kochs dürfte damit schon viel erreicht sein."
    (Detlef Esslinger in der Süddeutschen Zeitung vom 20.12.2004)

    "Koch ist zweifellos ein typischer Repräsentant der in den 70er Jahren gegründeten Schüler Union, die sich gegen den moralisierenden Mainstream mit dem Drachenblut persönlicher Arroganz und machiavellistischer Methodik feite und dabei jederzeit für ein ideologisches Scharmützel gut war. Diese Schule wappnete ihn für politische Auseinandersetzungen. (...).
    Koch ist gleichsam politischer Antipode der Achtundsechziger und ihr biografischer Antityp."
    (Dieter Rulff in der Frankfurter Rundschau vom 02.03.2005)

     
         
     
           
       

    Rezensionen

    WALLRAFF, Lukas (2004): Der Chef vom Tankstellenteam.
    Hajo Schumacher fragt sich: Soll man Roland Koch verehren oder verachten? Am Ende wird ihm Koch gefährlich sympathisch,
    in: TAZ v. 04.12.

    Lukas WALLRAFF stellt die erste Biografie über den hessischen Ministerpräsidenten Roland KOCH vor. Der Biograf Hajo SCHUMACHER stilisiert KOCH zum Anführer der Generation Golf und zum Kämpfer gegen die Werte von 1968.

    LOCH, Harald (2004): Verehrt und verachtet.
    Eine Biographie über Roland Koch,
    in: Märkische Allgemeine v. 02.12.

    ESSLINGER, Detlef (2004): Der Besserhesse.
    Wie man (nicht) Kanzler wird: ein Buch über Roland Koch,
    in: Süddeutsche Zeitung v. 20.12.

    PLOTTNITZ, Rupert von (2004): Hajo Schumacher: Roland Koch - verehrt und verachtet,
    in: BuchTipp. Sendung des DeutschlandRadio Berlin v. 26.12.

    DETTLING, Warnfried (2005): Warum Roland Koch auf jeden Fall Kanzler wird - oder auch nicht...,
    in: Die ZEIT Nr.3 v. 13.01.

    "Anders als beabsichtigt ist Schumachers Buch zu einem Dokument der Zeit geworden. Es handelt von Politik und von Politikern, gewiss doch, aber genau betrachtet von politics without policy. Politik und das Geschäft der Politiker schrumpfen auf den politischen Betrieb zusammen: keine Kategorien, keine Inhalte nirgends, mit denen man die Urteilsfähigkeit schärfen und die Öffentlichkeit aufklären könnte. Politik wird zu einer anderen Form der Unterhaltung. Dagegen ist wenig zu sagen, im Gegenteil: Es ist die große Stärke des Buches, eine gelegentlich sogar spannende Unterhaltung zu bieten", schreibt Warnfried DETTLING.

    WOLTER, Peter (2005): Pitbull lauert vor der Tür.
    Zwei Biographien über Roland Koch. Sarkastisch die eine, umfassend die andere – und beide vernichtend,
    in: junge Welt v. 14.02.

    RULFF, Dieter (2005): Der Anti-Achtundsechziger.
    Hajo Schumacher schildert Hessens Ministerpräsidenten Roland Koch als den Kopf einer ganzen Politikergeneration,
    in: Frankfurter Rundschau  v. 02.03.

     
           
       

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    Bernd Kittlaus
    webmaster@single-generation.de Erstellt: 04. Dezember 2004
    Update: 17. April 2017