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Klappentext
"Als Großvater Joseph aus dem Krieg
zurückkommt, ist er trotz russischer
Kriegsgefangenschaft und Lungendurchschuss topfit
verglichen mit dem, was sonst noch aus dem Zug
steigt. Dass er von seiner Frau Katherina, der
schönen Tänzerin nicht abgeholt wird, überrascht ihn
nicht. Er ist Realist. Aber das Eifersuchtsdrama, in
das er hineingerät, verblüfft ihn doch ein wenig.
Doch nicht nur der Verlust der Liebe seiner Frau
beschwert ihn, während er sich in der noch jungen
Bundesrepublik zurechtzufinden versucht. Ihn
belastet auch, dass seine überragende
Lebensleistung, das Nichtsterben unter widrigsten
Bedingungen, im Frieden nichts mehr wert ist. Harald
Martenstein, selbst Kind der 50er Jahre, zeichnet in
seinem Debütroman ein komisch-kauziges
Sittengemälde, lässt die Nachkriegszeit wieder
lebendig werden und bringt ganz nebenbei einen neuen
lakonisch-leichten Ton in die deutsche Literatur."
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Rezensionen
FUHR, Eckhard (2007): Joseph und seine toten Brüder.
Vom Journalisten zum Dichter: Harald Martenstein hat einen
fantastischen Familien-Roman geschrieben. "Heimweg" ist eine
Annäherung an die alte Bundesrepublik im Geist der Romantik,
in: Welt v. 17.02.
KÄMMERLINGS, Richard
(2007): Arme Teufel in Topform.
Vorsicht, Erzählfalle! Der Journalist Harald Martenstein hat einen
ebenso komischen wie tückischen Familienroman über die Nachkriegszeit
geschrieben, in dem die Grenzen zwischen Lebenden und Toten
verwischen,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 24.02.
ENCKE, Julia (2007): Der perfekte
Roman.
Der Kolumnist Harald Martenstein macht als Schriftsteller alles
richtig - und genau das ist sein Problem,
in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 25.02.
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"Alles
ist da: Diese uns bereits reichlich exotisch anmutende Gestimmtheit
der westdeutschen Fünfziger, kollektive Hoffnungen und individuelles
Scheitern, Freddy Quinn und Nylonstrümpfe, Rock'n'Roll und
Kriegsgefangenengeschichten, dazu das Schweigen zwischen den
Generationen - ein Hauch von Böll,
Paul Schallück und leise persifliertem Gerd Gaiser (sofern man sich
noch an diese Autoren erinnert.) Harald Martenstein, Jahrgang 1953,
hat sich also kundig gemacht, doch erzählt er seine Geschichte nicht
allein im Rahmen clever angeordneter Folkore-Details, sondern im
dezenten Ton des Verstehen-Wollens und Hinhörens, das Kopfschütteln
und Unverständnis nicht ausschließt",
meint Martin MARKO. |
BARTMANN, Christoph (2007): Das Kind im
Manne ist ein guter Erzähler,
in: Literaturbeilage der Süddeutschen Zeitung v. 20.03.
MAGENAU, Jörg (2007): "Zufällig ist der andere tot".
In seinem ersten Roman nimmt sich der Kolumnist Harald Martenstein
der Zeit zwischen Krieg und Wirtschaftswunder an. Die Enkelgeneration
darf sich offenbar mehr Verständnis leisten als Walser & Co meist
zugebilligt wird,
in: Falter Nr.12 v. 21.03.
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"Davon,
wie eine Beziehung funktionierte, nachdem die
Frauen
gelernt hatten, alleine zu leben und die Männer die Erfahrung des
Tötens gemacht hatten, handelt dieser leicht dahingeplauderte, aber
raffiniert gebaute Roman",
meint Jörg MAGENAU. |
Neu:
CAMMANN, Alexander (2007): Die Zukunft wollen.
Trauma eines Geistersehers: Harald Martenstein legt einen ebenso
liebevollen wie verstörenden Romanerstling über die Fünfzigerjahre
vor,
in: TAZ v. 22.03.
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"Wer sein weltanschauliches Korsett produktiv verstören
lassen will, hat mit Martenstein einen guten Trainer: ein kleines,
weises Buch über die Ambivalenzen, die in der Vergangenheit stecken",
meint
Alexander CAMMANN aus
neubürgerlicher Sicht. |
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